Simmerath - Schweres Gerät zerlegt die Sportstätte

Schweres Gerät zerlegt die Sportstätte

Von: P. St.
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Besuch vom Bagger: Die Tage der Josef-Jansen-Sportstätte in Simmerath sind gezählt. In dieser Woche wurde mit den Abrissarbeiten des Gebäudekomplexes begonnen. Foto: P. Stollenwerk
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So sieht sie wenige Stunden vor ihrem Abriss aus – die alte Schwimmhalle in Simmerath. Für viele Jahrzehnte war das Hallenbad ein vertrauter Anblick.
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Noch schnell ein Blick in die ausgeräumte Sporthalle. Turnen, Ju-Jutsu und Tischtennis mussten längst das Feld räumen.

Simmerath. Schweres Gerät ist seit Anfang der Woche an der Simmerather Josef-Jansen-Sportstätte im Einsatz. Gleich von zwei Seiten bearbeiten Abrissbagger den Gebäudekomplex an der Sportplatzstraße. In wenigen Tagen werden Turn- und Schwimmhalle dem Erdboden gleich gemacht sein.

Während auf dem benachbarten Sportplatzgelände seit Tagen bereits die Minensucher aktiv sind, zerfällt die Sportstätte, die 1977 den Namen des Simmerather Ehrenbürgers Josef Jansen erhielt, in ihre Einzelteile.

Kurz vor Erreichen ihres 50-jährigen Bestehens ist das Ende der Josef-Jansen-Sportstätte eingeläutet worden. Jetzt wo die Mauern einstürzen, werden bestimmt einige Simmerather, besonders wenn sie sich der Hansa-Gemeinschaft 21 verbunden fühlen, mit Wehmut das Ende der Sportstätte begleiten. Das Bild an dieser Stelle im Zentralort wird sich massiv verändern.

Knapp drei Wochen lang ist das Gebäude entkernt worden; der Abriss selbst soll in einer Woche passiert sein. Das Abrissmaterial bleibt wie berichtet vor Ort liegen und wird umgehend vom zuständigen Unternehmen recycelt.

Die Zerkleinerung des Materials, das später wieder für den Straßenunterbaubau im neuen Wohngebiet Sportplatz verwendet wird, soll etwa zwei Tage dauern, berichtet Günter Kaulen von der Strukturabteilung der Gemeinde Simmerath.

Nachdem Ende April 2010 die Schwimmhalle wegen statischer Mängel dauerhaft geschlossen wurde und eine Sanierung nicht mehr in Betracht kam, schlug die Gemeinde einen anderen Weg ein. Die Überlegungen gingen dahin, Schwimm- und Turnhalle abzureißen und das komplette Gelände in Bauland umzuwandeln.

Durch dieses Modell konnte die neue Simmerather Schwimmhalle an der Hauptschule finanziert werden, die Anfang November 2012 eröffnet wurde. Mit dem Neubau eines Kunstrasenplatzes neben der Schwimmhalle soll in Kürze begonnen werden. Dann werden auch die Fußballer nach der Schwimmabteilung eine neue Heimat gefunden haben.

Mitte Mai will der Simmerather Planungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan Sportplatz beschließen. Anschließend kann die Gemeinde dann in die konkrete Vermarktung einsteigen. 50 Wohnparzellen stehen zur Verfügung.

Die Nachfrage nach Grundstücken in diesem ebenso natur- wie ortsnahen Gebiet ist laut Günter Kaulen recht groß: „Es gibt eine vielversprechende Liste von Interessenten“.

Als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des neuen Kunstrasensportplatzes wurde auf Initiative des CDU-Ortsverbandes Simmerath für die jungen Hansa-Kicker ein Holzhaus am Ausweichsportplatz errichtet. Selbstverständlich wird das Haus an neuer Stelle wieder aufgebaut.

Gesponsert wurde das Holzhaus von den Firmen Simmerather Recycling und Simmerather Landschaftsbau. Errichtet wurde das Haus von den Vorstandsmitgliedern der CDU Simmerath mit Unterstützung der Hansa-Mitglieder Dieter Müller und Houssein El-Mozayen. Für die Bewirtung sorgte das Hansa-Vorstandsmitglied Petra Motter.

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