Eicherscheid - Scherberger Königsspiel: Mehr als nur ein Pflichttermin

Scherberger Königsspiel: Mehr als nur ein Pflichttermin

Von: peo
Letzte Aktualisierung:
10358511.jpg
Die Eicherscheider Niklas Jansen (2 v.l.) und Pascal Förster (M) am letzten Tag der „zweiten Kirmes“ in Würselen Scherberg. Musikalische Unterstützung auf der kleinen Trommel erhalten sie seit einigen Jahren von Sascha Schulze (2 v.r.), der seinen Anzug mit Schärpe und Strohhut gegen die Uniform der Eifelklänge eintauscht. Mit dabei natürlich auch Marcus Kohnen, die Maimädchen Sabrina Schillings, Chantal Zucketto und Dennis Ruoff (v.l.). Foto: Peter Offermann

Eicherscheid. Als sich die Aktiven der Eifelklänge aus Eicherscheid zu Beginn des neuen Jahrtausends erstmals auf den Weg nach Würselen-Scherberg machten, um dort das jährlich stattfindende „Scherberger Königsspiel“ von Samstag bis Dienstag musikalisch zu begleiten, hätten wohl die wenigstens geahnt, was sich daraus entwickeln würde.

Argwöhnisch beobachtete so mancher der Musiker den ihm noch unbekannten, jahrhundertealten Brauch rund um Maijungen, Maimädchen, Pritschenkinder sowie den Maikönig und die Maikönigin, wo sich junge Menschen in feinstem Zwirn auf der Kirmes präsentieren.

Das sollte sich jedoch in den kommenden Jahren ändern – von beiden Seiten ausgehend.

Einen ersten Höhepunkt setzten hierbei die Scherberger und der Verein zur Förderung des Scherberger Maibrauchtums, als sie es sich nicht nehmen ließen, auf Einladung der Eifelklänge, zum 150-jährigen Jubiläum des Musikvereins im Rahmen des Kreismusikfests 2003 zu erscheinen und den Festzug begleiteten. Dieses Ereignis, dem über 50 mit dem Bus angereiste Maijungen und Maimädchen beiwohnten, hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Eicherscheidern.

Zehn Jahre später toppten sie das Ganze und nahmen zum Musikfest der Städteregion, dass anlässlich des 160-jährigen Bestehens der Eifelklänge erneut in Eicherscheid stattfand, gleich die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft aus Scherberg mit. Zu dieser Zeit waren es aber auch schon andere Voraussetzungen. War doch Scherberg für viele der Musiker schon zur „zweiten Kirmes“ geworden. So wohnen einige nicht mehr nur den offiziellen Auftritten bei, sondern stürzen sich gleich freitags mit der Thekeneröffnung ins Scherberger Kirmesgetümmel. Und auch an den restlichen Tagen zieht es so manchen Eifler nicht allzu früh zurück in die Heimat, ist doch immer für eine Schlafunterkunft gesorgt.

Aber nicht nur an den offiziellen Terminen pflegen die Mitglieder der beiden Vereine regen Kontakt untereinander. Besuche der Eicherscheider Kirmes, der Wiesengaudi, des Dorfabends in Scherberg und bei manchem privaten Fest sind für viele mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.

Den Gegenbesuch zu ihrer „zweiten Kirmes“ starten die Scherberger dann wieder am ersten Augustwochenende (1. bis 3. August), wenn die Eifelklänge Ausrichter sind. Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann auch einen Hahnenkönig aus Scherberg oder ein Maikönigspaar aus den Reihen der Eifelklänge.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert