Nordeifel - Sanierungsarbeiten: Die meisten Schulen machen keine Ferien

Sanierungsarbeiten: Die meisten Schulen machen keine Ferien

Von: Laura Beemelmanns
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Die Sanierung der Sporthalle Auf der Haag in Monschau läuft bereits in vollem Gange (unten). Bis Ende der Sommerferien sollen unter anderem neue Fenster eingebaut werden. Und auch vor der Grundschule in Roetgen wird derzeit das Gerüst aufgebaut. Die Schule soll energetisch saniert werden. Foto: Laura Beemelmanns
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Die Sanierung der Hauptschule läuft bereits in vollem Gange. Bis Ende der Sommerferien sollen unter anderem neue Fenster eingebaut sein. Vor der Grundschule in Roetgen wird derzeit das Gerüst aufgebaut. Die Schule soll energetisch saniert werden. Foto: Laura Beemelmanns

Nordeifel. Nur weil in den Sommerferien in den Schulen nicht unterrichtet wird, bedeutet das nicht, dass dort auch die Türen verschlossen bleiben. Im Gegenteil. Es wird sich eine Menge tun: Energetische Sanierung, der Einbau einer Notbeleuchtung, neue Böden und Fenster sowie der Abriss eines gesamten Traktes – da kommt einiges zusammen.

„Räume nicht nutzbar“

In der Roetgener Grundschule wird ab Ferienstart am Montag der letzte Bauabschnitt am Altbau in Angriff genommen. Das Gebäude soll energetisch saniert werden. Dazu sind „umfangreiche Maßnahmen“ erforderlich, wie Bürgermeister Manfred Eis sagt. So unter anderem die Sanierung der Fassade und der Flächen rund um die Fenster, die „bautechnisch angepackt“ werden müssen, um an das neue Dämmmaterial angepasst werden zu können.

Auch die Klassenräume müssen umgeräumt werden. Damit die Bauarbeiten reibungslos vorangehen, muss einfach mehr Platz her. „Zurzeit wird das Gerüst schon aufgebaut, damit man zügig anfangen kann“, sagt Eis. Vorbereitende Maßnahmen laufen also schon – allerdings nicht während des Unterrichts.

Der Rest soll in den Sommer- und Herbstferien erledigt werden. In dieser Zeit sind die Räume dann „nicht nutzbar“. Aber in der Ferienzeit werden sie ja auch nicht gebraucht. Pünktlich zum Schulstart nach den Sommerferien soll sich das aber wieder ändern. „Der Zeitplan ist eng getaktet, aber ich denke, dass sich das machen lässt“, sagt Eis. Was genau in den Sommer- und was in den Herbstferien saniert wird, könne er momentan noch nicht absehen.

Rund eine Million Euro wird in das Bauprojekt investiert. Geld, das im Haushalt schon veranschlagt sei. Wann sich die energetische Sanierung auch wirtschaftlich lohnt, wurde bereits berechnet. An das exakte Datum erinnert sich Bürgermeister Eis allerdings nicht mehr. Er sagt, dass es „mehrere Jahre“ dauern wird. „Es kommt aber nicht nur auf den wirtschaftlichen Faktor an, sondern auch auf die Minimierung des Energieverbrauchs und einen geringeren CO²-Ausstoß“, sagt er.

Und auch in Monschau tut sich etwas in der Ferienzeit. Das St.-Michael-Gymnasium wird unter anderem mit einer Notbeleuchtung ausgestattet. Hinzu kommen Bewegungsmelder am Neubau, neue Böden in zwei Klassenräumen, die Deckenerneuerung und Renovierung des ehemaligen Schwimmbades und Tischtennisraumes zum Konferenzraum sowie die Überarbeitung des Hausmeisterraumes. Außerdem diverse kleine Elektroarbeiten. Das Übliche.

Mauerarbeiten

Die Turnhalle der Hauptschule Auf der Haag, deren Sanierung bereits im Gange ist, erhält in den Sommerferien neue Fenster, das Dach im Foyer wird erneuert und die Mauerarbeiten im Zusammenhang mit der Fenstererneuerung werden begonnen. Derzeit werden die alten Fenster herausgebrochen und die Scherben sorgfältig entsorgt. Über die Zukunft der Hauptschul- und Realschulgebäude wird nach der Sommerpause entschieden. In der Zwischenzeit finden nur geringfügige Sanierungsarbeiten in der Hausmeisterwohnung der Realschule statt, wie Bürgermeisterin Margareta Ritter mitteilte. Die Grundschulen in Kaltherberg, Mützenich und Höfen bleiben derweil tatsächlich geschlossen. Dort wird in den Ferien nichts saniert oder renoviert. In Konzen und Imgenbroich gibt es allerdings etwas zu tun. In der Grundschule in Konzen wird ein Klassenzimmer renoviert. Kürzlich war es dort zu einem Wasserschaden gekommen. Der Grund: ein kaputtes Regenrohr. Dieses wurde schon repariert, nun wird der Raum renoviert. In Imgenbroich soll ein zweiter Rettungsweg zur OGS folgen.

Auch in der Gemeinde Simmerath stehen die Werkzeugkisten nicht still. In der Grundschule Simmerath ist das neue Forum in Planung. Die erste Maßnahme ist der Abriss des Toilettentraktes. „Das ist eine stör- und lärmintensive Maßnahme, daher werden solche Arbeiten in den Ferien erledigt“, sagt Beigeordneter Roger Nießen. In der Sekundarschule wird zudem die Außenanlage wieder aufgehübscht. Es soll unter anderem ein Erdhügel erhoben werden, in den Sitzmöglichkeiten für die Schüler integriert werden. An der Mensa werden in den Ferien keine Arbeiten erfolgen.

Und auch in der Förderschule in Eicherscheid steht nichts Akutes auf dem Plan. „Es werden kleine Sanierungsarbeiten in den meisten Schulgebäuden vorgenommen. Das sind übliche Arbeiten, wie beispielsweise die Grundreinigung und kleine Reparaturen. Schönheitsreparaturen also“, sagt Nießen.

Schönheitsreparaturen, die aus den Schulen nach den Sommerferien bessere machen, als sie es noch vor den Ferien waren. Und dem aktuellen Zeitplan zufolge, soll bis dahin auch alles erledigt sein, sodass die Schüler sowohl „stör- als auch lärmfrei“ pauken können.

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