Schweinegrippe ist in der Eifel noch kein Problem

Von: Ernst Schneiders
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Schweinegrippe
Die Schweinegrippe greift auch in NRW immer mehr um sich. In Düren bereiten sich Stadtwerke, DKB und Verwaltung daher auf die Neue Influenza vor. Damit auch im Falle einer Pandemie Strom und Wasser weiter fließen und das Leben in Stadt und Kreis aufrecht erhalten werden kann. Foto: ddp

Nordeifel. Die Hälfte der Sommerferien ist rum. Viele sind schon wieder aus dem Urlaub zurück, von der Costa Brava oder aus Mallorca. Die iberische Halbinsel und die Balearen scheinen nach Medienberichten die Brutstätte der Schweinegrippe zu sein.

Allerdings sitzen die Rückkehrer nicht die Arztpraxen in der Nordeifel voll und klagen über Grippesymtome, wie einige Mediziner und das Gesundheitsamt des Kreises Aachen bestätigt haben. Noch ist die von der Weltgesundheitsorganisation WHO prophezeite Influenza A/H1N1 nicht über die Nordeifel hinweggeschwappt.

„Das war auch nicht zu erwarten”, betont Dr. Hajo Peters, Mediziner aus Imgenbroich. Peters erwartet, dass dies in den nächsten Monaten noch geschieht: „Es ist zu befürchten, dass wir in den nächsten Monaten überrollt werden. Es wird zur Epidemie kommen.”

Dennoch ist Peters weit davon entfernt, Panikstimmung zu verbreiten. Im Gegenteil, denn ein führender Virologe aus der Schweiz habe jetzt erklärt, er gehe nicht davon aus, dass das Virus mutiere. Man könne angesichts des bisherigen Verlaufs auch weiterhin davon ausgehen, dass die Influenza milde verlaufen werden. „Außerdem”, so Peters, „was sollen wir machen? Der Urlaub auf Mallorca wird doch jetzt nicht eingestellt. Wie sollte das auch gehen?”

Der Mediziner moniert, dass in Bezug auf Virus und geplanter Impfakton noch viele Detailfragen nicht geklärt seien. „Eigentlich müssten wir in unseren Praxen in Schutzanzügen mit Handschuhen und Mundschutz herumsitzen, aber wer macht das schon?”

Absolute Hygiene genießt deshalb für Dr. Peters und seine beiden Kollegen Dr. Herbert Bleimann (Monschau) und Dr. Bernhard Jung (Simmerath) höchste Priorität. Jung: „Man sollte jetzt keine Hysterie an den Tag legen.” Die WHO erkläre bereits seit Jahren, dass nach aller Erfahrung und allen Statistiken eine weltweite Epidemie überfällig sei.

Vor drei Jahren sei die Vogelgrippe „hochgekocht” worden, jetzt sei es die Schweinegrippe. „Bisher hat man allerdings nicht feststellen können, dass es schon sehr schlimm ist.” Was man nach dem Abebben der Vogelgrippe lediglich festgestellt habe: Die Bereitschaft zur Impfung sei bei den Menschen wieder gesunken.

Eine spezifische Therapie gibt es laut Dr. Jung ohnehin nicht. Die Schweinegrippe sei zu behandeln wie jede normale Winterinfluenza: „Man kann nur ein gewisses Maß an Fatalismus an den Tag legen und abwarten, was geschieht.”
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