Schneemassen auf Flachdächern: Noch herrscht Gelassenheit

Von: Ernst Schneiders
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Nordeifel. Viele Betriebe in der Eifel verlassen sich nicht auf den Beistand einer höheren Macht, die es schon richten wird, sondern greifen zur Schaufel, um die Flachdächer von den Schneemassen zu befreien.

Und was da an Schneemasse auf den Dächern lastet, sind nicht bloß die für Eifeler Verhältnisse eher unspektakulären 50 Zentimeter, die vom Himmel gefallen sind. Wegen der bisweilen heftigen Schneeverwehungen werden auf dem Maßband ganz andere Schneehöhen abgelesen, die von unten so nicht sichtbar sind. Panik kommt dabei nicht auf, denn der Eifeler als solcher weiß mit derlei Situationen umzugehen, bleibt entspannt und schippt wie ein Weltmeister.

Vorsichtsmaßnahmen haben indes nicht nur die kleinen und mittleren Betriebe getroffen. Die Otto Junker GmbH in Lammersdorf, einer der größten Arbeitgeber der Region, wollte ebenfalls nichts dem Zufall überlassen, wie Geschäftsführer Dr. Hans Rinnhofer auf Anfrage erklärte. Das Flachdach eines kleinen Teils des Bürotraktes wurde vorsorglich abgeschaufelt und freigefräst.

Um diese Arbeiten „ungestört” ausführen zu können, habe der betroffene Teil der Belegschaft in anderen Büros Platz genommen, so der Geschäftsführer. Ein akute Gefährdungslage habe nicht bestanden und bestehe auch nach neuerlichen heftigen Schneefällen nicht. Rinnhofer widerspricht damit Gerüchten, das Unternehmen habe wegen akuter Gefahr Teile der Belegschaft nach Hause schicken müssen: „Das war nicht der Fall. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme.”

Über Vorsichtsmaßnahmen wurde auch in den Rathäusern der Nordeifel-Kommunen nachgedacht. Doch lediglich in Roetgen sah man die Notwendigkeit, vorsorglich das Flachdach der Sporthalle freizumachen und freizuhalten. In Simmerath, so Pressesprecherin Ulrike Lange-Wiemers, seien alle Flachdächer auf öffentlichen Gebäuden unter Beobachtung der Hausmeister. Trotz es starken Schneefalls bestehe allerdings derzeit kein Handlungsbedarf. Lange-Wiemers: „Wir müssen die Entwicklung abwarten.”

Auch in Monschau sieht man die sich immer höher auftürmende weiße Pracht gelassen. Im Turnus von drei Jahren müsse die Stadt die Statik der öffentlichen Gebäude und die Tragkraft der Dächer von Fachleuten überprüfen lassen. Das stehe in Monschau erst am Jahresende wieder an, so Bürgermeisterin Margareta Ritter: „Die Schneelast auf den Dächern ist demnach unbedenklich.”

Teilweise Entspannung verspricht der Mittwoch, zumindest in den Tälern, wo Tauetter einsetzen soll. Auf den Höhen soll es allerdings bei Werten um den Gefrierpunkt weiter schneien.
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