SEK-Einsatz: Waffen und Unmengen von Müll im Haus

Von: red/pol
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Spezialkräfte der Polizei nahmen den 30-Jährigen am Montagabend fest. Symbolfoto: dpa

Simmerath. Eine scharfe Pistole, der abgesägte Lauf eines Maschinengewehrs, scharfe Munition und eine Luftdruckwaffe: Das haben Polizeibeamte bei der Durchsuchung des Hauses eines Mannes in Lammersdorf gefunden.

Der 30-Jährige war am Montagabend überwältigt worden, nachdem er seine Freundin und Rettungskräfte bedroht hatte. Er sitzt seitdem in der Psychiatrie. Nach den Ereignissen vom Montag, die mit dem Einsatz von Spezialeinsatzkräften (SEK) der Polizei aus Düsseldorf endeten, veröffentlichte die Polizei der Städteregion am Donnerstag das Ergebnis der Wohnungsdurchsuchung.

Mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden hatten die Beamten die gefährlichen Waffen in den Räumen des Hauses gefunden, die von wahren Müllbergen verstopft waren. Insgesamt mussten sich die Einsatzkräfte durch 29 Räume in dem weitläufigen Anwesen arbeiten. „Lediglich zwei Räume waren bewohnbar“, heißt es. „Die anderen waren vollständig vermüllt.“

Bereits am Montag war im Haus eine Handgranate gefunden worden, die allerdings keinen funktionsfähigen Sprengstoff enthielt. Woher die Waffen und die Munition stammen, nach Polizeiangaben bislang nicht bekannt und soll nun ermittelt werden. Der 30-Jährige war nicht im Besitz einer Waffenberechtigung.

Der Mann hatte am Montagnachmittag seine Lebensgefährtin und Rettungskräfte bedroht, als diese ihn aufgrund einer ärztlich festgestellten Fremd- und Eigengefährdung in einem Krankenhaus unterbringen wollten. Auf seiner Facebookseite hatte er im Laufe des Nachmittags eine Art Abschiedsgruß veröffentlicht.

Er war bereits mehrfach wegen Aggressionsdelikten in Erscheinung getreten. Unmittelbar nach seiner Festnahme durch die SEK-Beamten wurde der Mann in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Er stand unter Einfluss von Alkohol und Drogen.

Wie die Polizei mitteilte, wurde das Ordnungsamt Simmerath für die weitergehende Maßnahmen eingeschaltet.

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