Simmerath - „Saitenklänge” haben musikalische Lücke geschlossen

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„Saitenklänge” haben musikalische Lücke geschlossen

Von: M. S.
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Das Schülerorchester der „Sa
Das Schülerorchester der „Saitenklänge” im Kammermusikkreis konzertierte unter Leitung von Friedhelm Schütz. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. „Im vergangenen Jahr starteten wir einen Versuch, der uns ermutigte, ihn nun zu wiederholen”, schrieb Monika Marx-Schifflers, Sprecherin der Simmerather Stadtresidenz, in einem Grußwort an Mitwirkende, Bewohner und Besucher eines Schülerkonzertes des Ensembles „Saitenklänge” im Seniorenheim am Rathaus.

„Diesmal stellen wir erfreut fest, dass die positive Resonanz aus 2010 noch deutlich übertroffen wurde. Wie haben hier und heute sogar mehr Zuhörer, als der Hubert vom Venn bei seiner Abschiedsvorstellung.”

Unter Leitung des renommierten Eifeler Musikschaffenden, Orchesterchefs und Dirigenten Friedhelm Schütz zogen Sonntag Nachmittag rund 30 junge Instrumentalisten, verstärkt um einige kleine und dennoch versierte Solisten wie erwachsene Musikpädagogen, im Bistro der Residenz alle Register ihres Könnens.

Schließlich ist das Gros der Mitwirkenden zwischen sieben und 14 Jahre jung. „2005 begannen wir mit der Nachwuchsausbildung”, erinnert sich Ingrid Frank, eine der Initiatorinnen der „kleinen Musikschule” im Simmerather Kammermusikkreis. Damals nahmen sieben Kinder ersten Unterricht, weiß die Lehrerin. Es gab noch keine kommunale Musikschule, Streicher konnten nur privat musisch unterwiesen werden, bis der Kammermusikkreis eine kulturelle Lücke schloss. „Inzwischen”, stellt Frank zufrieden fest, „zählen 40 Streicherschüler zu unserem Spielkreis, sechs Kinder bewähren sich inzwischen im großen Orchester.”

Breites Repertoire

Erquickende Vielseitigkeit - in Programmauswahl, Umsetzung wie im fliegenden Wechsel von Tempi und Klangkörper-Aktivitäten - demonstrierten Friedhelm Schütz, sein Kollegium und ihre jungen Kreativen. Schütz moderierte und dirigierte für Anfänger wie Fortgeschrittene eloquent und humorvoll unterschiedliche Kompositionen und weltbekannt vertonte Lieder und Stücke: „Manche Jungen und Mädchen spielen erst seit ein paar Wochen in unserem Talentkreis, wir müssen sie rasch in unsere konzertante Gemeinschaft integrieren.”

Auch Ingrid Frank unterstrich die bemerkenswerte Reife des Kaders: „Für viele ist heute Premiere ihres Auftritts, sie begannen 2010 mit systematischem Unterricht. Besonders erfreulich ist, dass wir mit einem ?Quotenjungen anfingen, inzwischen jedoch über eine ganze Galerie junger tüchtiger Männer verfügen.”

Frank dankte im Namen der großen und kleinen Spielleute Simmeraths stellvertretendem Bürgermeister Bernd Goffart für die erwiesene Großzügigkeit der Kommune: „Sie stellt uns regelmäßig Proberäumlichkeiten in der Bücherei zur Verfügung.”

Die Bandbreite der zu Gehör gebrachten Werke war groß, zur perfekten Wiedergabe oft recht anspruchsvollen Repertoires wirkten ganze „Familienverbände” einschließlich Lehrkräften an Saiten und Tasten. Spaßtexte vom Krokodil oder Mäuschen, Volkslieder („Horch, was kommt von draußen rein”), die französische Volksweise „Au clair de la lune” erklangen und fanden herzlichen Beifall ihrer Zuhörer. Auch eine Polonaise, der berühmte Karneval in Venedig und flotte Can-Can-Rhythmen erklangen.

Nicht weniger temperamentvoll einfühlsam inszenierte Vorträge als Solo, Duett oder Quartett. Den lustig schwingenden Schlussakkord setzte die kleine Hannah. Nachdem sie zunächst per Saitenklang Bienen zum Summen und den Kuckuck zum Rufen brachte, trug sie das Ständchen „Happy Birthday” vor. Und erwischte unter brausendem Applaus tatsächlich zwei anwesende Geburtstagskinder. Der schöne Nachmittag endete für die Zuhörer in Kaffee- und Kuchenfreuden.
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