Schuldebatte: Simmerather Grüne kritisieren persönliche Animositäten

Von: smb
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grüne ortsverband simmerath
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Simmerath. Eine Gemeinschaftsschule, zwei Schwimmbäder und dazu noch ein neues Gewerbegebiet in Imgenbroich - zwischen der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau geht es selten so hitzig zu, wie in den vergangenen Wochen und Monaten.

Und deswegen stand diese Theman auch zur Debatte, als sich die Grünen des Ortsverbandes Simmerath trafen.

„Mir liegt es auf dem Magen, dass das Projekt Gemeinschaftsschule nicht so vorankommt, wir wir uns das wünschen”, sagte Grünen-Ratsherr Klaus Stockschlaeder. Die großen Irritationen seien für beide Kommunen schwer auszuhalten. Stockschlaeder spricht von Ungeschicklichkeiten und Animositäten.

„Wir sind die einzige Fraktion, die miteinander arbeitet”, so Stockschlaeder. Von den großen Fraktionen seien massive Störfeuer ausgegangen. Die Grünen sprechen von einem „gegenseitigen Hochschaukeln” und üben Kritik an Margareta Ritters öffentlichem Vorstoß, die Fördermittel umzuwidmen. „Hier sucht man zuerst das persönliche Gespräch”,. so Kampshoff-Enderle. Der Weg über die Presse sei der falsche.

„Eine Gemeinschaftsschule ist ein wichtiger Standortfaktor. Das Buhlen ist verständlich. Aber letzendlich kann es nur eine Schule für die Region geben.”

Die Simmerather Grünen würden einen zweiten Standort in Simmerath begrüßen, halten diesen aber nicht für absolut. „Unabdingbar ist aber, dass Simmerath, Monschau und Roetgen die Trägerschaft übernehmen.” Eine Beteiligung an der Trägerschaft sei für Simmerath in Zukunft ein wichtiger Standortfaktor. Die Gemeinde könne sagen: „Wir haben eine Schule der Sekundarstufe II.”

„So eine Chance für unsere Region so leichtfertig zu verspielen, mit persönlichen Animositäten und Ungeschicklichkeiten ist einfach nur schade.” Erst habe man das Projekt gemeinsame Schwimmhalle versemmelt, jetzt versemmelle man womöglich die Gemeinschaftsschule.

Was die Ausbaupläne eines Imgenbroicher Gewerbegebietes und, so Stockschlaeder die Horrorvision der Simmerather Firmen, anbelangt, habe die Politik besonnen reagiert und sich „nicht vor den Karren spannen lassen.” Zumal ja noch gar keine offiziellen Planungen vorliegen.

Die Debatte um das Gewerbegebiet sei ein weiteres Störfeuer gewesen, dass auch in die Schuldebatte miteingespielt habe. Stockschlaeder spricht von einer unsinnigen Rivalität im historischen Altkreis Monschau.

Die Debatten seien in sich verfahren und man sei gegeneinander aufgestellt.

Ein rein Simmerather Thema beschäftigte die Grünen bei ihrer Ortsverbandssitzung: Die Umgehungsstraße in Kesternich. Die Grünen hatten sich schon bei der vergangenen Kommunalwahl gegen diese Umgehungsstraße ausgesprochen. Wohlwissend, dass die LKW-Maut und auch der Tourismus den Vekehr haben steigen lassen. „Gerade als Grüne müssen wir überlegen, wie wir mit diesem Thema umgehen können. Wir müssen die ÖPNV-Netze stärker vernetzen und zum Beispiel ein Nationalparkshuttle einrichten”, meint Aggi Majewski.
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