Kleinhau - Schulentwicklungsplan der Gemeinde Hürtgenwald lässt Fragen offen

Schulentwicklungsplan der Gemeinde Hürtgenwald lässt Fragen offen

Von: Stephan Johnen
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Was wird aus dem Standort Bergstein der Grundschule Vossenack-Bergstein? Auf diese Frage gab es bei der jüngsten Ratssitzung keine Antwort. Die Kosten-Nutzen-Analyse wird noch erstellt. Foto: Stephan Johnen

Kleinhau. Vor dem Hintergrund der geplanten Zusammenlegung der Schulteilstandorte Bergstein und Vossenack zum 31. Juli 2017 in Vossenack soll ein Konzept erarbeitet werden, das die Kosten für eventuelle Bau- und Sanierungsmaßnahmen an beiden Standorten ebenso ermittelt wie die Kosten eines potenziellen Leerstands von Gebäuden.

Gegenstand dieser Kosten-Nutzen-Analyse soll auch der im Falle einer Schließung von Bergstein anfallende Schülertransport sein. Diese Information war den zahlreichen Zuschauern der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend nicht neu. Doch wenn sie beim Tagesordnungspunkt „Sachstandbericht und weiteres Vorgehen“ mit Blick auf den Schulentwicklungsplan der Gemeinde Zahlen und erste Aussagen erwartet hatten, wurden sie enttäuscht. Bürgermeister Axel Buch (CDU) kündigte an, dass diese bei der Sitzung nach der Sommerpause im September vorliegen sollen.

Derzeit arbeite die Verwaltung an der Kosten-Nutzen-Analyse, es hätte bereits erste Ortstermine mit einem Fachingenieur und der Schulleitung gegeben, doch ein „aussagekräftiges Umsetzungskonzept inklusive aller Beteiligungen“ könne erst am 29. September vorgelegt werden. Einstimmig wurde beschlossen, mit den Vertretern der Bürgerinitiative „Pro Grundschulstandort Bergstein – für eine wohnortnahe Beschulung in der Gemeinde Hürtgenwald“ und weiteren Beteiligten „ein Gespräch zu führen“.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Gemeinderat dazu entschlossen, den von sechs Ratsmitgliedern eingebrachten, parteiübergreifenden Antrag zur Erstellung eines Raumnutzungskonzeptes für das Gebäude am Schulzentrum in Kleinhau nicht zu diskutieren und die in Auftrag gegebene Kosten-Nutzen-Analyse abzuwarten, um überhaupt belastbares Datenmaterial in den Händen zu halten. Der Antrag sah mittel- und langfristig die Errichtung eines Grundschulzentrums für die Gemeinde vor.

Buch gab zu bedenken, dass die Sekundarschule in Kleinhau alle Räume, die derzeit von Haupt- und Realschule belegt werden, für den Unterricht benötige. Dies habe ein vom Schulverband Nordeifel in Auftrag gegebenes Gutachten gezeigt. „Es sind keine verfügbaren Räume da“, unterstrich Buch. Die SPD warf die Frage auf, was im Fall einer Zentralisierung der Grundschullandschaft mit drei ungenutzten Immobilien geschehen solle.

„Es wäre ein kompletter Neubau nötig“, gab die FDP zu bedenken. Die CDU-Fraktion stimmte einer „Verschiebung“ der Diskussion zu, ließ aber durchblicken, dass sie den Antrag ablehnen wollte.

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