Schnelles Internet für die Eifel lässt auf sich warten

Von: P. St.
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Monschau. Die flächendeckende Breitbandversorgung der Stadt Monschau lässt weiter auf sich warten.

Zwar bekundet die Deutsche Telekom in regelmäßigen Abständen ihren guten Willen, für eine schnellere Datenübertragung zu sorgen, damit die Nutzung des Internets nicht zur Geduldsprobe wird, aber die konkrete Umsetzung dauert.

Das hat sich auch nach der gemeinsamen Sitzung des Ausschüsse für Wirtschaft, Kultur und Tourismus und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Dorfentwicklung und Verkehr nicht geändert.

Referent Gregor Theißen der Deutschen Telekom AG aus Bonn machte glaubhaft die Bemühungen des Unternehmens deutlich, auch den ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen, doch Werner Krickel (Grüne) bat eindringlich darum, nach zweijähriger Beratung über dieses Thema nun einen konkreten Zeit- und Kostenplan zu verabschieden.

Alexander Lenders (CDU) erinnerte an das Prinzip der Gleichbehandlung bei der Breitbandversorgung. Der ländlicher Raum dürfe nicht vernachlässigt werden.

Schließlich habe die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, dass bis zum Jahr 2014 etwa 75 Prozent der Haushalte mit dem schnellen Glasfaberkabel versorgt sein sollten.

„Der ländliche Raum ist mir ein besonders Anliegen”, versicherte Gregor Theißen. Eine Investitionssumme von 300 Millionen Euro stehe bereit.

Allein aber könne die Telekom diese Aufgabe aber nicht lösen; die Kommunen könnten beispielsweise Mittel aus dem Konjunkturpaket für die Breitbandversorgung einsetzen.

Außerdem bestehe die Kunst bei der Kabelverlegung darin, sich mit anderen Versorgern abzustimmen, um vorsorglich Leerrohre zu verlegen. Wirtschaftliche Aspekte, räumte Theißen ein, spielten stets eine Rolle, und da seien die Städte eben klar im Vorteil.

Im Stadtgebiet Monschau verfügen derzeit 5800 Kunden über einen Festnetz-Anschluss, 55 Prozent davon besitzen einen DSL-Anschluss. Das Problem ist jedoch die Erreichbarkeit der Orte.

In unmittelbarer Nähe des Netzknotenpunktes Monschau ist die volle Leistung noch verfügbar, doch über fünf Kilometer hinaus läuft fast nichts mehr, weil der Widerstand des herkömmlichen Kupferkabel zu groß wird.

Mit der neuen Breitband-Technik wären fast 94 Prozent der Haushalte im Stadtgebiet Monschau erreichbar, 340 Anschlüsse gelten als nicht versorgbar.

Derzeit sind in den weiter entfernten Orten Höfen und Kalterherberg 10 bis 15 Prozent der Anschlüsse nicht erreichbar.

In absehbarer Zeit, räumte Theißen ein, könne man noch nicht einer Verbesserung der Situation rechnen: „Ich will Ihnen da keine Möhre vor die Nase hängen.”

Die Verlegung der Glasfasertechnik koste allerdings „ein paar Euro.” Man können von Kosten zwischen 50.000 und 60.000 Euro pro Kilometer Tiefbau ausgehen; hinzuzurechnen sehen neue Verteilerschränke für jeden Ort mit 30.000 Euro pro Stück.

Trotz dieser wenig hoffnungsfroh stimmenden Zahlen hofft man in Monschau, dass die Breitbandversorgung bald konkrete Züge annimmt. Die städtische Beigeordnete Margarete Ritter: „Wir stehen im wöchentlichen Dialog mit der Telekom.”
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