Schülerfahrtkosten sollen gerechter werden

Von: Ernst Schneiders
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Die Verkehrssituation am „Hengstbrüchelchen” in Imgenbroich ist Brigitte Olschewski und Gregor Mathar ein Dorn im Auge. Foto: S. M. Berners

Monschau. Die Monschauer Sozialdemokraten sind politische Überzeugungstäter, hart im Nehmen und leidensfähig. Und obwohl sie bei der traditionellen absoluten CDU-Mehrheit nie wirklich eine Chance haben, an verantwortlicher Stelle mitzumischen und, wie Fraktionschef Gregor Mathar und seine Stellvertreterin Brigitte Olschewski erläutern, sogar mit ansehen müssen, wie ihre Vorschläge mittlerweile im Kooperationspapier von CDU und Grünen auftauchen, werden sie nicht müde, ihre politischen Themenfelder zu beackern.

Neben Blockheizkraftwerk, Biogasanlage und Bürgerbüro im Rathaus liegt der SPD vor allem der Schulsektor am Herzen. Neue Standorte wollen die Sozialdemokraten nicht, „aber der demographischen Entwicklung Rechnung tragen” und neue Strukturen aufbauen. Dazu sei es unter anderem notwendig, aus der Turnhalle der Hauptschule ein Sportdidaktisches Zentrum zu machen, dies mit Mitteln aus dem städtischen Haushalt.

Zum Themenkomplex gehört es auch, „Ungerechtigkeiten” bei den Schülerfahrtkosten zu beseitigen. So sei es „nicht zumutbar”, dass ein Schüler aus Imgenbroich im Dunkeln zu Fuß und ohne Bürgersteig zur Schule gehen müsse, nur weil ihm keine Schülerticket zustehe und seine Eltern mit dem Fahrgeld für den Bus zusätzlich belastet würden.

Sieht „ungepflegt” aus

Der Bauhof soll sich nach Meinung der SPD künftig wieder verstärkt seinen originären Aufgaben widmen und vor allem in den Dörfern präsenter sein. Andere Arbeiten, wie der Aufbau für die Monschau Klassik, sollten künftig externen Unternehmen überlassen werden, so Gregor Mathar.

Überdies müsse sich der Bauhof vermehrt der Pflege öffentlicher Anlagen annehmen und nicht darauf vertrauen, dass das irgendwann von Anwohnern erledigt werde. „An einigen Stellen sieht die Tourismusstadt Monschau doch sehr ungepflegt aus.”

Die Straßen seien an vielen Stellen nur „holperig geflickt” und der nahende Winter werde den Zustand der Fahnbahndecken zusätzlich verschlechtern, so Brigitte Olschewski.

Für die Sozialdemokratin ist das „Hengstbrüchelchen” in Imgenbroich ein zusätzlicher Knackpunkt. Dort fließe ohnehin zu viel Verkehr und es werde zu schnell gefahren. Wegen der derzeitigen Umleitung werde die Situation zusätzlich verschärft, zumal sich dort nun auch Lkw durch die enge Straße winden müssten. Olschewski: „Dort kommt es jeden Tag zu brisanten Situationen.”

Womit die SPD wieder bei einem ihrer Dauerbrenner angelangt wäre, der Ortsumgehung. Ab „Flora” oder „Hargard”, sinniert Mathar, mache eine Ortsumgehung Sinn. Nach längstens fünf Minuten wäre das Thema Imgenbroich für den Durchgangsverkehr erledigt. Und die Dörfer Kalterherberg, Höfen und Mützenich mit „derzeit vielen Leerständen” würden wegen ihrer besseren Erreichbarkeit als Wohnorte wieder attraktiver. Mathar: „Wir müssen verträgliche Verkehrswege schaffen. Ich verstehe da die Haltung der CDU nicht.”

Sorgen bereiten der SPD die Finanzen der Stadt. Seine Fraktion habe bereits vor der Haushaltsverabschiedung gemahnt, es werde einen Einbruch bei der Gewerbesteuer geben, so Mathar. Der sei jetzt da und das Haushaltsdefizit bereits eine Million Euro größer als vorausgesagt. Angesichts einer möglichen Haushaltssperre „dürfen wir das so nicht hinnehmen”.
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