Monschau - Schulkonzert: Reihenweise musikalische Talente

Schulkonzert: Reihenweise musikalische Talente

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Die Klasse 6a war vor zwei Jahren die erste Orchesterklasse am St.-Michael-Gymnasium und verabschiedete sich nun im Rahmen des Schulkonzertes in die Mittelstufe. Musiklehrer Bertram Model (vorne) hat am MGM musikalisch eine Menge bewegt. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Musik wird am Monschauer St.-Michael-Gymnasium groß geschrieben – und das nicht nur im Deutschunterricht: Neben den Musikstunden in allen Jahrgangsstufen fördert die Schule seit zwei Jahren verstärkt musikalische Talente in der sogenannten Orchesterklasse, deren Schülerinnen und Schüler zusätzlichen Instrumentalunterricht erhalten.

„Die Grundlage der musikalischen Ausbildung aber bleibt natürlich das hervorragende Angebot der vielen musiktreibenden Vereine in unserem Raum und der Musikschule Monschau“, begrüßten Schulleiter Dr. Lothar Stresius und Musiklehrer Bertram Model am Donnerstagabend eine stattliche Besucherzahl in der trotz Lüftung sommerlich-warmen Aula des MGM. Das Schulkonzert am Schuljahresende habe schon eine lange Tradition und zeige so manchen Schüler von einer neuen, musikalischen Seite, die Jahr für Jahr beeindrucke, so Dr. Stresius.

Diesen Worten ließen die Schülerinnen und Schüler Taten folgen. Zweimal trat Bertram Model selbst als Dirigent in Aktion – zunächst mit der neuen, jungen Orchesterklasse, anschließend mit den „alten Hasen“ und Pionieren, der vor zwei Jahren entstandenen Orchesterklasse der Schule, die nun in dieser Form endet, jedoch als AG fortgeführt werden soll.

Die „Kleinen“ spielten „Love is all around“ von Wet Wet Wet, variierten nicht ganz Jahreszeit konform „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, sorgten für Stimmung mit dem Banana-Boat-Song und trugen mit viel Gefühl „Let it be“ von den Beatles vor. Mit dem Evergreen „When the saints“ verabschiedeten sich die Fünftklässler. Die 6a trug mit einem schon stattlichen Klangkörper „Under the sea“, Udo Lindenbergs „Cello“ und Bryan Adams Schmachtsong „Everything I do, I do it for you“ vor, ehe die Kinder das Swing-Stück „Everybody wants to be a cat“ nach großem Applaus gleich zweimal spielen musste.

Drei Solisten glänzten im ersten Teil: Benjamin Dick spielte auf dem Flügelhorn „Vega“, Max Schreiber spielte Chopins Walzer Op. 64 Nr. 2 auf dem Flügel wahrhaft meisterlich und erhielt zu Recht langen Beifall und „Bravo“-Rufe.

Auch beim dritten Solisten kam das Publikum aus dem Staunen nicht mehr heraus: Wie Jonas Breuer auf der Trompete die „Grand Russian Fantasia“ von Jules Levy spielte, war schlicht atemberaubend, und auch er erntete lang anhaltende Ovationen für diese besondere solistische Darbietung.

Das Niveau blieb auch im zweiten Teil hoch, jetzt waren die älteren Musiktalente der Schule an der Reihe und unterhielten das Publikum vortrefflich. Den Anfang machten hier Sascha Huppertz am Piano und Dominik Huppertz mit Gitarre und Gesang. Sie spielten „Wonderwall“ von Oasis und brachten mit „Applaus Applaus“ von Sportfreunde Stiller die Zuschauer auch zu selbigem.

Wie sehr die Musik Menschen verbindet, zeigte sich auch am nächsten Auftritt, bei dem Yvonne Schneider (Gesang) und Andrè Huppertz (Gitarre) gemeinsam mit Karen Chica Gomez (Gitarre und Gesang) aus Ecuador das Publikum begeisterten. Zunächst sang die Austauschschülerin aus Südamerika einen bezaubernden Remix aus Liedern, die aus denselben Akkorden bestehen, anschließend sangen sie zusammen den spanischen Hit „A dios le pido“.  

Anschließend betraten Felix Offermanns und Fabio Krämer die Bühne. Die Beiden sind bereits als Mitglieder der Band „Basement“ in der Region bekannt. Sie spielten neben einem Chart-Hit zwei eigene Lieder, wovon eins erst kurz vor dem Auftritt fertig geschrieben wurde.

Zum Abschluss zeigten verschiedene Musiker des Musikkurses Q1, was sie können: Mit „Bye Bye Love“, interpretiert von Simon Vorpahl und Maik Kopic begann der letzte Teil des Konzerts.

Anschließend spielten Philipp Rombach, Fabio Krämer und Marvin Schmitz gemeinsam „Part of the Sea“, bevor mit „Inspiration“ von Carina Hilgers und Janki Desai ein beeindruckendes Konzert endete.

Die letzten drei Stücke haben die Schülerinnen und Schüler alle zusammen selbst geschrieben. Sie bestehen aus dem Lamento-Bass, einer immer weiter absteigenden Tonfolge.

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