Schnellmalwettbewerb: Mit Block, Farbe und Pinsel in den Gassen

Von: V.M.
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Maler und Initiator der Pintur
Maler und Initiator der Pintura Rápida, Manfred Beumers, bei seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Malen. Foto: V. Monterey

Monschau. Drei Männer vom Fach werden bei dem zweiten Schnellmalwettbewerb „Pintura Rápida” am kommenden Sonntag in der Altstadt von Monschau ihre Erfahrung und ihr Wissen zur Verfügung stellen und eine Entscheidung fällen.

Die Jury, Professor Helmut J. Jakobs, langjähriger Dekan des Fachbereichs Gestaltung und Prorektor für Lehre und Studium der Fachhochschule Aachen, der Künstler und Gründungsinitiator des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK), Karl von Monschau und Maler und Galerist Manfred Beumers werden unter allen Teilnehmern die drei Gewinner ermitteln.

Zu dem Schnellmalwettbewerb, der nun in zweiter Folge stattfindet, sind sowohl professionelle Künstler als auch talentierte Amateure und Hobbymaler ab 16 Jahren eingeladen.



Ab neun Uhr morgens sind die Tore der Galerie Beumers im Tuchschereratelierhaus geöffnet, um sich dort den mitgebrachten Malgrund, der ein Mindestformat von 30 mal 40 Zentimetern haben und das Höchstmaß von 150 mal 100 Zentimetern nicht überschreiten sollte, abzustempeln.

Zur Wahl stehen die Kategorien: Öl, Acryl und Aquarell. Dann kann es los gehen, in und um Monschau, in den Gassen, auf dem Marktplatz, oben auf dem Haller oder in der Natur rund um Monschau. Vorgegeben ist nur das Thema ”Monschau”. Stil und Umsetzung bleiben dem Künstler offen. Mitzubringen sind lediglich gute Laune, Spaß an der Arbeit und alle benötigten Materialien.

Bis spätestens 18 Uhr sollten die fertigen Bilder im Creperie-Café Weekend, in der Rurstraße 9, abgegeben sein, wo dann die dreiköpfige Jury zusammenkommt und die besten Bilder ermitteln wird.

Man sei eine ”gute Ergänzung”, so Jakobs während der Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Monschau. Seine eigene Stärke sei die ”ganzheitliche Betrachtung, der Ausdruck, die Tiefe, die Intention” der Bilder.

Das Entscheidende sei aber letztlich ”die Auffassungsgabe”, so Jakobs. Seine Erfahrung habe gezeigt, dass das Grundwissen der klassischen Malerei auch in den heutigen modernen Studiengängen mit High-End-Videoschnitt und digitaler Filmproduktion nicht wegzudenken ist.

Das wird sich während der kommenden Pintura Rápida bestätigen, wo die schnelle Umsetzung des Gesehenen gefragt ist und auf das Papier gebracht werden muss, wo die Verinnerlichung von Perspektive, Farblehre und Komposition eine wichtige Rolle spielt.

Neben den Künstlern und Künstlerinnen erwartet man auch eine Reihe von Besuchern, die eigens nach Monschau kommen, um dem außergewöhnlichen Event beizuwohnen, schaffe dieses doch eine ganz besondere Atmosphäre und festige Monschaus Begriff zur Kunststadt.

Nicht nur als langjähriger Dekan und Prorektor für Lehre und Studium des Fachbereichs Gestaltung mit den beiden Schwerpunkten Kommunikationsdesign und Produktdesign und als künstlerischer Assistent für Bruce Nauman, sondern auch als einstiger Stadtrat für die freie Wählergemeinschaft der Stadt Monschau, weiß das Jurymitglied als Experte darüber zu sprechen.

Den Maler und Initiator der Pintura Rápida, Manfred Beumers habe er erst hier in der Galerie Beumers kennengelernt.

Ihn fasziniere die ”Expression, die Farbe und die Kraft” seiner Bilder und habe mit der Galerie ein ähnliches Konzept umgesetzt, was er einst mit dem geräumigen Atelier in dem alten Tuchschererhaus zwischen der evangelischen Kirche und dem Roten Haus im Sinn gehabt habe.

”Für Monschau ist es genau das, was es braucht” und eine wichtige Aktion, die darüber hinaus noch weiter ausbaufähig sei.


Am Abend, wenn sich alle Teilnehmer im Creperie-Café Weekend versammelt und die Jury sich auf die besten Kunstwerke einig werden konnte, werden im Beisein des Schirmherrn der Pintura Rapida, dem Publizisten, ehemaligen Chefredakteur der Aachener Nachrichten und Kurator der Ausstellung ”Umwelt-Akzente II”, Kaspar Vallot die Gewinner bekannt gegeben. Auf sie wartet ein Preisgeld über 500, 300 und 100 Euro. Die Gewinnerbilder werden dann in Monschau ausgestellt und im Namen der Künstler zum Verkauf angeboten.

Im Vordergrund stehen sollte aber nicht nur das Messen untereinander, sondern auch das Sammeln von Erfahrungen und der Austausch untereinander, wozu es nach dem Wettbewerb noch genügend Raum und Zeit gibt, um zu diskutieren und in fröhlicher Runde zusammenzusitzen.

”Das wird eine spannende Aufgabe”, freut sich Jansen auf den kommenden Sonntag, wenn hoffentlich viele kreative Köpfe ihren Ideen freien Lauf lassen.

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