Simmerath - Schulen: Simmerath will Verantwortung mittragen

Schulen: Simmerath will Verantwortung mittragen

Von: P. St.
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Sie wollen die von der Stadt Monschau eingeforderte gemeinsame Verantwortung für die weiterführenden Schulen gerne übernehmen: Simmeraths CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer (re.) und CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. An Schärfe zugenommen hat in jüngster Zeit die Diskussion um die Finanzierung der weiterführenden Schulen in der Schulstadt Monschau. Dem dabei entstandenen Eindruck, dass die Schüler aus der Gemeinde Simmerath auf Kosten der Stadt Monschau die dortigen Schulen besuchen, tritt die CDU Simmerath jetzt mit einem bemerkenswerten Vorschlag entgegen.

Die Gemeinde Simmerath, so erläutern jetzt CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns und Fraktionssprecher Bruno Löhrer in einem Pressegespräch, sei bereit, Verantwortung und Kosten für das überörtliche Bildungsangebot im Südkreis zu übernehmen. Vorgeschlagen wird, einen Schulzweckverband der Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen zu gründen.

Grundvoraussetzung dafür sei aber, dass die Gemeinde Simmerath auch (Mit-)Träger dieser Schulen sei. Um die von der Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin und städtischen Beigeordneten Margareta Ritter eingeforderte „gemeinsame Verantwortung für die Schulen” auch zu realisieren, schlägt die CDU Simmerath vor, die städtische Realschule Monschau und das städtische Gymnasium Monschau einem Zweckverband, bestehend aus den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath, zu übertragen.

„Dabei sollte der Standort des Gymnasiums wie bisher in Monschau sein. Der Schulstandort der Realschule sollte im Rahmen der gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung künftig in Simmerath sein,” lautet der konkrete Vorschlag von Karl-Heinz Hermanns und Bruno Löhrer. Eine solche Struktur könnte es der Stadt Monschau ermöglichen, die angesprochenen hohen Sanierungskosten der städtischen Schulen in Monschau zumindest zu reduzieren.

„Eine Verlegung der Realschule nach Simmerath könnte in Simmerath im Rahmen der anstehenden energetischen Sanierung der Hauptschule Simmerath mit berücksichtigt werden,” konkretisiert man den Vorstoß. „Ob im Rahmen einer derartigen Zweckverbandsbildung auch die beiden Hauptschulen in Monschau und Simmerath auf den Zweckverband übertragen werden sollten, wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls zu prüfen.

Bruno Löhrer: „Die CDU Simmerath lehnt es jedenfalls ab, dass die Gemeinde Simmerath Schulkosten der Stadt Monschau übernimmt, ohne auch für die Schulen mit zuständig zu sein. Auch für die Gemeinde Simmerath wäre die Ansiedlung einer Realschule ein Standortvorteil. Deshalb ist die CDU Simmerath bereit, auch hierfür gemeindeseitig finanzielle Lasten zu übernehmen.”

Auslöser der Gegen-Offensive der CDU Simmerath waren Äußerungen der Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin Margareta Ritter, die den Bürgermeistern aus Roetgen und Simmerath fehlendes Engagement und Passivität in der Frage der Finanzierung der weiterführenden Schulen, insbesondere im Hinblick auf die Schülerfahrtkosten, vorgehalten hatte.
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