Schüler stellen Seismik-AG vor

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Geophysik am St. Michael Gymnasium: Fabio Krämer und Felix Hoff stellten die Seismik-AG und den großen Schulglobus vor Fachpublikum in Karlsruhe vor und begeisterten mit ihrer Präsentation. Foto: Alina Schreiber

Monschau. „Wir waren die Jüngsten, weil das quasi eine Studentenveranstaltung war“, berichten Felix Hoff und Fabio Krämer, zwei Schüler des St.-Michael-Gymnasiums. Aber sie schlugen sich wacker und begeisterten das Publikum.

Die 74. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft stand auf dem Programm und wurde vom Karlsruher Institut für Technologie veranstaltet. Felix und Fabio waren vor Ort und stellten dort unter anderem die Seismik-AG des Gymnasiums vor. Die Einladung an der Tagung teilzunehmen, kam eher plötzlich, als „Herr Arndt während der Matheklausur in den Raum stürmte“, wie Fabio lachend berichtet.

Beide Schüler gehören nun schon seit der fünften Klasse zur Seismik-AG, die zu einem nicht unbedeutenden Teil ihrer Schulzeit geworden ist. Für ihre Präsentation gestalteten die Jungs zwei große Poster. Auf einem dieser Poster stellten sie die Erdbebenwarte des Gymnasiums vor, die aus insgesamt drei Seismographen besteht. Damit können auch Signale von weiter entfernten Erdbeben festgehalten und mit einem 3D-Seismogramm geortet werden.

Auch der große Geophysik-Globus blieb nicht unerwähnt. Seit 2009 kann man diesen auf dem Schulhof des Gymnasiums bewundern. Den komplizierten Bau des Gebildes kann man aber nur erahnen. Wie aufwendig die gesamte Gestaltung tatsächlich war, haben die Schüler noch einmal genau erklärt und Liebe zum Detail bewiesen.

Auch mit dem zweiten Plakat weckten die beiden Schüler Interesse. Damit wurde die Seismik-AG und ihre beeindruckende Geschichte vorgestellt. Der Ursprung liegt lange zurück in den Tiefen des MGM-Schulkellers. 1994 überlegten sich 23 Schülerinnen und Schüler in einer Projektwoche zum Thema „Lebendige Steine“ wie und womit man Erdbeben erfassen kann, und so wurde das Rad langsam ins Rollen gebracht. Seismographen wurden gebaut und 1995/96 erreichten Bernd Naeth, Thomas Poschen und Sebastian Schork damit bei „Jugend forscht“ den zweiten Platz auf Bundesebene. Kurz darauf beschlossen einige Schüler eine Seismik-AG zu gründen, die schließlich bis heute besteht. Die verheerenden Folgen von Erdbeben sind seitdem ein wichtiges Thema der Gruppe.

Auch Fabio und Felix interessieren sich sehr für diesen Themenbereich, was sie ihr Publikum in Karlsruhe auch haben spüren lassen. Vor allem Studenten, die sich die Präsentation ansahen, waren begeistert. „Schade, dass es sowas bei uns nicht gab“, bekamen die Jungs zu hören. Auch der Dr. Thomas Braun vom Seismologischen Observatorium in Arezzo war angetan. „Er hat sich die Präsentation Ihrer Schüler angesehen und war ganz begeistert von dem Engagement und Elan, mit dem die Schüler Seismologie betreiben“, schrieb Dr. Thomas Forbriger vom Geophysikalischen Institut an Ulrich Arndt, der die Seismik-AG schon seit vielen Jahren leitet.

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