Konzen - Schmökern statt sprechen: Telefonzelle als Bücherschrank

Schmökern statt sprechen: Telefonzelle als Bücherschrank

Von: hes
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Termin am neuen Bücherschrank: Förderverein und Kinder der Grundschule Konzen freuen sich mit Lit.Eifel-Chefin Margareta Ritter über die neue Mini-Bibliothek. Auf den unteren Regalen steht Literatur für Kinder, weiter oben für Erwachsene. Foto: H. Schepp

Konzen. Das Herz des Dorfes Konzen hat einen neuen Blickfang: Gleich an der Einfahrt zum vorderen Schulhof der Grundschule an der Konrad-Adenauer-Straße, gleich neben der blechernen „Konzener Dorfkuh“, steht seit wenigen Tagen ein türkisfarbenes Häuschen in der Form einer Telefonzelle.

Tatsächlich hat der Kasten viele Jahre der Telekom(munikation) gedient, ehe das Handyzeitalter die kleinen gelben Zellen überflüssig machte. Der Verein Lit.Eifel jedoch hatte die schöne Idee, die ausgedienten Telefonhäuschen kunstvoll zu gestalten und in seinem Verbreitungsgebiet als Bücherschränke aufzustellen. Als es dann im vergangenen Sommer an die Vergabe der fünf Häuschen bzw. Bücherschränke ging, war das Interesse unter den teilnehmenden Kommunen groß.

Schließlich hatten die Städte Heimbach, Monschau, Stolberg und Schleiden sowie die Gemeinde Kall Glück bei der Auslosung und gewannen einen Bücherschrank. Bedingung für den Erhalt des Bücherschranks war allerdings, Paten vorzuweisen, die sich um die Bücherschränke kümmern, also um die Pflege und auch um den Bücherbestand.

„Einen solchen Paten haben wir im Förderverein der Grundschule Imgenbroich-Konzen gefunden“, freute sich Margareta Ritter, die nicht nur Bürgermeisterin von Monschau, sondern auch Vorsitzende des Lit.Eifel e.V. ist, bei der Vorstellung am Mittwoch. Man hätte auch alternative Standorte gehabt, sich aber aufgrund der Rührigkeit des Fördervereins und der Nähe zum viel gelobten Schulbücherei-Projekt „Eulennest“ für Konzen entschieden, sagte Ritter.

Die nun dort aufgestellte Zelle wurde von Künstlerin Beatrix von Bock aus Jülich gestaltet. Sie arbeitete mit eingefärbtem Tapetenmuster, das wie ein Zimmer im 19. Jahrhundert wirken soll. Die Idee des Bücherschranks besagt, dass man hier zu jeder Tages- und Nachtzeit Bücher ausleihen kann und im Idealfall ein anderes Buch dafür in den Schrank stellt. „Wir werden aber auch eine Infotafel im Schrank anbringen, auf der erklärt wird, wie die ‚Ausleihe‘ funktioniert“, so Renate Huppertz vom Förderverein.

Auch Matthias Steffens, als Ortsvorsteher und Fördervereinsvorsitzender ebenfalls in Doppelfunkton, freute sich „über diese Bereicherung unseres Ortes“ und zeigte sich sicher, dass die Betreuung bei Renate Huppertz und Vera Gottfried „in besten Händen“ sei; beide sorgten auch gleich für eine interessante Erstausstattung des Bücherschranks. Alle Beteiligten hoffen nun, dass das neue Angebot rege genutzt wird – von kleinen und großen Leseratten.

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