Monschau - Sanierung beendet: Endlich wieder freie Fahrt auf dem Burgring

Sanierung beendet: Endlich wieder freie Fahrt auf dem Burgring

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
15696604.jpg
Vor sechs Jahren wurde festgestellt, dass die Umgehungsstraße, die von 1928 bis 1932 in den Hang oberhalb von Monschau gebaut wurde, Zentimeter für Zentimeter talwärts absackt. Foto: H. Schepp/P. Stollenwerk
15696573.jpg
Nach zweijähriger Planungsphase und einer Verzögerung des Baubeginns wurde die 1,9 Kilometer lange Trasse dann ab Oktober 2014 zur Großbaustelle. Zu Wochenbeginn genoss man ungewohnt freie Fahrt. Foto: H. Schepp/P. Stollenwerk
15696569.jpg
Der Bau der Leitplanken entlang des Burgrings soll in dieser Woche abgeschlossen werden und erfordert letztmalig Ampelverkehr. Ob und wie weit auch noch die Markierungsarbeiten im Jahr 2017 über die Bühne gehen, hängt, wie so oft im Straßenbau, vor allem von der Witterung ab. Foto: H. Schepp/P. Stollenwerk

Monschau. Was lange währt, wird endlich gut. Diese alte Weisheit trifft auf die Sanierung des Burgrings oberhalb von Monschau wahrlich zu. Zwar sind zur Montage der restlichen Leitplanken und für die Markierungsarbeiten in den kommenden Tagen noch kurze, halbseitige Sperrungen notwendig, doch pünktlich zum Beginn des Monschauer Weihnachtsmarktes wird es laut Landesbetrieb Straßen.NRW „freie Fahrt“ auf dem viel befahrenen Burgring heißen.

Auch wenn aus den angepeilten zwei Jahren Bauzeit für die letztlich elf Millionen Euro schwere Maßnahme am Ende drei Jahre wurden, überwiegt bei der Stadt Monschau Zufriedenheit mit der geleisteten Arbeit: „Hier wurde wirklich etwas Tolles geschaffen. Wir sind sehr zufrieden mit der auch optisch gelungenen Ausführung“, lobte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter am Montag konkret die Planer und bauausführenden Firmen.

„Zwei Kilometer, zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit“ – mit diesen Worten umriss unsere Zeitung im September 2013 die wohl größte Straßensanierungsmaßnahme in der Geschichte der Stadt Monschau, als diese im Monschauer Bauausschuss vorgestellt wurde. Ein um rund sechs Monate verspäteter Baubeginn (10. Oktober 2014) und manche Überraschung, die im Boden unterhalb der ab 1928 gebauten Umgehungsstraße („Hindenburgring“) lauerte, zwangen den Landesbetrieb dann im vergangenen Jahr, das große Bauschild zu ändern: Aus „Wir bauen für Sie – bis Ende 2016“ wurde „... bis Ende 2017“.

Anlässlich des Umfangs der Arbeiten war dies für die meisten Beobachter jedoch keine Überraschung. „Es galt, die Fahrbahn von Kreuzung Flora bis Biesweg im Vollausbau zu sanieren, eine komplette Entwässerung für die gesamte Strecke herzustellen und vor allem den Straßenbaukörper auf der ganzen Länge abzustützen“, blickte Arndt Meyer vom Landesbetrieb Straßen.NRW zurück.

Zahlreiche Schäden

Die Notwendigkeit der umfangreichen Sanierung hatte sich damals selbst dem ungeübten Auge des Laien nicht verschlossen. Absenkungen, zentimeterbreite Risse und Ausbrüche waren nicht zu übersehen, und besonders deutlich wurden die Schäden am Radweg, der langsam aber sicher talseitig wegkippte. Der Aussichtspunkt „Kaiserblick“, der sich ebenfalls in Abwärtsbewegung befand, musste vorzeitig gesperrt, komplett abgetragen und neu aufgebaut werden.

Die Entwässerung der Straße wurde nicht weiter dem Zufall überlassen, sondern über eine neue Sammelleitung zu den beiden neuen Absetzbecken mit Schlammfang und Ölabscheider an der Laufenstraße und am Biesweg geführt. Eine Kanalleitung für Oberflächenwasser lag zwar teilweise entlang des Burgrings, aber sie erfüllte nur bedingt ihre Aufgabe, weil bei starkem Regen der Kanal immer wieder talseitig abschlug.

Inzwischen fließen die nun vorgeklärten Oberflächenwässer unweit des Wohnmobilparkplatzes in den Kleinen Laufenbach.

Bautechnisch aufwendigster Teil der Arbeiten war aber die Erneuerung der Stützwände aus Beton auf der gesamten Länge, deren Bruchsteinverblendung noch nicht ganz abgeschlossen ist, die aber außerhalb des Straßenraums fertiggestellt werden kann.

Dass der Burgring nun bald wieder frei befahren werden kann, ist eine große Erleichterung für die täglich knapp 9000 Fahrzeuge, die hier entlang rollen. Vor allem der Berufs- und Ausflugsverkehr musste doch arg unter den unumgänglichen Behinderungen durch Baustellenampeln und Vollsperrungen leiden und suchte sich teils problematische Ausweichstrecken. Eine große Erleichterung stellt die anstehende Freigabe auch für die Anwohner dar, die teilweise nur unter schwersten Bedingungen zu ihren Häusern gelangten.

Alle Beteiligten und Betroffenen hoffen nun, dass auf dem Burgring zumindest für eine kleine Ewigkeit keine Baustellenampeln mehr erforderlich ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert