Seit 150 Jahren treu zur Mutter Gottes

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
Das Team des Pfarrarchivs Roet
Das Team des Pfarrarchivs Roetgen hat mit der Präsentation der Heimbacher Wallfahrtsgeschichte gute Arbeit geleistet. Foto: Günther Sander

Roetgen. 150 Jahre Wallfahrt nach Heimbach, 150 Jahre getreu dem Motto „Soweit die Füße tragen” auf Schusters Rappen unterwegs. In dieser Zeit ist nicht nur einiges an Kilometern zusammen gekommen, auch manches Paar Wanderschuhe wurde verschlissen und zahlreiche Blasen an den Füßen mussten behandelt werden.

Am 7. Juli 1861, am Sonntag Maria Heimsuchung, schnürten die Pilger der Pfarre St. Hubertus Roetgen erstmals die Wanderstiefel, um in Heimbach das Gnadenbild der schmerzhaften Mutter aufzusuchen.

Den Anstoß dazu gab der damalige prozessionsfreundliche Pfarrer Fischer, er schaffte es, dass sich regelmäßig in den Jahren danach eine Wallfahrtprozession nach Heimbach auf den Weg machte.

Das Team des Roetgener Pfarrarchivs (Christa Huppertz, Werner Kreitz, Alfons Rex und Rolf Hilgers) berichtet heute, dass dieses Pilgerunternehmen allgemein in der Gemeinde eine große Resonanz zu verzeichnen hatte, waren es doch im ersten Jahr schon bis zu 200 Personen, die dabei sein wollten.

In den folgenden Jahren habe der damalige Lehrer von der Lohe einen Gesangschor gebildet, der unter der Leitung von Lehrer Grefing in Heimbach ob des vortrefflichen Gesang für Furore und Bewunderung sorgte.

Das Archivteam lässt weiter wissen, dass eine Chronik über die Wallfahrten nicht existiere, lediglich nur Hinweise, wie unter anderem in der Chronik von Hermann Josef Cosler, der im Lexikon seiner Niederschriften Aufzeichnungen unter dem Stichwort „Prozessionen” geschrieben habe.

150 Jahre Wallfahrt Roetgen - Heimbach nahm das Archivteam jetzt zum Anlass, eine Fotoausstellung zu arrangieren, die noch bis zum 6. November in der Pfarrkirche St. Hubertus besichtigt werden kann. Geschichtliches, Interessantes und Amüsantes dokumentieren die etwa 110 meist großformatigen Fotos, die einzelnen Gruppen enthalten Fotos und Dokumente zu Mariawald, Heimbach, die Entwicklung der Pfarre und zudem einen Blick auf die Nachbarpfarre St. Antonius Rott. An den jährlichen Prozessionen, seit 2004 von Otmar Hilgers organisiert und geleitet, beteiligen sich immerhin noch rund 50 Personen.

Am Sonntagvormittag nach dem Gottesdienst gab Alfons Rex eine Einführung über Idee, Sinn und Zweck der Foto-Präsentation, die Musikergruppe, die jedes Jahr die Wallfahrten begleitet, wartete zum Schluss mit Marienliedern auf. Danach gab es viel Lob für das Pfarrarchivteam, das eine hervorragende und sehenswerte Fotoschau auf die Beine gestellt habe.

Fotos und Dokumente werden noch gesucht

Das Pfarrarchivteam der Pfarre St. Hubert Roetgen möchte den Heimbachpilgern mit der Ausstellung zur 150. Wiederkehr der ersten Pfarrprozession und der 65. Wiederkehr nach dem Kriege, einem stolzen Jubiläum also, ein kleines Geburtstagsgeschenk machen. Die Fotos sind Reproduktionen der Leihgaben von Pfarrangehörigen. Besonderer Dank gilt Matthias Thissen, aus dessen Wallfahrtszeit seit 1946, festgehalten in einem Pilgeralbum, ein großer Schatz an Bildern und Daten stammt.

Bilder wollen gesehen und gelesen werden, sie haben viel zu erzählen und sind oft noch beredter als Worte, bilanziert das Archivteam und bittet die Bürger, eigene Fotos, die einen kleinen Schatz darstellen, in ein Archiv und irgendwann in eine Ausstellung zu geben.

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