Seit 60 Jahren Mitglied in der SPD

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Hans Lennartz wurde für 60 Jahre äußerst aktives und erfolgreiches Wirken in der SPD geehrt. Foto: Günther Sander

Roetgen. Hans Lennartz hält seit 60 Jahren den Sozialdemokraten die Treue und wurde bei der Mitgliederversammlung der SPD Roetgen besonders geehrt. Der „Mann für alle Fälle“ genoss den denkwürdigen Abend und hatte viel aus der guten, alten Zeit zu erzählen. „Ich habe in den 1960er Jahren die SPD hier auf 100 gebracht“, sagte er stolz.

Zusammen mit seinem Vater sei man „ein gutes Team“ gewesen. Hans Lennartz ist in Roetgen ein SPD-Urgestein. Er hatte sein Parteibuch dabei, in dem schwarz auf weiß das Eintrittsdatum nachzulesen ist: 1. Februar 1957. Darin befindet sich auch eine Widmung des damaligen Spitzenpolitikers Fritz Erler. Für den erst 24-jährigen Roetgener eine tolle Geschichte.

„Das war zu der Zeit in der Eifel nicht ganz einfach“, erinnert sich Lennartz. Vater Jean Lennartz hatte 1955 als einer der Mitgründer des SPD-Ortsvereins den Vorsitz übernommen. Die Ära Lennartz setzte Sohn Hans 1964 fort, als er den Roetgenern Genossen bis 1972 vorstand. 1964 zog Hans Lennartz in den Gemeinderat ein und übernahm das Amt des Sprechers. Bei der Zusammenlegung der Ortsvereine Roetgen und Zweifall 1969 wurde er Ortsvorsitzender.

Im gleichen Jahr gewann Lennartz bei den Kreistagswahlen ein Direktmandat im Altkreis Monschau und war Fraktionssprecher bis 1971. Aus beruflichen Gründen verzichtete er auf eine erneute Kandidatur für den Gemeinderat. Neben der SPD galt sein großes Engagement auch der Arbeiterwohlfahrt. 1993 wurde Hans Lennartz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die Vita des Urgesteins, von der Vorsitzenden Janine Köster vorgetragen, liest sich wie eine einzige Erfolgsgeschichte. „Als ich eintrat, war Erich Ollenhauer SPD-Vorsitzender in der Bundesrepublik Deutschland“, erinnert sich Hans Lennartz noch gut.

Sportlich war „der Hans“ auch auf dem Posten, beim TV Roetgen hütete er als Handballer bis zur Oberliga das Tor.

Janine Köster, Unterbezirksvorsitzender Martin Peters und Bundestagskandidatin Claudia Moll ließen es sich nicht nehmen, diesen „verdienstvollen Mann“ und überzeugten Sozialdemokraten mit Ehrenurkunde und Nadel auszuzeichnen. Einen Blumenstrauß für seine Frau gab es auch noch dazu.

Hans Lennartz genoss den Abend, bedankte sich und sagte spontan: „Ich geh‘ jetzt mal!“ Starker Beifall brauste auf, die SPD verabschiedete ihn mit Lob und Dank.

Das Parteibuch hatte Lennartz zuvor wieder fein säuberlich verpackt und eingesteckt.

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