Schwimmhalle Simmerath: Statiker sprechen das Todesurteil

Von: P. St.
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Simmerath / Schwimmhalle
Und plötzlich ist dieses Bild Geschichte: In der Schwimmhalle Simmerath wird wohl der Stöpsel rausgezogen. Foto: Geschichte: In der Schwimmhalle Simmerath wird wohl der Stöpsel rausgezogen.

Simmerath. In der Schwimmhalle Simmerath wird kein Schwimmer je mehr seine Bahnen ziehen: Das Ende des gut 45 Jahre alten Gebäudes ist endgültig besiegelt. Nach dem Ergebnis von Betonkern-Untersuchungen in dieser Woche waren die Statiker zu dem Urteil gekommen, dass eine weitere Standsicherheit nicht mehr garantiert werden kann.

Aufgrund dieser ernüchternden Erkenntnis möchte auch die Gemeinde Simmerath nicht weiter die Verantwortung übernehmen. Daher habe man sich bedauerlicherweise dazu entschließen müssen, die Schwimmhalle auf Dauer zu schließen, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns am Donnerstagnachmittag mit. „Dieses Risiko kann die Gemeinde nicht eingehen.”

Nach Absprache mit den fünf Fraktionsvorsitzenden werde auch keine Sanierung der Halle mehr an diesem Standort ins Auge gefasst. Weitere Abstützungsmaßnahmen im Keller des Gebäudes, die einen Weiterbetrieb für wenige Wochen ermöglichten, hätten mindestens 70.000 Euro gekostet. Hermanns: „Das ist nicht zielführend.”

Das Gruppen- und Vereinsschwimmen will die Gemeinde nun kurzfristig im Lehrschwimmbecken Lammersdorf im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten ermöglichen wie auch öffentliche Badestunden einrichten. Diese Regelung wird ab Samstag, 8. Mai, gelten. Solarium und Turnhalle der Josef-Jansen-Sportstätte bleiben weiterhin geöffnet; möglicherweise aber werden die Öffnungszeiten geändert. Für Fragen können sich die Bürger an Ernst Breuer vom Sportamt der Gemeinde wenden (Tel. 02473 607139).

Karl-Heinz Hermanns möchte nun, auch im Gespräch mit dem Regierungspräsidenten, „intensiv nach Alternativen suchen.” Sollte man in Simmerath eine neue Schwimmhalle bauen, dann fokussiere sich der Blick auf den bereits ins Gespräch gebrachten neuen Standort an der Hauptschule.

SPD bedauert „Alleingang”

Auf der Grundlage dieser neuen Fakten ließ der Simmerather SPD-Fraktionsvorsitzende Gregor Harzheim wissen, dass nun umso mehr die jüngste Äußerung von RP Hans-Peter Lindlar an Gewicht gewinne, dass die Überlegungen für eine neue Schwimmhalle an ein gemeinsames Schulkonzept der Nachbarkommunen Monschau und Simmerath geknüpft werden müssten.

Harzheim bedauert ausdrücklich den „Monschauer Alleingang”, das Vennbad zu sanieren und findet, dass eine gemeinsame Konzept- und Standortplanung für ein gemeinsames Schwimmbad nun „neu diskutiert” werden müsse. Eine gemeinsame Schwimmhalle stelle sich von den Folgekosten mit Sicherheit günstiger dar. Daher müsse man „genau prüfen, ob man in Monschau wirklich nicht mehr zurück kann”.
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