Schauturnen: Turner heben ab ins Weltall

Von: Max Stollenwerk
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Hoch die Schwerter: Die Turnkinder von Hansa Simmerath bauten auch Passagen des Weltraum-Märchens Star Wars in ihre Vorführungen ein. Foto: Max Stollenwerk
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Jung und dynamisch: Diese vier jungen Mädchen freuen sich auf ihren Auftritt beim Schauturnen von Hansa Simmerath.

Simmerath. Auf dem Parkplatz an der Simmerather Sekundarschule kreisen noch zahlreiche Autos auf der Suche nach einem Stellplatz, in der Sporthalle, die nicht minder gefüllt ist, läuft rhythmische Musik und die Aktiven der Turnabteilung der Hansa Simmerath sind mitten in den Aufwärmübungen: Am vergangenen Sonntag präsentierte die Turnabteilung beim Schauturnen eine große Auswahl ihres Repertoires.

Unter dem Motto „Auf ins Weltall – uns hält nichts am Boden“, wurden den Zuschauern auf der prall gefüllten Tribüne 13 kurzweilige Vorführungen geboten. Die zweieinhalbstündige Darbietung begeisterte diese sichtlich, so dass das Warm-Up mit dem Publikum, bei dem der Abteilungsleiter der Turnabteilung, Horst Nießen, rhythmisches Klatschen mit dem Publikum einstudierte, vermutlich gar nicht notwendig gewesen wäre.

Die anschließenden Darbietungen, angefangen bei den Kleinsten, bis hin zu den Erwachsenen, inszenierten eine kreative turnerische Interpretation des Weltalls. „Wir saßen einige Male zusammen, und das Motto hat sich beim Gedankenaustausch ergeben“, sagt Horst Nießen, während die Kleinsten der Turnabteilung ihre Übung mit dem Namen „Monderkundung“ vorführen und dabei, teils als Astronaut verkleidet, eine große Rakete vor sich herschieben und das Gelände mit Bobbycars erkunden. Der „Flug ins All“ und die „Planeten im Turnhimmel“ sind weitere Übungen, die passend zum Motto umgesetzt wurden.

Als die Jugendlichen, ausgerüstet mit kleinen Lichtschwertern, das Weltraum-Märchen Star Wars turnerisch darstellen, ist die Begeisterung im Publikum groß. Am Barren gibt anschließend die Männerriege eine gute Figur ab und zeigt Übungen wie den Sprung im Stütz, den Rückschwung oder einen gelungenen Abgang. „Unsere Turnabteilung hat über 400 Mitglieder, von denen heute mehr als 100 auftreten“, erzählt Nießen, der viele der Übungen für die Zuschauer moderiert und auch selber auftritt.

Keine Nachwuchssorgen

Nachwuchssorgen gebe es in der Abteilung keine, das Problem sei eher, „dass viele ab dem Jugendbereich nicht mehr dabei bleiben“, sagt er. Angesprochen auf das Schauturnen, das alle zwei Jahre vorgeführt wird, erklärt Nießen, dass „wir das Schauturnen parallel zum Trainings- und Wettkampfbetrieb vorbereiten“.

„Für die Olympischen Spiele in Rio habe ich mir extra einen Stick gekauft, damit ich die Wettkämpfe in voller Länge im Fernsehen verfolgen kann“, sagt er schmunzelnd. Zum Triumph von Deutschlands Vorzeigeturner Fabian Hambüchen merkt er an, dass „ein solcher Erfolg für die Nachwuchsturner ein Ansporn“ sei, sich im Leistungsbereich zu engagieren.

„Nicht nur im Fußball, auch bei uns im Turnen haben die Aktiven Vorbilder und Leitfiguren“, unterstreicht er, bevor er sich sein Outfit für die nächste Übung überstreift. Sein Wunsch, dass „alle Spaß haben sollen und sich niemand verletzt“, wurde Horst Nießen nach dem kurzweiligen Programm erfüllt. Wieder am Boden angekommen, war das lästige Aufräumen in der Halle schließlich auch kein Problem mehr.

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