Höfen - Schnelle Verbindung von der Höfener „Funk“ in alle Welt

Schnelle Verbindung von der Höfener „Funk“ in alle Welt

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Die Freifunk-Gruppe Aachen bei der Arbeit: In der Höfener Flüchtlingsunterkunft wurde jetzt ein leistungsstarkes W-Lan-Netz installiert. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Betritt man eine der Flüchtlingsunterkünfte in der Region, dann bietet sich immer das gleiche. Die Menschen schauen auf ihre Smartphones, um Verbindung mit Familienangehörigen, Verwandten oder ihrer Heimat aufzunehmen. Doch nicht überall sind die technischen Voraussetzungen für die drahtlose Kommunikation gleich gut.

Dass in Kürze von der Notunterkunft in Höfen aus, die im Gebäude der ehemaligen „Funk“ auf dem Heidgen untergebracht ist, die Verbindung in alle Welt zügig und störungsfrei funktioniert, ist der Freifunk-Gruppe Aachen zu verdanken, die bereits seit dem vorigen Jahr dabei ist, ein freies Bürgernetz aufzubauen. Die Resonanz ist ungebrochen hoch. Ziel ist es, allen Nutzern, einen Freien W-Lan- Zugang (Wireless Local Area Network) zu ermöglichen.

In der städteregionalen Unterkunft wurden am Freitagnachmittag die Vereinsmitglieder von Freifunk Aachen aktiv, um hier einen Freifunkrouter zu errichten. Die Städteregion hatte die Leitung zur Verfügung gestellt, die Kosten für die technische Ausstattung war über Spenden finanziert worden.

Die Aachener Freifunk-Gruppe hat bereits in mehreren Flüchtlingsunterkünfte freies W-Lan eingerichtet. Obwohl erst seit einem guten Jahr aktiv, wurde bis heute bereits ein Netzwerk von über 800 Routern in der Städteregion, davon etwa die Hälfte in Aachen, aufgebaut. Die Grundidee von Freifunk basiert darauf, solche Netze nicht nur als getrennte Internet-Einwahlknoten zu nutzen, sondern untereinander zu verbinden und zu einem immer größeren Bürgernetz zusammenzuschließen, über das dann jeder Bürger frei verfügen kann.

In der Höfener „Funk“ wurde von der Telekom die vorhandene, aber nach Schließung der Bundesnachrichtendienst-Station abgeklemmte 6000 M-bit-Leitung wieder in Betrieb genommen. Die Mitglieder von Freifunk wollen aber in der Umgebung der Unterkunft nach einer leistungsstärkeren Verbindung suchen, damit das freie W-Lan auch bei intensiver Nutzung weiter funktioniert. In der Unterkunft Höfen sind derzeit knapp 170 Personen untergebracht. Wenn diese aber alle gleichzeitig kommunizieren würden, dann würde es auch für den Freifunk-Rooter eng. Mehrere Flüchtlinge haben sich bereits Prepaid-Karten gekauft, um eine stabile Verbindung zu besitzen.

Auch in der Unterkunft Monschau-Haag wollen die Freifunker demnächst vorbeischauen, um hier ebenfalls die drahtlose Kommunikation zu verbessern.

Die Freifunker verfügen über den Status eines Netzanbieters wie z. B. die Telekom. Die Zielsetzung des Zusammenschlusses ist es, dass in Zukunft alle Anbieter freies W-Lan zur Verfügung zu stellen, wie es in vielen anderen Ländern bereits üblich ist.

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