Schüler suchen den Traumberuf

Von: Andreas Gabbert
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Praxisnah: Patrick Heinen bekommt von Jan Peter Fassbender gezeigt wie es geht. Foto: Andreas Gabbert

Imgenbroich. Nach dem Ende der Schulzeit steht eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben an: „Was will ich werden? Welchen Beruf soll ich ergreifen?” Um den Schülern eine Orientierung und Einblicke in die Berufswelt zu geben gibt es den Ausbildungstag, der Kommunen Roetgen, Simmerath und Monschau, der zum neunten Mal stattfand.

Dieses Mal unter dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann ... einen Ausbildungsplatz finden!?”

53 Unternehmen und Einrichtungen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Handwerk, Industrie, Versicherungen, Dienstleistungen, Hochschulen, Verbänden oder Behörden waren nach Imgenbroich ins Himo gekommen, um dort über ihre Arbeit zu informieren. In Gesprächen, mit Schautafeln und -objekten oder mit ganz konkreten Beispielen aus der Praxis wurde den Schülern die Berufswelt näher gebracht.

Hunderte Schüler aller weiterführenden Schulen wuselten auf der Suche nach Informationen durch die Gänge des Himos. „Man erfährt hier vieles, was man noch nicht wusste”, bestätigt Patrick Heinen aus der neunten Klasse der Hauptschule Monschau.

Gleichzeitig ist der Ausbildungstag für die Unternehmen eine willkommene Gelegenheit sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, potentielle Auszubildende zu gewinnen und sich gleich vor Ort einen ersten Eindruck von den möglichen Bewerbern zu machen. „Wir möchten hier Kontakte zu Lehrern und Schülern knüpfen und deutlich machen, dass ein Praktikum oft der beste Einstieg ist. Das gibt beiden Klarheit”, erklärt Dieter Fink vom Forstamt Rureifel.

Das Wasserwerk Perlenbach nutzt die Gelegenheit, wie viele andere Unternehmen auch, für die Suche nach Auszubildenden. „Die meisten interessieren sich für einen Bürojob, aber nur wenige für handwerkliche Berufe”, weiß Helmut Böhmer. Für den Beruf des Anlagenmechanikers gab es im Jahr 2007 nur einen Bewerber der in Frage kam.

„Der Ausbildungstag ist eine sehr sinnvolle Einrichtung, besonders die praktischen Beispiele, wo die Schüler selbst Hand anlegen können, geben eine wertvolle Orientierung”, ist Hans Kirch, Lehrer an der Elwin-Christoffel-Realschule, überzeugt.

Um die erste Scheu bei der Kontaktaufnahme zu überwinden und sich konkret zu informieren, hatten manche Schulklassen einen Fragenkatalog entwickelt und den Auftrag bekommen sich über wenigstens drei Berufe näher zu informieren. Dennoch hätten sich einige Aussteller etwas mehr Interesse gewünscht. Andere berichten sehr positiv, so zum Beispiel ein Unternehmen für Spezialmaschinen und Apparatebau. „Nach den bisherigen Ausbildungstagen sind immer wieder Leute auf uns zu gekommen.”

„Viele Schüler haben oftmals falsche Vorstellungen”, weiß Bernhard Roder von der Firma Weiss. Deshalb sei der Tag eine gute Gelegenheit konkret über die verschiedenen Berufsbilder zu informieren. Und das ist auch ganz im Sinne der Schüler: „Wir haben noch nicht viel Erfahrung, das hier hilft uns, etwas zu finden, das uns auch Spaß macht”, erklärt Patrick Hill aus der 9b der Elwin-Christoffel-Realschule.

Franziska Palm und Zahra Zaaboul (Klasse 8a, Hauptschule Monschau) haben bereits etwas für sich entdeckt. Sie wollen gerne Friseuse werden, nachdem sie gesehen haben, wie moderne Frisuren geschnitten werden. Auch David Baales und Michael Kanaraitzkis sind fündig geworden. Sie können sich gut vorstellen etwas mit Computern zu machen.

„Wir haben bei den Informatikern nachgefragt, was man alles können muss. Die haben uns dann alles gut erklärt”, berichten die beiden Neuntklässler der Hauptschule Monschau. „Wir haben uns vorher informiert, jetzt wollen wir uns das erstmal genauer ansehen”, sagt Christina Schreiber, die mit der der neunten Klasse des St.Michael Gymnasiums gerade erst angekommen ist und sich ins Getümmel stürzt.

Beim Ausbildungstag waren auch Wolfgang Tambornino vom Arbeitslosenzentrum mit Kontakt- und Beratungsstelle für Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit sowie die Streetworkerin Heidi El-Hallani vertreten, um ihr Angebot bekannt zu machen.
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