Konzen - Schwarzlichttheater probt für Russland

Schwarzlichttheater probt für Russland

Von: nap
Letzte Aktualisierung:
11842561.jpg
Die Mitglieder der Pantomimengruppe des Eifelvereins Konzen trafen sich am Wochenende in ihrem Proberaum, um sich auf den bevorstehenden Russlandbesuch in der ersten Osterferienwoche vorzubereiten. Neben der hohen Konzentration, die bei jedem Pantomime- und Schwarzlichttheaterstück aufgebracht werden muss, kam auch der Spaß nicht zu kurz. Jugend- und Familienwartin der Eifelverein-Ortsgruppe Konzen, Brigitte Palm (hintere Reihe, 2. von rechts) zeigte sich vom großen Engagement ihrer Gruppe begeistert. Foto: Nadine Palm

Konzen. Vollen Einsatz zeigten die Mitglieder der Pantomimengruppe des Eifelvereins Konzen bei ihrem Pantomime- und Schwarzlichttheaterprobewochenende.

Die Fenster waren mit schwarzer Folie beklebt, kein Sonnenstrahl fiel in den völlig abgedunkelten Raum. Da tauchten wie aus dem Nichts weiße Hände auf, schwebten durch den Raum und formierten sich zu einer Wellenbewegung. Plötzlich stießen weiße Vögel hinzu. Mit ihren weißen Handschuhen kreierten die Mitglieder der Pantomimengruppe verschiedenste Figuren und machten die Illusion für den Zuschauer perfekt.

Doch hinter diesen prächtigen Bildern steckt eine Menge Arbeit, wissen die Jugendlichen, die sich mit diesem Probewochenende auf ihren bevorstehenden Jugendaustausch mit der russischen Schwarzlichttheatergruppe „Blick“ vorbereiten. „Dabei wird eine enorme Körperspannung und Disziplin benötigt“, weiß Gruppenleiterin und Jugend- und Familienwartin der Eifelverein-Ortsgruppe Konzen, Brigitte Palm.

Doch für den sehnsüchtig erwarteten Auftritt in Russland soll alles perfekt sein. Die Vorfreude auf die deutsch-russische Jugendbegegnung ist bei den sieben Teilnehmern im Alter von 13 bis 27 Jahre groß. Die drei Jungen und vier Mädchen beziehungsweise jungen Frauen werden in der ersten Osterferienwoche Ende März die russische Schwarzlichttheatergruppe „Blick“ in deren rund 25 000 Kilometer weit entfernten Heimatstadt Dserzhinsk besuchen.

Neben einem Besuch der russischen Metropole Moskau, einer Stadtführung in Nizhni Novgorod und anderen kulturellen Highlights wird viel Wert auf die gemeinsame Vorbereitung auf einen deutsch-russischen Theaterabend gelegt.

Im Jahre 2005 war die russische Gruppe zum ersten Mal zu Gast in Konzen. Im Oktober vergangenen Jahres fand der zweite Besuch anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Ortsgruppe Konzen des Eifelvereins statt. Jetzt freuen sich die Jugendlichen auf ihren Besuch in Russland. „Der Kontakt zwischen uns und der Gruppe ist nie abgerissen, wir schreiben uns regelmäßig per WhatsApp“, sagt die 15-jährige Maike und freut sich auf das Wiedersehen.

Von den sieben Jugendlichen der Konzener Pantomimengruppe war noch niemand in Russland. „Ich freue mich, die Kultur kennenzulernen und Eindrücke von diesem großen Land zu sammeln“, erklärt der 17-jährige Patrick. Julia, 19 Jahre, sieht in dem Russlandbesuch eine große Chance: „So eine Möglichkeit bekommt man vielleicht nie wieder. Wir reisen ja nicht als typische Touristen, sondern lernen das Land und die Kultur durch Einheimische kennen. Dadurch können wir viel tiefergehende Eindrücke bekommen, als wenn man eine normale Städtereise nach Moskau machen würde“, ist sich die 19-Jährige sicher.

In Russland werde sehr viel Wert auf kulturelle Bildung gelegt, sagt Brigitte Palm. Nach der Schule müsse jeder russische Jugendliche einem sogenannten Kulturhaus beitreten. „Hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, von Musik, Tanz und Theater bis hin zu Natur und Umwelt.“

Das 15-köpfige Ensemble der Schwarzlichttheatergruppe „Blick“ besteht aus Menschen mit leichten körperlichen und geistigen Einschränkungen. „Da haben wir keinerlei Berührungsängste“, ist sich die Konzener Pantomimengruppe einig. Schließlich habe man beim Besuch der russischen Freunde im Oktober vergangenen Jahres schon intensiv zusammengearbeitet.

Der 13-jährige Jannis und die 14-jährige Maike haben die russischen Jugendlichen als äußerst freundlich und offen kennengelernt: „Die kamen direkt auf uns zu. Die Sprache spielte dabei gar keine Rolle, man hat sich auch so verstanden und zusammen geprobt und gelacht.“

Das Thema „Inklusion“, einen eigenen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten und bestehende Vorurteile zu überwinden, ist Gruppenleiterin Brigitte Palm sehr wichtig, die sich vom Engagement und der Einstellung ihrer Gruppe begeistert zeigt.

Mit ihren Schwarzlichttheaterstücken „Fair, stark, miteinander“ und „The Rose“ sowie einigen Pantomimenstücken möchten die Konzener im russischen Dserzhinsk viel Freude bereiten. „Wir freuen uns einfach riesig darauf“, sagen die Mitglieder der Konzener Pantomimengruppe einstimmig.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert