Schwanenweiher: Auch eine neue Heimat für den „Biebes“

Von: Anna Luisa Jansen
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Im Zuge der Umgestaltung des Schwanenweihers in Höfen und des angrenzenden Parks wird auch der kaum genutzte Musikpavillon abgerissen und durch eine Biotopfläche ersetzt. Foto: Anna Luisa Jansen(2)/Archiv
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Zahlreiche freiwillige Helfer stellen sich in den Dienst des Dorfes, um das Schwanenweiher-Gelände in Höfen aufzuwerten.
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Als echten Blickfang wie einst wünschen sich die Höfener ihren Schwanenteich.

Höfen. Zugewachsene Wege, struppiges Gebüsch und ein halbtrockener Weiher. Solche Bilder bieten sich derzeit am Schwanenweiher in Höfen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Mit Hilfe eines Dorfprojektes wird derzeit der Schwanenweiher saniert und die angrenzende Grünanlage ein Biotop verwandelt.

Immer wieder wurde der Zustand des Schwanenweihers seitens der Dorfbewohner beklagt, was für Ortsvorsteher Heinz Mertens ein weiterer Anreiz war, das Problem in den Griff zu bekommen.

„Für viele Höfener und auch für mich ist der in die Jahre gekommene Schwanenweiher ein Dorn im Auge“, erklärt Heinz Mertens. Das soll sich nun ändern.

Die Anfänge des Schwanenweiher Höfen liegen bereits vor dem Zweiten Weltkrieg, allerdings nur als Viehtränke, wie man sie in Höfen zu dieser Zeit vermehrt vorfand. Das Kriegerdenkmal schmückt die Weiheranlage bereits seit der Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges und wird auch weiterhin bestehen bleiben.

Erstmals saniert wurde die Weiheranlage 1952, wobei eine Teichanlage mit Zaun, sowie eine Grünanlage mit Blumenbeeten und zwei Bänke errichtet wurden. Der Musikpavillon von 1980 wurde wegen seltener Nutzung im Zuge der diesjährigen Umbauarbeiten abgerissen.

Dass der Schwanenweiher ein wichtiges Thema für die Höfener Bevölkerung ist, wurde Ortsvorsteher Heinz Mertens bereits bei seinem Amtsantritt nahe gelegt. Bewohner merkten den ausgetrockneten Weiher kritisch an und sorgten sich um die Schwäne und Enten.

Ins Leben gerufen wurde das Umbauprojekt von den Mitarbeitern der Biologischen Station der Städteregion Aachen, Bernhard Theissen und Dr. Henrike Körber sowie dem Höfener Ortsvorsteher Heinz Mertens. Auch die Stadt Monschau, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet, unterstützt das Projekt. Die Umbauarbeiten am Schwanenweiher teilen sich in zwei Abschnitte auf.

Die Dorfgemeinschaft kümmert sich um die gesamte Anlage, und der Bauhof der Stadt Monschau um den Wasserverlust im eigentlichen Weiher. Der Musikpavillon, der einst für die Lyra Höfen als Veranstaltungsort vorgesehen war, aber aufgrund der Vereinsgröße nicht genutzt werden konnte, wird nur zur Grünfläche. Das Saatgut erhalten die Helfer von den Wiesen des Perlbaches. Auch das Schachfeld vor dem Pavillon wird entfernt.

Gedacht ist daran, den Schwanenweiher naturnah und neu anzulegen. Durch ein Insektenhotel soll eine größere Vielfalt von Bewohnern erreicht werden. Auch der „Biebes“ soll sich am neuen Schwanenweiher heimisch fühlen und sich auf den neuen Biotopwiesenausbreiten. „Das passt zu Höfen besonders gut“, erklärt Heinz Mertens. Zudem sind neue Staudenbeete vorgesehen, wo auch nur Stauden aus der Region ihre Heimat finden sollen. Neue Spielgeräte sollen das Schwanenweiher-Gelände auch für Familien wieder attraktiver machen. „Wir sind auch mit dem Nationalpark Eifel im Gespräch, um diesen ebenfalls in das Projekt einzubringen“, sagt der Ortsvorsteher. Geplant sind Schautafeln und kleine Führungen, die vor allem Schulklassen die Natur näher bringen sollen.

Das Projekt wird von allen Ortsvereinen und dem Ortskartell unterstützt. „Bisher haben 30 Helfer bereits 500 Arbeitsstunden in den Schwanenweiher investiert“, sagt Heinz Mertens. Wegen des verregneten Sommers konnten die Wiesen noch nicht angelegt werden. Für dieses Jahr sind die Erneuerung der Wege und die Beleuchtung vorgesehen. Bisher sind Kosten in Höhe von 3000 Euro angefallen. „Diese konnten wir durch Spenden und Eigenmittel decken“, erklärt er. Die Biologische Station unterstützt das Dorfprojekt ebenfalls finanziell. „Für mich zählt der Schwanenweiher zu Höfen, wie der Dom zu Köln. Deswegen hoffen wir bald einen echten Hingucker in unserem Dorf zu haben“, wünscht sich der Ortsvorsteher.

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