„Schüler powern für die Umwelt“: Verhilft der Hühnerhof zum Sieg?

Von: M.S.
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Blicken optimistisch und mit Chancen auf Sieg und Platz in Richtung Treppchen beim Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt“: die Jungen und Mädchen der Eicherscheider Förderschule. Foto: M. Schmitz

Nordeifel. Vor bald 20 Jahren rief Ulrich Wetter–Wendt, Lehrer an der Förderschule Nordeifel in Eicherscheid, ein beispielhaft erfolgreiches Projekt des Lernens und Leistens ins Leben. Sachkundig unterstützt vom damaligen Hausmeister der sonderpädagogischen Einrichtung und versierten Hühnerhalter, Heinrich Kell, gründete Wetter–Wendt einen munteren Geflügelhof.

Und das mit mehrfachem Nutzeffekt. Seitdem krähen die Hähne, gackern und scharren die Hennen im Stall und auf dem Schul–Wiesengelände Bachstraße im Dienste lebendigen Biologie– und Naturkundeunterrichts.

Als störend empfunden und die harmonische Idylle im Einklang von Mensch und Tier trübend, wurden allenfalls unheilsame Besuche von Reineke Fuchs im panisch flatternden Hühnerhaufen empfunden. Nun trägt das Engagement beider Männer freilich reiche Früchte: Ein zwölfköpfiges Team von Jungen und Mädchen der Mittelstufe, elf bis 14 Jahre jung, beteiligt sich derzeit mit guten Chancen auf Sieg und Platz am Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt“. Er wurde vom Stolberger Unternehmen EWV (Energie– und Wasserversorgung) für Grund– und Förderschulen im Firmen-Verbreitungsgebiet der Städteregion Aachen, der Kreise Düren und Heinsberg ausgeschrieben.

Seitens der Bildungseinrichtung betreuten das Projekt „Vom Ei zum Küken und zum Huhn“ die Kolleginnen Charlotte Rebiere („Der listige Rotrock ist in den Ferien besonders aktiv, dann wissen wir unser Federvieh mit einem soliden Stall zu schützen“) und Klassenleiterin Natalie Moosmayer. „Der Prozess im Brutkasten und die Aufzucht der Küken bereichern unseren Biologieunterricht ganz enorm, artgerechte Pflege und Haltung der Tiere ermöglicht den lernenden jungen Menschen unmittelbare Naturbegegnungen im Klassenzimmer und vermittelt zugleich wertvolles Fachwissen“, sagt Referendarin Charlotte Rebiere.

Drei Wochen benötigten die Küken mit kräftiger Unterstützung durch lebenspendende Wärmelampen bis zum Schlüpfen. „Wir starteten im September, um vor Frost sicher zu sein“, so die beiden Pädagoginnen zur Überlebenstaktik.

Klaudia Ratzke, Referentin des Stolberger Energielieferanten, erläuterte das Vorhaben vor Förderschüler/innen und deren Lehrerkollegium. Demnach beteiligten sich Lehrstätten mit insgesamt 33 Arbeitsthemen. Jede teilnehmende Klasse erhält 50 Euro für die Gemeinschaftskasse, zudem ein schickes T–Shirt. Am 13. Juni, blickt Ratzke voraus, werde die Jury das Siegerteam auszeichnen, 500 Euro winken den glücklichen Gewinnern. „Das Geld könnten wir prima gebrauchen, denn wir gehen auf Klassenfahrt in die Südeifel“, sagt Charlotte Rebiere. Klaudia Ratzke indes hat vielversprechend an die Eicherscheider Förderschule beste Erinnerungen: „Ihre Jungen und Mädchen nahmen mit Begeisterung und recht positiver Resonanz bereits an den Wettbewerben Kräuterspirale und Müllrecycling teil.“ Also dann…toi, toi, toi!

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