Science-Fiction-Roman: Hintergründige Zeitreise am Dreiländereck

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Corinna Griesbach mit Steam-Punk-Fan Jürgen R. Lautner: Auf der Science-Fiction-Messe „EuroCon“ in Dortmund stellte die Monschauer Autorin ihr Buch bei einer Lesung erstmals direkt dem Publikum vor. Foto: Harald Egerland

Monschau. Corinna Griesbach, Herausgeberin der Monschauer Literaturzeitschrift Haller und Autorin zahlreicher Kurzgeschichten, legt diesen Sommer ihren ersten Science Fiction-Roman vor, in dessen Mittelpunkt eine Zeitreise steht.

In dem Roman reist H’Thüsos Maisyn aus der Zukunft durch Zeit und Raum und findet sich in einer deutschen Stadt wieder, die sich für Aachener unschwer als ihre Heimatstadt erkennen lässt.So erlebt der Zeitreisende eine Begegnung mit dem beliebten Streuengelchen aus dem Rosviertel, die ihn sehr verwirrt, weil er mit unseren heutigen Brauchtumstraditionen nicht mehr vertraut ist. Ufo-Liebhabern bringt die Zeitreise-Story durch Aachen ein Wiedersehen mit einem inzwischen geschlossenen Laden in der Innenstadt, in dem einst unter anderem Ufo-Devotionalien angeboten wurden.

Der Zeitreisende auf seiner Suche nach „einer mittelmäßigen Frau“ verirrt sich an sonderbare Orte und verliert sein Herz an Menschen, die ihn nicht verstehen. Dabei führt ihn sein Weg auch ins Dreiländereck, wo ihm ein Guru begegnet. Er findet schließlich Catrin, die leider nicht so „mittelmäßig“ ist, wie er es sich erhofft – im Gegenteil, sie ist ein ganz besonderes Mädchen. Ist sie trotzdem die zukünftige Retterin der letzten Menschen? Der Zeitreisende Maisyn unterzieht Catrin in langen Gesprächen einer Prüfung, um herauszufinden, ob sie die Richtige ist, um sich mit Leib und Leben der Zukunft seiner eigenen Welt zu opfern. Wird sie ihm folgen? In einem Strudel aus Hoffnung und Verzweiflung versucht Maisyn, in einer untergehenden Welt die richtige Entscheidung zu treffen.

Corinna Griesbach hat das Manuskript zum Roman schon 2006 in einer ersten Fassung geschrieben. Die Autorin: „Im vergangenen Jahr habe ich den gesamten Text noch einmal komplett überarbeitet und dem renommierten Verlag für Science-Fiction- und Fantasy-Literatur in Murnau angeboten.“ Die Arbeit hat sich gelohnt. Im Verlag „p.machinery“, der auch die Texte des Deutschen Science-Fiction-Clubs herausgibt, ist das Buch mit dem Titel „Das Prinzip der Mittelmäßigkeit“ jetzt erschienen.

Auf der „EuroCon“, der europäischen Science-Fiction-Messe in Dortmund, konnte die Autorin ihr Buch im Juni dem interessierten Publikum in einer Lesung vorstellen. Corinna Griesbach: „Das Buch bei der ersten Lesung sofort Lesern vorzustellen, die ein besonderes Interesse an Science-Fiction haben, war schon aufregend. Außerdem habe ich viele Leute kennengelernt, die zum Teil noch verrücktere Sachen machen, als einfach nur ein Buch über einen Zeitreisenden zu schreiben, den es unter anderem ins Dreiländereck verschlägt.“ So hatte die Autorin die Gelegenheit, sich unter anderem mit Steam-Punk-Fan Jürgen R. Lautner auszutauschen.

Auf die Frage, ob die Welt im Roman letztlich gerettet werden kann, antwortet Corinna Griesbach: „Dazu sage ich weder ja noch nein; aber soviel: Eine Reise in die Zukunft, in der die Menschheit in ihrer Entwicklung noch einmal weit zurückgeworfen ist, steht Maisyn und Catrin auf jeden Fall bevor.“

„Das Prinzip der Mittelmäßigkeit“ ist ein Social-Fiction-Roman, der einen starken Bezug zu realen Problemen unserer Zeit hat. Gleichzeitig ist die Geschichte ein reines Fantasie-Produkt, dessen Ideenreichtum auch durch das ungewöhnliche Cover illustriert wird.

Der international renommierte Grafiker und Buchgestalter Thomas Franke, der Bücher von Stanislaw Lem, Philip K. Dick sowie Arkadi und Boris Strugatzki illustriert hat, stellte ein Bild der Titanenwurz in den Mittelpunkt des Covers – eine seltenen Pflanze, die im Roman eine Rolle spielt. Ungewöhnlich für das Sujet des Romans ist das liebevoll gestaltete Front-ispitz, das sich beim Öffnen des Buches herausklappen lässt und eine weitere Illustration enthält.

Das Buch ist im Buchhandel und direkt beim Verlag (E-Mail: michael@haitel.de) sowie bei der Autorin (E-Mail: info@literaturzeitschrift-haller.de) erhältlich.

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