Seit mehr als 65 Jahren Ehrenamtler mit Leib und Seele

Von: mon
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Seit 1948 ist Hans Röseler fast ununterbrochen ehrenamtlich tätig. „Die Arbeit hat mich immer erfüllt“, sagt er. Foto: V. Monterey

Monschau. Seit dem Jahr 1948 ist Hans Röseler fast ununterbrochen ehrenamtlich tätig. Dabei bekleidete er 21 ehrenamtliche Tätigkeiten, ob schon als Kind als Messdiener, später, neben seinem Beruf beim Finanzamt Aachen oder anschließend neben seiner Tätigkeit als Verwaltungsangestellter im Maria-Hilf-Stift oder als Ruheständler.

Beweggründe waren immer der Spaß an der Sache selbst, das Miteinander und das Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen, egal ob für Groß oder Klein. Welche Arbeit hinter diesem unermüdlichen Engagement steckt, lässt sich nur erahnen.

Hans Röseler wurde 1940 in Iserlohn geboren. Mit sieben Jahren zog er mit seiner Familie nach Monschau. Mit seiner Mutter, gelernte Hauswirtschaftslehrerin, und dem Vater, KFZ-Schlosser, und seiner Schwester fand er hier seine neue Heimat, wo er auch später seine Ehefrau, die Klavierpädagogin Birgit Röseler, kennen und lieben lernte.

Seine erste Tätigkeit begann er als Messdiener. „Damals gab es für Kinder noch keine sportliche Betätigung, wie zum Beispiel Fußball“, erzählt Röseler. In den nachfolgenden Jahren begann er die jüngeren Kinder anzuleiten, so entstand der selbstkreierte Name „Obermessdiener“, berichtet Röseler weiter.

In den Jahren von 1966, „als der Jugendfußball aufkam“ bis 1996 begann er seine ehrenamtliche Tätigkeiten bei dem TuRa, erst als Betreuer und Übungsleiter, dann als Geschäftsführer der Jugendabteilung, dann, bis zum Jahre 2005 als Geschäftsführer in dem Verein mit über 600 Mitgliedern.

In den Jahren 1968 bis 1971 war er als Kassenwart bei dem städtischen Gesangsverein Montjoie von 1830 tätig, „den es leider schon lange nicht mehr gibt“. Dann, zwei Jahre später, übernahm er noch das Amt als Betreuer und Leiter von zwei- bis dreiwöchigen Ferienmaßnahmen für Jugendliche aus dem Dekanat Monschau im DJH, angeleitet von Pejo Weiss. Noch heute sollen die damaligen Kinder, heute selbst um die 60, von dieser Zeit schwärmen. Innerhalb dieser Jahre bekleidete er noch das Amt des Fußballschiedsrichters in den Fußballkreisen Monschau und Schleiden und war Linienrichter in der Landes- und Oberliga. „Dieses Amt wollte ich eigentlich gar nicht übernehmen“, gesteht Röseler, da aber Vereine Strafe zahlen sollten, wenn sie keinen Schiedsrichter stellten, übernahm er auch noch dieses Amt.

Ab 1983 wurde er Mitglied der Kreisjugendspruchkammern Monschau und Aachen als Beisitzer, zeitweise als Schriftführer. Das sei eine „anstrengende Zeit“ gewesen und er kam nicht selten erst weit nach Mitternacht nach Hause.

Ein Jahr später, im Jahr 1984 trat er dem Kirchenvorstand bei. Dieses Amt hatte er bis 1988 inne, dann wurde er, da ihm das Debattieren über Finanzen und Personal „zu trocken“ wurde bis 2001 Gemeinderatsmitglied. „Der Kirche stand ich immer nah, und der Glaube ist für mich etwas unantastbares“, sagt Röseler.

Von 1984 bis heute ist er Wanderführer im Eifelverein in der Ortsgruppe Monschau, denn das Wandern gehört seit eh und je neben der Fotografie, der riesigen Modelleisenbahn und seiner heimischen Krippe, zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Dazu gehörten auch Wanderungen und Radwanderungen im Ausland, die er betreute, sei es auf Mallorca, Kreta oder in Irland. „Das war eine tolle Zeit.“

Im Jahr 1987 wurde er von dem damaligen Vorsitzenden Pejo Weiss gebeten, darüber hinaus das Amt des Naturschutzwarts zu übernehmen, „das war für mich eine große Herausforderung“. Pejo Weiss, der damals auch die Auslandsführungen ins Leben gerufen hatte sei für ihn immer „Vorbild und Bezugsperson“ gewesen, sagt Röseler. Sie wurden „richtig gute Freunde“.

Ab 1989 bekleidete er noch das Amt des Pfarrjugendausschusses und wurde ab 1994 Lektor in der Pfarrei Monschau. Ab dem Jahr 2006 wurde er Geschäftsführer der Ortsgruppe Monschau im Eifelverein, der ältesten Ortsgruppe in Deutschland, noch älter als der Hauptverein selbst, schlicht, weil sich sonst niemand anderes dazu bereit erklärt hatte. Die Betreuung und Pflege des 18 Kilometer langen Jahrhundertweges und des Stadtrundganges gehörte ebenfalls dazu. Damit war er bis 2014 insgesamt 27 Jahre lang im Vorstand des Eifelvereins tätig, wofür er die goldene Verdienstnadel des Hauptvereins und die silberne Treuenadel von der Ortsgruppe Monschauer verliehen bekam. Darüber hinaus wurde er für die 55-jährige Mitgliedschaft bei der TuRa Monschau geehrt.

Allein diese wichtigsten aufgezählten ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Röseler, meist still im Hintergrund ausgeübt hat, zeigen die Freude an der Sache. „Die Arbeit hat mich immer erfüllt, insbesondere die Arbeit mit Kindern“, sagt Röseler.

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