Höfen - Sechs Monschauer Kirchenchöre glänzen bei der Pflicht und Kür

Sechs Monschauer Kirchenchöre glänzen bei der Pflicht und Kür

Von: Günther Sander
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„Wo Menschen sich vergessen“, sang der Höfener Kirchenchor, Leitung Boguslawa Reale-Rohde, im Gottesdienst zum Zwischengesang. Foto: Günther Sander

Höfen. Ob in der Pfarrkirche St. Michael beim Gottesdienst oder beim Treffen in der Höfener Vereinshalle, ob bei der Pflicht oder der Kür, ein Hauch von Musik lag in der Luft. Geistliche, sakrale und weltliche Werke wechselten in bunter Folge, ließen das Chortreffen der GdG Monschau zu einem musikalischen Erlebnis werden.

Gastgeber war diesmal der Kirchenchor St. Cäcilia der Pfarre St. Michael, Höfen, mit seiner Vorsitzenden Roswitha Schmiddem. Im Vorfeld des Cäcilienfestes (am 22. November), der Schutzpatronin der Kirchenchöre und -musik, ließen sechs Kirchenchöre der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Monschau mit über 100 Sängerinnen und Sänger aus Konzen, Kalterherberg, Monschau, Mützenich, Rohren, Imgenbroich und Höfen diesen Samstag zu einem Schmankerl der besonderen Art werden. Zunächst während der heiligen Messe, im Anschluss daran in der Vereinshalle.

„Imgenbroich, als siebter Chor der GdG, kann leider zur Zeit wegen zu weniger Sänger nicht auftreten“, bedauerte Roswitha Schmiddem gegenüber unserer Zeitung. Erfreulich aber, einige der sangesfreudigen Imgenbroicher haben beim Konzener Kirchenchor eine neue Heimat gefunden. Aus den früheren Dekanatstreffen (die gibt es im Bistum nicht mehr) sei das Chortreffen entstanden.

Festlich, musikalisch umrahmt der Gottesdienst, zelebriert von Professor Dr. Dr. Heino Sonnemans (er feierte erst kürzlich das goldene Priesterjubiläum), an der Orgel wirkte Heinrich Offele mit. Zur gesanglichen Gestaltung lieferte jeder Kirchenchor seinen eigenen Beitrag. Die Einstimmung vor der heiligen Messe besorgte der Kirchenchor St. Peter und Pankratius Konzen (Leitung Helmut David) mit „Gegrüßet seist du Maria“ und „Heilige Mutter“, ehe das „Lobe den Herren“ beim Einzug von den Gläubigen gesungen wurde. Zum Kyrie ließ der Gesangverein Cäcilia, Kalterherberg (Leitung Helmut David), das „Kyrie“ aus der „Deutschen Messe“ von Hoeß erklingen. „Von ganzem Herzen“ wurde zum Gloria vom Kirchenchor St. Cornelius, Rohren (Leitung Annelie König) zu Gehör gebracht. Den Zwischengesang nach der ersten und zweiten Lesung gestaltete der Kirchenchor St. Michael, Höfen (Leitung Boguslawa Reale-Rohde) mit „Wo Menschen sich vergessen.“

„O Herr, nimm die Gaben an“, ertönte vom Konzener Klangkörper zur Gabenbereitung und der Kirchenchor St. Marien, Monschau (Leitung Uwe Gäb), nahm sich des Gesangs zum Sanctus an. „Frieden“, von G. Fischer/P.Heck, war passend zur Danksagung zu hören, mit dem der Kirchenchor St. Bartholomäus, Mützenich (Leitung Helmut David) den Gottesdienst abrundete.

Schlusslied aus vielen Kehlen

Das Schlusslied erklang aus vielen Kehlen, gemeinsam glänzten die sechs Chöre mit „Singt Halleluja“ (nach Psalm 117) unter der Leitung von Boguslawa Reale-Rohde. Starker Beifall war allen engagierten Mitwirkenden gewiss. Zelebrant Dr. Heino Sonnemans bedankte sich bei den Chören für ihre Mitgestaltung.

Das Chortreffen fand im Vereinsheim seine Fortsetzung mit der Kür, zu der jeder Chor eigene Beiträge auserwählt hatte und vortrug. Beim geselligen Treffen mit einem kleinen Imbiss kamen alle Chöre erneut mit Gesang zur Geltung. Roswitha Schmiddem freute sich bei der Begrüßung über das zahlreiche Erscheinen und wünschte viel Vergnügen. Der gastgebende Chor aus Höfen brillierte gleich zweimal zum Auftakt, so mit „Welcome“ aus dem Musical „Cabaret“ und „Melodie meines Lebens.“

Die Palette der Vorträge reichte dann von heiter bis modern und volkstümlich. Das bewies der Chor aus Kalterherberg mit „Im Krug zum grünen Kranze“, einem Liederpotpourri, während St. Cornelius aus Rohren „Wunderland“ und „Lieder sind die besten Freunde“ sich auserkoren hatte. Hervorragend das Konzener Ensemble, denn „Die Rose“, „Der Spielmann“ und ganz besonders aus der Oper „Schwarzer Peter“ von Norbert Schultze das Duett der Königskinder „Ach, ich hab’ in meinem Herzen da drinnen einen wundersamen Schmerz“. Ein Glanzstück des unvergessenen Tenors Rudolf Schock, das auch in Höfen Wirkung zeigte.

Heiterer hingegen gab sich Elisabeth Schmiddem, die mit einem Sketch die Lacher auf ihrer Seite hatte. Wie üblich, fehlten bei so einem Treffen auch einige Grußworte nicht.

Die „zweite Halbzeit“ des Chorfestivals begann mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Singen macht Spaß.“ In modernem Stil singend, kam der Monschauer Kirchenchor daher. Den „Abend am Meer“ besangen die Mützenicher, ebenso „Lausche Herz, die Sterne singen“. Großartig die Kooperation der beiden Chöre aus Mützenich und Kalterherberg beim gemeinsamen Auftritt mit „Der Freundschaft Band.“ Schöne Stimmen, wohlklingend, gekonnt interpretiert, verdienter Beifall ließ nicht auf sich warten.

Das Finale besorgte der Höfener Chor mit „Gott, sei mit uns bis zum Wiederseh’n“. Da gab es wohlwollenden Applaus für herrlichen Chorgesang, und eines war gewiss: Das nächste Chortreffen kommt ganz bestimmt.

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