Schnelles Internet in Konzen bis zum Jahresende

Von: aj
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Neue Glasfaserkabel sollen bis Ende des Jahres in Konzen verlegt sein. Foto: dpa

Konzen. Pünktlich zu Weihnachten 2015 sollen die Konzener Bürger sozusagen schnelles Internet auf dem Gabentisch haben.

Dies zumindest stellte jetzt Georg Ungermann, Mitarbeiter der Telekom im Bereich Montage und Betrieb, bei einer Informationsveranstaltung zum Thema „Breitbandversorgung in Konzen“ in Aussicht. Ungermann zeigte anhand einer Präsentation, wie der Ausbau der Breitbandversorgung erfolgen soll und stellte sich anschließend den Fragen der Bevölkerung.

Zurzeit läuft der Datenstrom von der Vermittlungsstelle in der Monschauer Laufenstraße (unterhalb des Carat-Hotels) über Kupferkabel nach Konzen. Im Umkreis von einem Kilometer ist die Versorgung gut, aber je weiter man sich von der Vermittlungsstelle entfernt, desto schlechter wird sie.

In Zukunft soll das VDSL-Signal weiterhin aus Monschau kommen, allerdings über ein Glasfaserkabel. Diese Leitung wird in den nächsten Monaten in Leerrohre zwischen Monschau und Konzen geschossen, die schon verlegt sind, sodass keine größeren Bauarbeiten nötig sind und es „keinen Dreck vor der Haustür“ geben wird, wie Ungermann versprach.

Über das Glasfaserkabel wird das Signal in Schaltkästen geleitet, derer es acht in Konzen gibt. Diese Schaltkästen müssen technisch zu Multifunktionsgehäusen umgerüstet werden und erhalten einen Stromanschluss. Von dort gelangt das Signal durch die vorhandenen Kupferkabel in jeden Haushalt. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Internetversorgung während der Baumaßnahme nicht beeinträchtigt wird und dass nicht jeder Hausanschluss geändert werden muss.

Ein Problem gibt es dabei allerdings im Krähwinkel. Dort ist es technisch nicht möglich, die Leitung zu verlegen, ohne die Verbindung zu stören, so dass der Ausbau dort erst später erfolgen kann. Wenn alles glatt läuft, sollen die Arbeiten im restlich Teil des Ortes am 23. Dezember abgeschlossen sein und die Übergabe vom Netzbetreiber an die Stadt Monschau erfolgen.

Dann können die Konzener mit 50 MegaBit pro Sekunde durch das Internet surfen, denn diese Geschwindigkeit erlaubt die neue Glasfaserverbindung jedem Anschluss, der nicht mehr als 500 Meter von einem Schaltkasten entfernt ist.

Um das Bauprojekt finanzieren zu können, muss die Stadt eine „Wirtschaftslichkeitslücke“ von 293.080 Euro schließen. 180.000 Euro davon übernimmt das Land, das einen Förderantrag aus Monschau bewilligt hat. Nach Vertragsabschluss im Januar liegt die Verantwortung bis zur Übergabe an die Stadt nun bei der Telekom, die die Netzplanung übernimmt und eine Firma für die anstehenden Bauarbeiten aussucht.

Dieser Ausbau ist aber nur der erste Schritt zu einer besseren Breitbandversorgung. Später soll dann die Vectoring-Technik eingeführt werden. Diese erhöht die Versorgung sogar auf 100 MBit/s, indem sie elektromagnetische Störungen in den Leitungen beseitigt. Der erste Baustein für diese Weiterentwicklung wird bereits mit dem Glasfaserkabel gelegt.

Der Ausbau der Breitbandversorgung in anderen Orten der Stadt Monschau war bis jetzt wegen der immensen Kosten nicht möglich, doch das Land NRW ist auf dem Weg seine Förderrichtlinie zu ändern, so dass der Ausbau auch dort 2016/17 möglich gemacht werden könnte.

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