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Schwede gewinnt 18. Rursee-Marathon

Von: ale
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Ein starkes Eifelsextett unter den Top 15 des Marathonlaufs (von links/in der Reihenfolge ihres Zieleinlaufs): Christof Giesen (TV Roetgen), Alfred Hüpgen (Rursee-Marathon e.V.), Bernd Smolka (Bergwacht Rohren), Urs Kaulard (Team Coolart), Thomas Rubel (TV Konzen) und Wolfgang Braun (LG Mützenich) vertraten die Nordeifeler Laufteams würdig und bewiesen, dass sie sich vor ihrer Haustür auskennen. Foto: A. Lauscher
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Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (ganz links) schickte per Startschuss beim 16,5-Kilometer-Lauf rund 1000 Starter auf die anspruchsvolle, aber herrliche „Kurzstrecke“. Foto: A. Lauscher
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Begleitet von bewundernden Blicken, einsam ins Ziel: Der Schwede Mats Gedin entschied den 18. Rursee-Marathon in 2:48,48 Stunden für sich. Foto: A. Lauscher
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Prominente Siegerin des Marathonlaufs – an diesem Sonntag startend für ein Eifeler Laufteam: Triathlon-Weltmeisterin Katrin Esefeld pulverisierte für das Laufteam des Skikellers Eicherscheid den Frauen-Streckenrekord in 3:09,09 Stunden. Foto: H. Schepp

Einruhr. Das hat es beim Rursee-Marathon noch nie gegeben: Der Schwede Mats Gedin hat am Sonntag die 18. Auflage des beliebten Herbstmarathonlaufs rund um den Rursee gewonnen. Nach 2:48,48 Stunden lief der Skandinavier ins Ziel, ehe nur gut 20 Minuten später Siegerin Katrin Esefeld bei den Frauen einen neuen, fantastischen Streckenrekord aufstellte.

Mit der 18. Auflage des Rursee-Marathons gelang den Organisatoren wieder eine Veranstaltung, die weithin ihren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad ausbaute. Komplimente von allen Seiten und dankbare Kommentare der Athleten waren der Lohn für alle Anstrengungen. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der den Startschuss für den 18. Rursee-Marathon abgeben durfte, forderte die knapp 500 Teilnehmer auf, dem Organisationsteam Beifall zu spenden. „Einruhr ist ein attraktives Ziel, Euer schöner Lauf wird immer stärker zu einem Tourismusfaktor“, sagte er und fügte hinzu: „Es ist bewundernswert, wie es einem relativ kleinen Verein gelingt, die gesamte Bevölkerung zum Mitmachen zu motivieren.“ Und dann rechnete er nach: Wenn ca. 1500 Teilnehmer je einen Fan mitbringen, verfünffacht sich die Einwohnerzahl von Einruhr an diesem Wochenende!

Ansturm der Nachmelder

Diesem Ansturm gerecht zu werden, verlangte auch diesmal gute Nerven eines versierten Teams und viel Erfahrung. Bernhard Pauls, der erste Vorsitzende des Rursee-Marathon e.V., weiß, dass er sich auf sämtliche Ortsvereine verlassen kann, darüber hinaus helfen der SC Komet Steckenborn und der Sportverein Kommern bei der Verpflegung auf der Strecke.

Das Wetter war ganz nach Wunsch der Läufer – trocken und nicht zu kalt. Begleitet vom Applaus der Zuschauer, nahmen am Sonntagmorgen zunächst die Marathoni die anspruchsvolle 42-km-Strecke unter die Laufschuhe – fünf Minuten später als vorgesehen, denn man musste auch diesmal den Ansturm der Nachmelder bewältigen. Die waren aus allen Richtungen angereist, hatten das Parkproblem gelöst und wollten nun zu gerne noch dabei sein.

Eine halbe Stunde später wurde der 16,5-km-Lauf gestartet; es hatte sich schon vorher herumgesprochen, dass hier namhafte Athleten mitmachten – und dass diese sich einiges vorgenommen hatten. Bereitwillig wurde in der ersten Starterreihe Platz gemacht, als Christian Nießen und Markus Werker vom Warmlaufen zurückkamen. Nießen, der für das Sportteam Peters und den TuS Schmidt startete, „flog“ davon und hatte bald keinen ernsthaften Konkurrenten mehr. Er verbesserte seine persönliche Bestzeit und kam nach 58:20 Minuten ins Ziel. „Die verdammten Berge“, lautete sein erster Kommentar, aber natürlich war er stolz und glücklich über den Sieg gegen so harte Konkurrenz. Claudia Leschnik vom DJK Herzogenrath sauste dann beim „16,5er“ als erste Frau nach 1:06,42 Stunden über die Ziellinie.

Die Blicke der Zuschauer gingen dann wenig später hinüber ans andere Seeufer, damit man die ersten Marathonläufer erspähte. Der Sieger kam aus Schweden, er heißt Mats Gedin, rannte nach 2:48:48 Stunden ins Ziel und lieferte die englische Variante von Christian Nießens ersten Worten im Ziel: „So many hills...“ Und doch hat es ihm so gut gefallen, dass er im nächsten Jahr wiederkommen will, wie er unserer Reporterin verriet: „Dann laufe ich langsamer und schaue mir die schöne Landschaft an“, versprach der Sieger.

Eine bekannte Persönlichkeit siegte bei den Frauen: Für Katrin Esefeld, die Weltmeisterin im Triathlon, die für Skikeller Kaulard und Schroiff startet, blieb die Uhr bei 3:09:09 Stunden stehen – neuer Streckenrekord bei den Frauen! „Mann, war das hart! Wenn ich das gewusst hätte...“, sagte die aus München kommende Ärztin und Topathletin.

Auch die Nordeifeler Laufszene war bei allen Läufen wieder vorne mit dabei, beim Marathon der Männer schaffte es gar ein Sextett unter die Top 15. Zur großen Laufveranstaltung am Rursee gehörten auch wieder Schüler- und Jugendläufe, Walking-Wettbewerbe und eine attraktive Bikertour am Samstag – weitere Berichte folgen.

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