Schulmensa startet nach den Ferien

Von: dm
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Noch sorgen an der Realschule in Monschau die „Frühstücksmütter” und Aktionen wie das „Coole Frühstück” (Bild) dafür, dass die Schülermägen nicht knurren. Ab Sommer wird es auch dort für das Mittagessen eine Mensa geben - für alle Schülerinnen und Schüler, die länger Unterricht haben. Foto: Schule

Monschau. Aus dem alten Kunsttrakt am St. Michael-Gymnasium in Monschau wird eine Mensa. Ein Anbau dort ist zudem für das nächste Jahr geplant. Mensen und weitere Betreuungsangebote werden an den weiterführenden Schulen der Stadt Monschau eingerichtet, so ein Mittagstisch und eine Hilfe (Betreuung) bei den Hausaufgaben.

Über dieses Thema berichtete jetzt Magga Ritter, Beigeordnete der Stadt Monschau, nun auf der Jahresversammlung des Vereins „Antoniusbrot” in Monschau.

Pädagogische Leitung noch offen

An Schulen mit Unterricht in der siebten und achten Stunde ist eine Pause von 60 Minuten Pflicht. Und die Stadt als Schulträger will nicht, dass die Kinder und Jugendlichen diese Pausen auf den Fluren oder auf den Schulhöfen verbringen, stattdessen werden ein Mittagessen und eine Betreuung bei den Hausaufgaben angeboten. Geplant ist zudem für später auch ein Freizeitangebot. Bislang sei es aber noch nicht gelungen, dazu eine „pädagogische Leitung zu installieren”, bedauerte Magga Ritter.

Das Mittagessen, dafür haben sich auch die jeweiligen Schulleiter entschieden, wird von einem Caterer aus Lammersdorf geliefert. Der Preis dafür: 3,70 Euro pro Mahlzeit. Für Eltern, die diesen Preis nicht aufbringen können, will der Verein „Antoniusbrot” die Kosten übernehmen, kündigte Geschäftsführer Alexander Lenders an. Insgesamt aber sind aber für das neue Angebot (Betreuung bei Hausaufgaben) keine Elternbeiträge vorgesehen, versicherte Beigeordnete Ritter.

Allerdings sei „perspektivisch bei einem Freizeitangebot” über Beiträge nachzudenken. Das Personal für die Aufsicht bei den Hausaufgaben und für den Service beim Mittagstisch kümmert sich als Träger die Pfarre Monschau, die dafür elf Stellen (Mini-Jobs) einrichten will, sagte Magga Ritter, die Stadt stelle dazu den „Overhead”.

Die Pfarre verlagert damit gleichsam ihre Arbeit: Die bisherige Betreuung bei den Hausaufgaben im Bischof-Vogt-Haus wird kaum noch nachgefragt, da sich aufgrund veränderter Situationen an den Schulen die Arbeit an den Hausaufgaben verlagert hat - in die Schulen selbst oder auch zu Hause.

Auch dies berichtete die Beigeordnete: Für den Mittagstisch an der Elwin-Christoffel-Realschule gibt es bereits rund 100 Anmeldungen, mehr als 30 Interessenten gib es am Gymnasium und über 40 an der Hauptschule. „Die Nachfrage aber wird noch steigen”, ist Magga Ritter überzeugt.

Die Stadt wird als Schulträger die baulichen Voraussetzungen schaffen und die Mensen einrichten. Die baulichen Maßnahmen werden je Schule mit etwa 100.000 Euro gefördert. Die Baukosten für die Elwin-Christoffel-Schule sind, so Ritter, auf insgesamt 200.000 Euro veranschlagt, damit wird aber auch die Aula der Schule fertiggestellt.

Die Mensa des Gymnasiums wird im alten Kunsttrakt eingerichtet, vorgesehen ist im nächsten Jahr auch noch ein Anbau. Zu den Baukosten von 300.000 Euro erhält die Stadt aus dem Landesprogramm dazu einen Zuschuss von 100.000 Euro.
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