Schon 6000 Besucher: James-Rizzi-Ausstellung findet großen Anklang

Von: Beate Weiler-Pranter
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Die erste James-Rizzi-Gedenkau
Die erste James-Rizzi-Gedenkausstellung in Heimbach hat schon 6000 Besucher angelockt. Damit alle Interessierten die Chance haben, die Bilder zu sehen, wird die Ausstellung verlängert. Foto: imago/Sämmer

Heimbach. Der Andrang ist enorm. Allein am vergangenen Sonntag bestaunten gut 600 Besucher die bunte Bilderwelt des Pop-Art-Künstlers James Rizzi in den Räumen der Internationalen Kunstakademie. Während der Woche stehen Schulklassen schon morgens Schlange und internationale Gäste drängen in die unterschiedlichen Abendveranstaltungen.

Um noch möglichst vielen Besuchern einen Gang durch die vor Leben sprühende Werkschau zu ermöglichen, beschlossen die verantwortlichen Initiatoren, die Laufzeit der weltweit ersten offiziellen Gedenkausstellung zu verlängern: Statt am 3. Juni ist die Finissage nun erst für den 17. Juni vorgesehen.

So kann die erwartete Besucherflut besonders zu den Pfingstfeiertagen gelenkt werden, da sich niemand mehr in letzter Sekunde durch die Ausstellung schieben muss. Von der Fristverlängerung profitieren auch viele Schulen, die bislang noch keinen Termin für die begehrten Führungen ergattern konnten.

Da seit der Vernissage am 29. April jeder einzelne Ausstellungsgast mitgezählt worden war, konnten Landrat Wolfgang Spelthahn und Franz-Josef Hellwig, Verwaltungsleiter der Kunstakademie, den 6000. Besucher auf Burg Hengebach begrüßen. Blumenstrauß, Präsente und Freikarten lagen bereit, als Rosi Liedgens durch die Tür trat.

Gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen, Elli Germscheid und Christel Rasbach, hatte sich die alte Dame aus Düren auf den Weg nach Heimbach gemacht, um den lang geplanten Rundgang durch die Rizzi-Retrospektive umzusetzen. Das bunt bemalte Condor-Modell in der Sparkasse Düren hatten sich die Drei längst angeschaut.

Während das Kunst interessierte Senioren-Trio nach dem Überraschungsempfang durch die Werkschau bummelte, äußerte sich Wolfgang Spelthahn erfreut über die riesige Resonanz der Ausstellung: „Es ist einer der größten Erfolge in der Region.” Zu Beginn der Ausstellung hätten viele die erreichbaren Besucherzahlen nur auf 4000 bis 5000 geschätzt. „Doch wir haben optimistisch und gut kalkuliert. Durch die zeitliche Verlängerung von zwei Wochen schaffen wir vielleicht die 10.000er-Marke”, wagt er einen Blick nach vorne.

Auch die Verkäufe im „Art Shop” laufen nach Aussage vom Vorsitzenden des Trägervereins optimal. Viele der oft großformatigen Grafiken seien bereits verkauft. Ein weiterer Grund zur Freude für die Kunstakademie. Denn von jedem Rizzi-Werk, das im „Museumsladen” der Galerie „Popular Art” den Besitzer wechselt, fließen zusätzliche zehn Prozent in den Ausbau der künstlerischen Arbeit mit behinderten Kindern. In Zukunft könnten deshalb vermehrt kreiseigene Förderschulen an dem Programm auf Burg Hengebach teilnehmen, kündigte der Politiker an.

Wie beflügelnd und motivierend die Auseinadersetzung mit Kunst sein kann, zeigt sich zudem an der regen Teilnahme am ausgeschrieben Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Mittlerweile sind 48 Werke „à la Rizzi” im Kreishaus angekommen: Vom fröhlich bemalten Klein-Objekt bis hin zum Monumentalwerk mit einer Höhe von viereinhalb Metern. „Bis zum Abgabeschluss rechnen wir mit weiteren Exponaten, schließlich arbeiten Künstler immer bis zum letzten Moment”, sagte Spelthahn.
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