Schneller mit dem Bus nach Aachen ist das oberste Ziel

Von: P. St.
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Die Verbesserung der Schnellbuslinie von Simmerath nach Aachen ist wesentlicher Bestandteil des neuen Nahverkehrsplans. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Busfahren in der Eifel sieht in der Praxis oft so aus, dass man sich zu verkehrsschwachen Zeiten am Abend oder am Wochenende nicht unbedingt auf den Bus verlassen sollte, um von Dorf zu Dorf kommen. Bei der Fahrt nach Aachen kann es zu bestimmten Zeiten dagegen durchaus passieren, dass man als Fahrgast keinen Sitzplatz mehr bekommt.

Der Alltags-Praxis des ÖPNV steht der theoretische Überbau, der Nahverkehrsplan (NVP) des Aachener Verkehrsverbundes (AVV), gegenüber. Die Aufstellung des NVP für die Jahre 2016 bis 2020 ist seit Monaten ein großen Thema in der Städteregion Aachen.

Auch in der Gemeinde Simmerath ist das nicht anders. Hier empfahl der Struktur- und Hochbauausschuss jetzt dem Städteregionstag die Aufstellung des NVP bezüglich der auf Simmerath bezogenen Inhalte.

450.000 Euro lässt sich die Gemeinde Simmerath jährlich den ÖPNV kosten, 530.000 Kilometer legen die Busse jährlich im Gemeindegebiet zurück.

Nach langen Vorgesprächen und Nachbesserungen zeichnet sich für Simmerath ab, dass der Kostenrahmen in Zukunft beibehalten wird und zwei wichtige Forderungen in den neuen NVP einfließen werden: Die Verkehrsverbindung ins Oberzentrum Aachen soll ab 2017 verbessert werden. Die Busse fahren dann zügiger einem kundenfreundlichen Stundentakt.

Auch die touristischen Belange für die Eifel sollen mehr Berücksichtigung finden, insbesondere was die Verbindung Aachen - Vogelsang betrifft. Inwieweit hier eine konkrete Anpassung des Fahrplans erfolgt, hänge von der Gestaltung Programm-Angebots in Vogelsang ab, sagte Hans-Joachim Sistenich, der ehemalige AVV-Geschäftsführer jetzt bei Präsentation des modifizierten NVP im Simmerather Strukturausschuss.

Schülerverkehr neu regeln

Ein weiterer für Simmerather wichtiger Punkt ist der so genannte Schüler-Spezialverkehr. Hier drängt Simmerath darauf, dass die Schülerbeförderung zu den Simmerather Grundschulen und zur Sekundarschule ausdrücklich in den neuen NVP aufgenommen wird. Damit sollen Kosten und Extra-Fahrten eingespart werden. Nach weiteren Gesprächen aber wird diese Forderung insoweit modifiziert, indem der Ausschuss zur Kenntnis nahm, dass die Überführung des Schülerverkehrs in den NVP zunächst noch nicht Bestandteil des neuen Plans sein soll, aber dieser Forderung eine Diskussion über Optimierungsmöglichkeiten folgen soll.

Kleine Einschränkungen müssen die Eifeler ÖPNV-Fahrgäste nach weiteren Gesprächen mit der Stadt Aachen beim Schnellbuskonzept hinnehmen, da die Stadt die finanzielle Last mindern wollte. So soll zu verkehrsschwachen Zeiten und am Wochenende ab Roetgen wechselweise ein Bus über Walheim bzw. die Monschauer Straße fahren. Der Stundentakt soll aufrecht erhalten bleiben. Sistenich: „Dieser Vorschlag scheint konsensfähig zu sein.“

Eine große Baustelle ist für den AVV das Thema Barrierefreiheit. Bis 2022 schreibt das Personenbeförderungsgesetz eine „vollständige Barrierefreiheit“ beim ÖPNV vor. Dies würde vor allem die Haltestellen betreffen. Für das weitere Vorgehen soll zunächst einmal eine Bestandaufnahme erfolgen, danach eine Priorisierung.

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