Sekundarschule im Zweckverband Eifel?

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
Rückkehr an den Verhandlungst
Rückkehr an den Verhandlungstisch? Dank einer Initiative von Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch könnte es nun doch eine „Nordeifeler Lösung” mit allen Kommunen in einem Boot (hier die Bürgermeister Ritter, Hermanns und Eis/v. re.) in Sachen Sekundarschule geben. Foto: Archiv/Peter Stollenwerk

Monschau. Es war alles vorbereitet für die Gründung einer Sekundarschule in Monschau zum Schuljahr 2012 - mit Roetgen und ohne die Gemeinde Simmerath, die ihrerseits mit der Gemeinde Hürtgenwald gemeinsame Sache bei der neuen Schulform machen wollte.

Doch gleichsam in letzter Minute könnte eine Initiative des Hürtgenwalder Bürgermeisters Axel Buch nun doch noch den „Eifeler Schulfrieden” herstellen und für Konsens unter allen beteiligten Eifelgemeinden sorgen. Es habe, so informierte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter Dienstagnachmittag noch vor Beginn der Schulausschusssitzung die Fraktionen, „am Montag sehr gute Gespräche” bei der Bezirksregierung gegeben, die nun auf die Gründung eines Zweckverbandes zur Bildung einer Sekundarschule hinauslaufen könnten.

Ähnlich den kommunenübergreifenden Zweckverbänden für die Förderschule Eicherscheid oder auch den Wasserverband Perlenbach, sollen darin die Stadt Monschau und die Gemeinden Simmerath, Roetgen und Hürtgenwald gemeinsam die Zukunft der weiterführenden Schulen in ihren Gemeinden gestalten.

Bis August 2012 nicht machbar

„Monschau ist sehr dankbar für die Initiative von Axel Buch und macht heute dazu den ersten Schritt seinerseits”, verwies Bürgermeisterin Margareta Ritter auf den geänderten Beschluss. Dieser sollte nämlich noch bis Montag auf die Gründung einer dreizügigen Sekundarschule mit Roetgen zum kommenden Schuljahr hinauslaufen. Schulausschuss und am Abend auch der Stadtrat beschlossen nun zwar auch die Gründung der neuen Schulform „Sekundarschule”, allerdings spätestens zum Schuljahr 2013, „um Zeit und Raum zu lassen für Verhandlungen mit den möglichen Kooperationspartnern”, so Ritter.

Offen blieben am Dienstag allerdings noch Details der möglichen künftigen „Sekundarschule Nordeifel”, so auch die Standortfrage, an der die ursprünglich geplante gemeinsame „Gemeinschaftsschule”, wie der Terminus da noch hieß, gescheitert war. Möglich seien zwei oder gar auch drei Standorte, so Ritter im Vorfeld, bei jedweder Lösung werde aber der Schulstandort Monschau erhalten, versicherte die Bürgermeisterin.

Aus diesem Grunde hatte der Schulausschuss am Dienstag in seiner Sitzung ebenfalls über die Planungen zum Neubau einer Mensa am Standort der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau zu beraten. Dort soll parallel zur Errichtung der Sekundarschule anstelle der Hausmeisterwohnung eine eingeschossige Mensa entstehen, in der im Ganztagsbetrieb 250 bis 300 Schülerinnen und Schüler täglich versorgt werden können.

Auch Planung und Bau dieser Mensa werden sich aber um ein Jahr nach hinten verschieben, sollte es zu einer Zweckverbandslösung und einem Start der Sekundarschule 2013 kommen.

Zustimmung ja, Euphorie nein

Im Schulausschuss fand der geänderte Beschluss zwar die Zustimmung der Fraktionen, in Euphorie mochte aber vor allem aufgrund der Verschiebung niemand verfallen. Die Verwaltung machte aber deutlich, dass ein Beginn der Sekundarschule noch zum kommenden Schuljahr „nicht machbar” sei, da dies bis 22. Dezember 2011 beantragt und im Entwurf durch die Aufsichtsbehörden in Aachen und Düren genehmigt werden müsse. „Das ist unrealistisch”, so Kämmerer Franz-Karl Boden.

„Der heutige Beschluss ist ein Signal an die Eltern, dass es weitergeht, wenn auch erst später in der neuen Form. Der Beschluss ist aber auch ein Signal an die Partner, es uns gleich zu tun und ihre Beschlüsse anzupassen”, meinte CDU-Sprecher Micha Kreitz.

Während auch Gregor Mathar bekundete, die SPD stehe hinter dem Beschluss, war Bernd Händler (Grüne) ein gewisses Unbehagen anzumerken: „Wir stimmen auch zu - was bleibt uns auch anders übrig? Schließlich war ein Konsens mit den Nachbarn immer unser Ziel. Ich kann mir nur momentan noch nicht vorstellen, wie das - im übrigen hervorragende - von den Schulleitern vorbereitete Konzept an drei Standorten funktionieren soll”, meinte Händler, hofft aber „inständig, dass wir jetzt jenen Konsens finden, den wir bis heute nicht gefunden haben”. Über die Debatte in Schulausschuss und Rat werden wir noch berichten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert