Schwarzstorch verzögert Windpark

Von: ag
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Die Frage, wo der Schwarzstorch leben soll, ist einer der Knackpunkte beim geplanten Monschauer Windpark. Foto: stock/ McPHOTO

Monschau/Höfen. Der geplante Windpark im Stadtwald bei Höfen ist für die Stadt Monschau von großer Bedeutung. Sollte das Projekt scheitern, würde das eine Erhöhung bei den Grundsteuern von 100 Prozentpunkten bedeuten. Das teilte Bürgermeisterin Margareta Ritter im öffentlichen Teil der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit, bevor die Politiker im nichtöffentlichen Teil ausführlicher über das Projekt zu beraten hatten.

Dass der Windpark gebaut werden soll, darin sind sich alle Parteien in Monschau einig. Von Seiten der Verantwortlichen im angrenzenden Nationalpark werde das Projekt aber mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Auch von belgischer Seite würden nun plötzlich Bedenken laut, sagte Ritter. Einigen Akteuren sei Urwald offensichtlich wichtiger als die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt Monschau.

„Ringsum sieht man die Windparks wachsen und wir befassen uns noch mit dem Artenschutz“, sagte Ritter. Inzwischen sei zwar ein Platz für ein Ersatzhabitat für den Schwarzstorch gefunden worden, dieses müsse aber noch entwickelt werden.

Es gelte, weiter für das Projekt zu werben und sich die Unterstützung des Landes zu sichern.

Die Ausführungen der Bürgermeisterin brachten vor allem den CDU-Fraktionsvorsitzenden Micha Kreitz auf die Palme. „Man muss ja den Eindruck gewinnen, dass wir hier eine Chemiewaffenfabrik bauen wollen“, sagte Kreitz mit Blick auf Einwände und Bedenken. Das sei den Bürgern der Stadt Monschau kaum noch zu erklären.

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