Schaulaufen bei der Kandidaten-Wahl

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Der Kandidat genießt und strahlt. Mit einem beeindruckenden Wahlergebnis schickten die Parteifreunde Karl-Heinz Hermanns als Simmerather CDU-Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Im bevorstehenden Wahlkampf steht auch Ehefrau Annelie wieder an seiner Seite. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Simmerath/Steckenborn. Mit leuchtenden Augen zeigte sein Daumen nach oben, als sich Karl-Heinz Hermanns bei seinen CDU-Parteifreunden am Donnerstagabend im Steckenborner Saal Stollenwerk bedankte. Mit einem „Bombenwahlergebnis“, so der Gemeindeverbandsvorsitzende Bernd Goffart, wurde er auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai gewählt.

Lediglich eine Gegenstimme kam aus den Reihen der 92 Stimmberechtigten, was zu dem beachtlichen Wahlergebnis von 98,9 Prozent führte. Hierzu merkte Fraktionsvorsitzender Christoph Poschen schulterzuckend an: „Da muss sich wohl einer beim Ankreuzen vertan haben“. Das Wahlergebnis für den 56-jährigen Kandidaten, der das Handwerk der Kommunalverwaltung bei der Gemeinde Simmerath von der Pike auf gelernt hat und seit 2009 als Bürgermeister im Amt ist, fiel auch in dieser Höhe erwartungsgemäß aus.

Emotional noch sichtlich aufgewühlt und hocherfreut verkündete Hermanns, der an diesem auch für ihn so wichtigen Abend von Ehefrau Annelie („Der starken Frau an meiner Seite“) begleitet wurde, nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses und lang anhaltendem Beifall: „Ich freue mich, mit Ihnen in den Wahlkampf zu ziehen.“

Lob von allen Seiten hatte es vor dem Wahlprozedere gegeben. Bernd Goffart bezeichnete es als einen „Glücksfall für die Gemeinde“, dass sich Hermanns „als ganz wichtiges Zugpferd“ wieder bereit erklärt habe, als Bürgermeister zu kandidieren. Für dieses Amt sei es wichtig, es wieder mit einem Experten zu versehen. „Zudem kenne ich keinen anderen Bürgermeister“, so Goffart, „der so viele Termine wahrnimmt. Er weiß daher Bescheid und er weiß, wie die Menschen in Simmerath ticken“.

Gleicher Meinung war Christoph Poschen, der festhielt, dass er immer wieder vom Fachwissen des Bürgermeisters beeindruckt sei, wozu dann noch Überparteilichkeit und Menschlichkeit kämen. Auch mit Hinweis auf den politischen Gegner hielt Poschen fest: „Fachlich, davon bin ich absolut überzeugt, kann ihm niemand das Wasser reichen.“

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der in seinem Grußwort auch in eigener Sache ein wenig die Wahlkampftrommel rührte, hob die gute Zusammenarbeit mit Hermanns hervor, betonte seine Seriosität und Führungsstärke und hielt abschließend fest: „Was ich ihm hoch anrechne, ist seine Ehrlichkeit“.

Karl-Heinz Hermanns, der seit 36 Jahren in der Gemeindeverwaltung tätig ist und fast ebenso lange der CDU angehört, war es zu Beginn seiner Vorstellungsrede wichtig, sich bei seiner Familie für die langjährige Unterstützung zu bedanken.

Daran schloss sich der Dank für den politischen Rückhalt bei der gesamten CDU-Fraktion, die Zusammenarbeit mit der Städteregion (Helmut Etschenberg und Hans-Josef Hilsenbeck) und anderen politischen und sonstigen Repräsentanten im Netzwerk des Bürgermeisters an.

Das Leitmotiv seiner Arbeit werde sich nicht verändern. „Mir war und ist es als Bürgermeister sehr wichtig, intensiven Kontakt zu den Bürgern und hier vor allem zu den sogenannten kleinen Leuten zu haben“. Es bleibe dabei: „Wer mein Büro im Rathaus verlässt, muss das Gefühl haben, dass seine Anliegen ernst genommen wurden“.

Als wichtige Projekte der Vergangenheit wurden von Hermanns die Gründung des Schulverbandes Nordeifel und die Errichtung der Sekundarschule angeführt. Als wichtigste Einrichtung in der Gemeinde Simmerath bezeichnete er das Krankenhaus.

Dessen positive Entwicklung unter der neuen Trägerschaft und das wieder hergestellte Vertrauen der Bevölkerung der Eifelregion hätten mit zu der guten Auslastung beigetragen. „Hier bin ich froh, dass mit der Anerkennung zusätzlicher Betten, für die ich auch zusammen mit Helmut Etschenberg gekämpft habe, eine für unser Krankenhaus gute Perspektive erreicht werden konnte“.

Mensa, Windpark, Kindergarten

Als weitere Erfolge und Schwerpunkte seiner Arbeit nannte Hermanns die finanzielle Eigenständigkeit der Gemeinde, die erfolgte Breitbandversorgung, die unumgängliche neue Mensa für die Sekundarschule, der geplante Mehrzweckraum an der Simmerather Grundschule und die Schaffung des Windparks Lammersdorf. Dazu verwies er ausdrücklich auf die „abgeschlossenen“ Verträge, durch die man finanziell profitieren werde. Darüber hinaus werde das Parken im Zentralort natürlich gebührenfrei bleiben.

Nachdem er kurz auf den Kompromiss beim Ausbau der B 258 eingegangen war, hatte Karl-Heinz Hermanns zum Schluss noch ein „Bonbon“ parat. „Der Jugendhilfeausschuss der Städteregion hat auf meinen Antrag hin die grundsätzliche Zustimmung zum Bau eines neuen zweigruppigen Kindergartens im Neubaugebiet Lohmühlenstraße gefasst.“

Am Ende gab Vorsitzender Bernd Goffart als weiteres Ziel für die Kommunalwahl aus: „Wir wollen wieder über die fünfzig Prozent kommen und damit wieder die absolute Mehrheit im Rat stellen.“

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