Sehenswerte Dauerausstellung: Das Hohe Venn mit allen Sinnen erleben

Von: P. St.
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Auch die Venn-Kreuze spielen in der Dauer-Ausstellung eine wichtige Rolle.

Nordeifel. Mitten im Hohen Venn, nur einen Kilometer entfernt von der höchsten Erhebung Belgiens, liegt das Naturparkzentrum Botrange an der Straße zwischen Eupen und Sourbrodt. Umgeben ist das Zentrum von einer einzigartigen Landschaft.

Das Zentrum setzt sich ein für die Erhaltung und Förderung des außergewöhnlichen Naturerbes und wird bei diesen Bemühungen von der Verwaltungskommission des Naturparks unterstützt.

Die Hauptaufgaben des Zentrums bestehen in der Förderung des sanften Tourismus. Dies bedeutet, Naturschutz und Entwicklung von touristischen Infrastrukturen in Einklang zu bringen.

Auf diese Weise ist eine Vielzahl von Aktivitätsangeboten entstanden, die auf konkreten Themen wie Wasser, oder Tier- und Pflanzenwelt basieren. Das Naturparkzentrum verfolgt durch dieses Angebot einen Leitfaden, der darin besteht, dem Besucher auf sowohl spielerische als auch lehrreiche Weise die Entdeckung der Naturschätze der Region zu ermöglichen und ihn gleichzeitig für die Erhaltung dieses Lebensraumes zu sensibilisieren.

Diese Form der Information gelingt besonders gut in der Dauer-Ausstellung „Fania“, die das Hohe Venn in all seinen Facetten ebenso phantasievoll wie informativ näherbringt. Ein Besuch dieser Ausstellung allein ist eine Reise wert.

Ein Holzsteg, der dem Wanderer im Hohen Venn bereits hinreichend bekannt sein dürfte, dient als roter Faden der Ausstellung.

Er führt durch die verschiedenen Themen der Ausstellung. Ein Multimedia-Raum vermittelt leicht verständlich Informationen, ehe sich der nächste Bereich dem Klima und der Geologie des Venns widmet.

Geboten wird ein Blick in die natürlichen Landschaften, wie sie vor Erscheinen des Menschen existierten. Hier machte der Besucher dann auch Bekanntschaft mit dem inzwischen berüchtigten Birkhuhn und seinem leidenschaftlichen Balztanz.

Die Geschichte des Menschen und sein Einfluss auf die Landschaft werden ebenso dargestellt, abgerundet durch einen Film über den Torfabbau.

Im Bereich, der die altüberlieferten Agrarpraktiken und die alten Berufe der Region zum Thema hat, erfährt der Besucher Wissenswertes über Heidelandschaften, Heidekraut und Heidelbeere.

Barfuß den Boden erkunden

Die Forstwirtschaft und die Arbeit der Förster sind weitere Themen der Ausstellung wie auch der Schutz und die Renaturierung der Moore. Eine Beobachtungsplattform ermöglicht es, den Flug der Kraniche und anderer Zugvögel des Venn-Himmels zu verfolgen.

Der Sinnestunnel schließlich versetzt den Besucher in eine mystische Venn-Stimmung. Mit nackten Füßen geht es über die unterschiedlichen Bodentypen.

Man hört die Geräusche der Nacht, Vogelgesänge am Morgen, schlüpft in einen Fuchsbau oder ein aus Ästen gefertigtes Eichhörnchennest. Der Besuch der Ausstellung im Naturparkzentrum Botrange kostet für Erwachsene sechs Euro, Kinder zahlen drei Euro; die Filmvorführung kostet noch einen Euro extra.

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