Schulsanierung: Mehrkosten und weitere Zeitverzögerung drohen

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Nach der beschlossenen Sparvariante bleibt das alte Treppenhaus in der Grundschule erhalten. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. „SPD, UWG und Bürgermeister Eis haben mit ihrem Beschluss zur Umplanung der Grundschule die Interessen der Kinder, Eltern und der Schulleitung völlig ignoriert.” Zwar sollen durch den Beschluss Kosten in Höhe von 200.000 Euro eingespart werden, doch habe die Verwaltung selber von einer Umplanung abgeraten und stattdessen vorgeschlagen, eine Budgeterhöhung zur Fortführung der Baumaßnahmen vorzunehmen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel: „Das entspricht auch dem Beschluss des Eilausschusses der Schulkonferenz.”

Für CDU und Grüne stehen die durch die Umplanung zu erreichenden Einsparungen in keinem Verhältnis zu den Nachteilen. Seidel: „Es ist auch im Interesse von CDU und Grünen, dass die Kostenüberschreitung mit den Verantwortlichen erörtert und geklärt werden und dass die Gemeinde bei einer Umsetzung der Baumaßnahme Kostensicherheit haben muss.” Weitergehende Äußerungen zum Architekten Gerhard Wittfeld und zum Projektsteuerer Dr. Thomas von der WFG der Städteregion sind in der gemeinsamen Stellungnahme von CDU und Grünen nicht zu finden. Diesem Vorschlag, zunächst das Gespräch mit den Planern zu suchen, sei von der Ratsmehrheit abgelehnt worden, kritisiert Michael Seidel.

Was auf den ersten Blick als eine Einsparmaßnahme daherkomme, entpuppe sich bei näherem Hinsehen als unkalkulierbares Risiko. Vielmehr werde es in einem „gigantischen Chaos” enden, wenn durch eine solche Maßnahme der weitere Bau auf lange Sicht gestoppt werde.

Den angeblichen Sparvorschlägen zum Schulumbau ständen erhebliche Mehrkosten für Umplanung, erneute Ausschreibungen, Ingenieurkosten, Sanierung maroder Bauteile, Baurisiken und Terminrisiken gegenüber. Die Auswirkungen der „vermeintlichen Einsparungen” nennen CDU und Grüne:

- Keine Verbindung der neuen Aula/Bürgersaal mit dem Schulgebäude.

- Keine Verbindung von Neubau zu Altbau mehr möglich.

- Keine Verbesserung der Flursituation im Untergeschoss Altbau.

- Reduzierung der Lagerräume für den Schulbetrieb.

- Keine Sanierung Treppenhaus/Fluchttreppe Rosentalstraße.

- Keine überdachte Verbindung Altbau zu Neubau.

- Reduzierung der Schulhoffläche wegen Verzicht auf Abriss der alten Aula.

- Höhenunterschied bzw. keine Anpassung des Niveaus der alten Aula zum Schulhof (Zugang über alte Aula nicht behindertengerecht).

- lange Laufwege wegen Wegfall der inneren Erschließung Altbau.

- Keine Aufstockung des Altbaus mehr möglich für zusätzlichen Raumbedarf.

- Aufwändige Sanierung, brandschutztechnische und energetische Ertüchtigung der alten Aula erforderlich.

- Erhalt des alten Treppenhauses statt eines neuen Treppenhauses mit breiteren Läufen.
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