Saisonauftakt: Viele Helfer sorgen für Schwimmspaß

Von: Sarah Maria Berners
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Schlechte Nachricht für Wolfgang Menningen: Weil die Abrollvorrichtung für die Schwimmbadabdeckung beschädigt ist, muss das Anschwimmen auf Samstag verschoben werden. Foto: Sarah Maria Berners
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Viele fleißige Helfer haben dem Freibad den Feinschliff verpasst. Foto: Sarah Maria Berners
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Rainer Wiertz hat dabei nochmal einen Blick auf die neuen Pumpen geworfen.
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Schlechte Nachrichten: Die Abrollvorrichtung für die Schwimmbadabdeckung ist beschädigt.

Vossenack. Eigentlich war alles ganz gut gelaufen. Klar gab es bei der Sanierung des Vossenacker Freibades Herausforderungen, aber noch am Montagmorgen sah alles danach aus, dass am Donnerstag zum „Anschwimmen“ geladen werden kann. Eine Art „Unterwasserstaubsauger“ musste noch den Beckenboden reinigen, ein paar Kleinigkeiten hier und dort waren noch zu tun.

Außerdem musste die Aufrollanlage für die Schwimmbadabdeckung in Position gebracht werden. Dafür wurde die schwere Abdeckung abgerollt. Jetzt liegt sie auf der Wasseroberfläche und sorgt dafür, dass sich die Eröffnung des Freibades um zwei Tage nach hinten verschiebt: Die Aufhängung ging zu Bruch und brachte den Zeitplan durcheinander.

Die Mitglieder des Fördervereins nehmen die Panne so kurz vor dem Ziel relativ gelassen. „Das Wetter soll ohnehin nicht mitspielen“, sagt Vorsitzender Wolfgang Menningen und versucht ein Lächeln. Es sind ja auch nur zwei Tage.

Auf die Eröffnung haben viele Helfer hingearbeitet. Mit ihrem Einsatz machen sie es überhaupt erst möglich, dass das Freibad weiter betrieben werden kann. Denn der Gemeinde ist das Bad zu teuer. Eine Trägergesellschaft hat nun die Verantwortung.

Die Gemeinde stellt 50.000 Euro pro Saison zur Verfügung, von denen unter anderem ein Schwimmmeister bezahlt wird. Ehrenamtler übernehmen Aufsichten, Kasse, Kiosk, Rasenpflege & Co., um die Kosten zu senken. 1500 Stunden waren es in 2014. Viele von ihnen tun das, weil sie selbst gerne schwimmen. „Aber auch, weil das Bad ein Mehrwert für die Gemeinde, für die Kinder ist“, sagt Menningen.

107.000 Euro hat die Gemeinde für die Sanierung bereitgestellt. Ein Einsatz, der sich binnen zwei Jahren rechnen soll. „Das Becken wurde mit Folie ausgekleidet. Der Wasserverlust wird erheblich reduziert und damit sinken auch die Kosten der Beheizung“, erklärt Tom Langöhrig, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

Noch vor wenigen Wochen war das Freibad eine Baustelle. Mitglieder des Fördervereins hatten den Beckenrand abgerissen und den Boden geschliffen, damit die Profis mit der Verlegung der Folien beginnen konnten. Effizientere Pumpen wurden eingebaut.

Am Wochenende waren die Ehrenamtler wieder an der Reihe. Sie haben das Kinderbecken und Bänke gestrichen, Unkraut gejätet, den Kiosk auf Vordermann gebracht. Währenddessen wurden 1000 Kubikmeter Wasser in einem 50-stündigen Prozess ins Becken gefüllt. Aus einer Baustelle wurde ein Freibad.

„Die Ergebnisse der wichtigen Wasserproben stehen noch aus. Wenn jetzt alles nach Plan läuft, wird Samstag geöffnet“, sagt Menningen. Bei freiem Eintritt für alle. Dann ist ein Ziel erreicht.

Aber es gibt weitere: Derzeit sammelt der Verein Spenden, um eine Solaranlage installieren zu können. „Diese könnte die kontinuierliche Wassererwärmung übernehmen“, erklärt Menningen.

Für den Badebetrieb sucht der Verein weitere Mitstreiter, vor allem für den Kiosk: Telefon 02429/2480.

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