Schwimmbad: IG glaubt weiter an Gemeinsamkeit

Von: P. St.
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Statt der Sanierung des Monschauer Vennbades (im Hintergrund) sieht die IG Schwimmbad Nordeifel mehr Zukunftsfähigkeit in einem gemeinsamen Projekt: von li: Christoph Merten, Kristina Merten, Manfred Albracht, Mareike Mir und Ingo Braun. Foto: P. Stollenwerk

Monschau/Simmerath. „Seit drei Wochen befassen wir uns jetzt mit dem Thema Schwimmbad, und es stellen sich immer mehr Fragen”, sagt Kristina Merten von der „Interessengemeinschaft Schwimmbad.” Die in Imgenbroich entstandene IG möchte daher auch ihre Aktivitäten fortsetzen, nachdem eine Bürgerversammlung am 25. Mai in Konzen auf beachtliche Resonanz stieß.

Inzwischen haben rund 50 Bürger aus der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath per Unterschrift ihre Unterstützung zugesagt. Die Verantwortlichen der IG sind aber überzeugt davon, dass eine wesentlich größere Anzahl von Bürgern ihre Ziele mitträgt: Dieses Ziel lautet nach wie vor, die Nachbarkommunen Monschau und Simmerath zu bewegen, ein gemeinsames Schwimmbad zu bauen. „Uns geht es um die bestmögliche Lösung für beide Kommunen”, betont Kristina Merten, die Wert auf die Feststellung legt, dass die IG frei von jeder Parteipolitik agiere.

Nun geht die IG, die sich jetzt „Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel” nennt, erneut in die Offensive und lädt am kommenden Mittwoch, 9. Juni, zu einem Bürgertreffen nach Simmerath ein.

Da derzeit aufgrund von Bauschäden bekanntlich das Vennbad Monschau wie auch die Schwimmhalle Simmerath geschlossen sind, bringt die IG ihr Ansinnen auf den Punkt: Nun biete sich die Chance, ein gemeinsames Schwimmbad zu errichten, das sowohl den Anforderungen der Schulen und Vereine gerecht werde wie auch den Wünschen der Bürger und Urlauber nach Freizeiteinrichtungen.

Unüberwindbare Hindernisse?

Seitens der IG fragt man sich, ob unüberwindbare Hindernisse vorliegen, die beide Kommunen davon abhalten, ein gemeinsames Schwimmbadprojekt zu planen und damit auch gemeinsam die Bau- und Folgekosten zu tragen: „Uns geht es um die bestmögliche Lösung für beide Kommunen.” Nur eine Lösung, die von den Bürgern getragen werde, könne der richtige Weg sein, schreibt die IG in ihrer Einladung zum Bürgertreffen.

Das bevorstehende Treffen in Simmerath soll nun ein Forum für Ideen bieten, wie man einem gemeinsamen Projekt zur Durchsetzungsfähigkeit verhelfen kann.

Wohl wisse man, dass die Planungen für die Kernsanierung des Monschauer Vennbades per Ratsbeschluss bereits auf den Weg gebracht worden sei, „aber es ist möglich und nicht unüblich, einen Ratsbeschluss zu kippen”, unterstreicht Manfred Albracht von der IG.

Ingo Braun von der Schwimmabteilung der Hansa Simmerath hält es für dringend geboten, einen Fachmann für Bäder mit der Planung zu beauftragen und eine belastbare Kostenrechnung aufzustellen.

Von verschiedenen Seiten wurde in Zusammenhang mit der Schwimmbad-Debatte bereits das Parkbad in Wassenberg als Beispiel für ein attraktives und preislich interessantes Bad in die Debatte geworfen, wobei allerdings unterschiedliche Zahlen genannt wurden. Der IG Schwimmbad liegt nun seitens des Stadtbetriebs Wassenberg eine detaillierte Aufstellung vor. Darin rechnet der stellvertretende Vorstand Jürgen Oeben vor, dass das Parkbad (unter anderem mit 25 Meter-Bahnen, Großrutsche, Außenbecken, Gastronomie etc.) 4,75 Millionen Euro (netto) gekostet habe. Darin enthalten seien Stellplätze und Außenliegefläche, Erschließung und Baunebenkosten, nicht aber der Grundstückserwerb.

Nach Meinung von Christoph Merten von der IG stelle sich vor diesem Hintergrund in der Tat die Frage, ob das mit sechs Millionen Euro Kosten veranschlagte Schwimmbad für Monschau der Weisheit letzter Schluss sei.

Daher sei es um so wichtiger, dass der bei der Bürgerversammlung erzielt Kompromiss, dass die beiden Kommunen die Zeit bis zum geplanten Baubeginn in Monschau im September zu Gesprächen über die Möglichkeiten eines gemeinsamen Projektes nutzen sollten, auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werde.

Ferner setzt die IG auf eine gute Kooperation mit der Stadt Monschau, nachdem Bürgermeisterin Margareta Ritter bei der Bürgerversammlung in Konzen der IG angeboten hatte, Einblick in die Unterlagen zur Schwimmbadplanung nehmen zu können. Die Bürgermeisterin hat die IG um Konkretisierung ihres Antrages gebeten, die daraufhin einen umfangreichen Fragenkatalog nachgeschoben hat.

Am kommenden Dienstag werden im Strukturausschuss der Gemeinde Simmerath auch erstmals öffentlich Planungen für ein neues Schwimmbad in Simmerath vorgestellt. Bei der Tags darauf stattfindenden zweiten Veranstaltung der IG Schwimmbad Nordeifel dürfte es also nicht an Gesprächsstoff fehlen.
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