„Sanierung Rursammler“: Anwohner müssen mit Einschränkungen rechnen

Letzte Aktualisierung:

Monschau. In den Jahren 2012 bis 2014 hat die Stadt Monschau ein Fremdwassersanierungskonzept (FSK) für die Altstadt von Monschau aufgestellt.

In einem solchen Konzept werden sämtliche Kanäle des Abwassersystems inspiziert und hinsichtlich eines möglichen Fremdwassereintritts (Oberflächenwasser im Schmutzwassersystem, Schäden beziehungsweise Undichtigkeiten etc.) bewertet. Hierbei hat sich herausgestellt, dass der im Bett der Rur liegende sogenannte „Rursammler“ eine der Hauptfremdwasserquellen ist.

Das Wasser wird über die Schachtöffnungen, Undichtigkeiten in den Haltungen sowie über die dort befindlichen, im Zuständigkeitsbereich der Stadt Monschau liegenden, Grundstücksanschlussleitungen (GAL) eingeleitet und muss zusammen mit dem behandlungspflichtigen Abwasser in der Kläranlage Rosenthal aufwendig gereinigt werden.

Zum einen führen die Einleitungen im Zuge des an der Kläranlage vorzunehmenden Reinigungsprozesses zu einer größeren Umweltbelastung sowie zu höheren Reinigungskosten, die die städtische Kanalgebühr belasten. Zum anderen führt das in die Kanäle gelangende Fremdwasser insbesondere in Schlechtwetterperioden zu einer Überlastung des Kanalsystems und der Kläranlage Rosenthal.

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und der Bezirksregierung Köln als Obere Wasserbehörde wurde festgelegt, dass sämtliche innerhalb des Rurbettes liegende, direkt an den „Rursammler“ angeschlossenen GAL als auch der „Rursammler“ selbst zwischen Kurpark und Markt (Länge circa 640 Meter) entfernt werden müssen.

Dies erfordert neben dem Neubau einer Schmutzwasserkanalisation in der Austraße und der Stadtstraße auch die Errichtung einer Pumpstation an Richter’s Eck sowie mehrerer Pumpendruckleitungen in den Bereichen Auf den Planken und Rurstraße.

Unumgänglich sind hierbei Umbauarbeiten an den Hausanschlussleitungen (HAL) auf dem Grundstück selbst sowie der direkt an den Rursammler angeschlossenen Häuser, die im Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Grundstückseigentümers liegen. Diese sind je nach Art und Ausführung innerhalb des Hauses von der Rurseite zur Straßenseite umzulegen.

Im vierten Quartal 2016 sowie im ersten Quartal 2017 hat ein Ingenieurbüro die Entwurfsplanungen in Richtung einer Ausführungsplanung vorangetrieben, so dass nun am Dienstag, 25. April, 20 Uhr, eine Informationsveranstaltung im Bürgersaal des Auklosters, Austraße 2 in Monschau, stattfinden soll.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung wird über die Gründe und die Auswirkungen des Gesamtprojektes berichtet. Außerdem soll auf die im Rahmen dieses Projektes unvermeidbaren Einschränkungen, die auf die Hauseigentümer, Gewerbetreibenden und Anwohner zukommen, eingegangen werden.

Im Anschluss an diese Vorstellung besteht die Möglichkeit grundlegende Dinge und Fragen zum Pilotprojekt „Sanierung Rursammler“ mit den anwesenden Fachleuten des Ingenieurbüros H. Berg & Partner sowie der Tiefbauverwaltung der Stadt Monschau zu besprechen.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert