Monschau - Schüler stürzen sich schon jetzt ins Vennbad

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Schüler stürzen sich schon jetzt ins Vennbad

Von: P. St.
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Hinein ins Vennbad: Am Mittwoch wurde schon vor der offiziellen Eröffnung das Schulschwimmen wieder aufgenommen. Die Klasse sieben des Monschauer Gymnasiums hatte Spaß beim Lernen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Am 4. Dezember 2008 war Schluss. Weil die Tragfähigkeit der Seitenpfeiler nicht mehr gegeben war, Beton bröckelte und Eisenträger wegrosteten, verfügte der damalige Monschauer Bürgermeister Theo Steinröx als Konsequenz der unsicheren Statik die sofortige Schließung des Vennbades.

1179 Tage blieb das Schwimmbad geschlossen, ehe am Mittwoch die dreieinhalbjährige Trockenzeit ihre Ende fand.

Der Klasse neun des Monschauer St. Michael-Gymnasiums war es vorbehalten, sich nach langer Durststrecke als erste ins 27,3 Grad Wasser zu stürzen. Das neue Schwimmbad an alter Stelle ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die gradlinige Gebäude-Architektur, der großzügige Eingangsbereich mit Foyer-Charakter und die ebenso funktionale wie elegante Ausstattung begeisterten nicht die nicht die Schüler.

Das 25 Meter-Becken mit Sprungbrett und Drei-Meter-Turm wurden ausgiebig getestet, Lehrschwimmbecken und Kinderbecken sind aber nicht minder wichtig.

„Ich bin restlos begeistert. Es ist enorm, was man hier geschaffen hat”, kann auch Torsten Flechtner über das neue Vennbad nur staunen. Der 53-Jährige wurde zum 1. Juni 2012 als neuer Badbetriebsmeister von der Stadt Monschau eingestellt; er stammt aus Bad Homburg, lebt aber schön länger in Simmerath.

Vor allem was die Barrierefreiheit des Bades und die technische Beschaffenheit betreffe, spricht der leitende Schwimmmeister, der dank langjähriger Berufserfahrung eine Vielzahl von Bädern kennt, von einer „gehobenen Ausstattung.” Dank der Wasserdesinfektion im Elektrolyse-Verfahren verspürt der Besucher überhaupt nicht den typischen Chlorgeruch, der ihn sonst beim Betreten einer Badeanstalt empfängt.

Ein Vergleich zum alten Vennbad, so Flechtner, lasse sich kaum noch herstellen. Früher habe der Spaßfaktor im Vordergrund gestanden, nun sei es mehr die sportliche Ausrichtung, wobei auch jetzt das Freizeitvergnügen nicht zu kurz komme.

Spaß hin oder her: Für Lehrerin Hildegard Furkert, die mit der Klasse sieben des Gymnasiums am Mittwoch die zweite Gruppe im neuen Vennbad bildete, ist entscheidend, „dass wir jetzt wieder Sport nach den Richtlinien unterrichten können”. Über drei Jahre sei der Schwimmunterricht ausgefallen. Alternativangebote in Vogelsang oder Eupen habe man wegen des großen organisatorischen Aufwandes nicht genutzt.

Ein großer Vorteil sei es auch, „dass wir beim Schulschwimmen die Halle für uns allein haben”, und die Stadt lobt sie dafür, dass zu den Schwimmstunden jetzt doch ein Busverkehr eingerichtet wurde. Die U1 des Gymnasiums bildete am Mittwoch als dritte Gruppe den Abschluss des lange vermisstsen Schulschwimmens.

Die wieder aufgenommenen Aktivitäten lockten am Mittwoch auch schon die ersten Bürger ins Vennbad. Sie mussten aber noch für zwei Wochen vertröstet werden.
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