Schwarz auf weiß: Neues Müllsystem hat sich bewährt

Von: P. St.
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Monschau. Das Leben wird vermutlich auch im nächsten wieder teurer, doch daran werden die Abgeben der Monschauer Bürger an ihre Stadt nur einen geringen Anteil haben, denn die Gebühren für das Jahr 2011 bleiben entweder stabil oder steigen nur gerinfügig.

Der Monschauer Haupt- und Finanzausschuss beriet jetzt den Gebührenhaushalt für 2011 und sah aufgrund der relativ entspannten Lage auch kaum Diskussionsbedarf.

Erfreut nahm man zur Kenntnis, dass das im Mai 2009 in der Stadt Monschau eingeführte, aber von einigen Seiten durchaus mit Skepsis betrachtete Wiege- und Identsystem sich bewährt hat, selbst wenn der Kilopreis geringfügig für den Restmüll geringfügig ansteigen wird. Konkret steigt die Kilogebühr von bisher 37 auf 42 Cent. Dagegen sinkt die jährliche Gründgebühr, die sich nach der Gefäßgröße richtet, zum Beispiel bei der 60 Liter-Tonne von bisher 62,04 Euro auf 60,36 Euro.

Die Berechnung der Restmüllgebühren erfolgt nach den angelieferten Kilomengen. Aufgrund der Gebührenkalkulation sehe man jetzt „schwarz auf weiß”, dass die Systemumstellung erfolgreich gewesen sei, und der Anreiz für den Bürger, Müll zu trennen, verstärkt worden sei, stellte CDU-Fraktionssprecher Micha Kreitz fest: „Anfängliche Sorgen haben sich als unbegründet erwiesen, und Müllberge in der Landschaft habe es auch nicht gegeben.

Unter dem Strich führen die Bürger mit dem neuen System günstiger und in der Praxis bedeute die leichte Erhöhung im nächsten Jahr eine durchschnittliche monatliche Mehrbelastung für eine Familie um lediglich 50 Cent. Auch Brigitte Olschewsli (SPD) begrüßt das neue Müllsystem: „Der Bürger besitz ein Steuerungselement.”

„Noch preiswerter” könnten laut Aussage von Kurt Victor (FDP) die Abfallgebühren für die Bürger ausfalle, wenn man auf eine getrennte Sammlung verzichte. Dies aber laut Aussage von Bürgermeisterin Margareta Ritter nicht möglich, weil man sich an die gesetzliche Vorgabe einer getrennten Entsorgung halten müsse.

Die Verwaltung sagte aber zu, bis zur Ratssitzung eine Vergleichsberechnung für die Bioabfallentsorgung zwischen der jetzigen Containerlösung und der Einführung der Biotonne aufstellen werde.

Recht entspannt ist die Lage auch bei den Abwassergebühren, denn die Gebühr pro Kubikmeter Schmutzwasser bleibt mit 5,19 Euro stabil, „allerdings auf einem sehr hohen Niveau”, wie Bürgermeisterin Margareta Ritter betonte. Auch plant die Stadt für diese außergewöhnliche hohe Belastung wieder fest einen Landeszuschuss, der wie im Vorjahr mit 280.000 Euro angesetzt wird.

Nicht überraschend kommt die Steigerung bei der Niederschlagsgebühr von bislang 1,01 Euro auf jetzt 1,10 pro Quadratmeter. Da immer mehr Bürger die Regenwasserläufe zum Kanal abkelemmen und das Oberflächenwasser auf dem Grundstück verrieseln lassen, wird Verteilmasse geringer, was eine Gebührensteigerung zur Folge hat.

„Einige Bürger bleiben die Leidtragenden”, sah auch Micha Kreitz das Dilemma der gesetzlich verordneten Erfassung der getrennten Abwassergebühr, selbst wenn der positive Effekt für das Kanalnetz nicht zu verkennen sei.
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