Nordeifel - Saison-Rückblick auf die Nordeifeler Fußballclubs

Saison-Rückblick auf die Nordeifeler Fußballclubs

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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Keine Angst vor der Bezirksliga hatten die Kicker von Germania Eicherscheid – im Gegenteil: In der abgelaufenen Saison waren sie auch als Aufsteiger häufiger in der Offensive als in der Defensive und hätten beinahe sogar den Durchmarsch in die Landesliga geschafft. Der Aufstieg wird nun nächste Saison angepeilt. Foto: H. Schepp
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Diese drei Spieler Frederique Casper (v. links n. rechts), Avdo Iljazovic und Kadir Dogan werden auch in der kommenden Saison zu den Stützen des Landesligisten SV Rott zählen. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Seit dem vergangenen Sonntag ist auch die Spielzeit 2014/15 für die Nordeifel Vereine Geschichte.

Erfolgreichster Verein bei den Herren war der TuS Lammersdorf, der sich über die Meisterschaft in der Kreisliga C4 freuen durfte und als Aufsteiger in die Aachener Kreisliga B feststeht. Die Zweite des TV Konzen könnte dem TuS am Sonntag über den Umweg Relegation noch folgen.

Schon vor einigen Wochen sicherte sich die SG Simmerath/Huppenbroich Platz zwei in der Kreisliga D6 und der reicht zum Aufstieg in die C-Liga.

TuS Schmidt im Glück

Das meiste Glück in der abgelaufenen Saison hatte zweifelsohne der TuS Schmidt. Die Schwarz-Gelben von der Eichheckstraße profitierten davon, dass mit dem FC Rurdorf, Schwarz Weiß Nierfeld II und Viktoria Arnoldsweiler II gleich drei Mannschaften freiwillig aus der Bezirksliga, Staffel 3, ihren Rückzug erklärten.

Als die Schmidter am letzten Spieltag bei Alemannia Straß den 1:3-Rückstand kassiert hatten, war für den Schmidter Interimstrainer, Andreas Lennartz, klar, „das war’s mit der Bezirksliga“. Nach der Bekanntgabe des Torschützen verkündete der Platzlautsprecher dann aber, dass der TuS Schmidt trotz einer Niederlage in der Bezirksliga bleiben würde, da Mittelrheinligist Viktoria Arnoldsweiler seine Zweite kurzfristig zurückgezogen hatte. „Da habe ich gedacht, was erzählt der denn da für einen Quatsch“, glaubte Andy Lennartz zuerst die Worte nicht die der Platzlautsprecher verkündete.

Der hatte aber Recht und trotz der 1:5-Niederlage in Straß und nur sechszehn Punkten kann der TuS Schmidt auch in der kommenden Saison für die Bezirksliga planen.

Weitaus erfolgreicher als die Schmidter präsentierte sich in der Bezirksliga, Staffel 4, Aufsteiger Germania Eicherscheid. In der Endabrechnung fehlten den Blau-Weißen nur vier Punkte und ein paar Tore, um an die Tür zur Landesliga anzuklopfen. Bei der Germania setzt man auch in der kommenden Saison auf das bewährte Trainerteam Bernhard Schmitz und Wolfgang Zimmer. Da die Blau-Weißen sich mit Tobias Berzborn (zuletzt Schwarz Weiß Nierfeld), Kevin Jansen (VfL Vichttal) und Sandro Kaulard (Germania Burgwart) mit drei Spielern aus höheren Ligen verstärkten und noch einige talentierte A-Juniorenspieler den Kader ergänzen werden, ist den Blau-Weißen auch in der kommenden Spielzeit einiges zuzutrauen.

Beim ranghöchsten Nordeifelteam, dem SV Rott, gab es in den letzten Saisonwochen nicht mehr viel zu lachen, letztendlich schafften die Rot-Weißen den Klassenerhalt in der Landesliga mit zwei Punkten Vorsprung vor den vier Abstiegskandidaten. Saisonhighlight für die Rotter war, trotz der 0:7-Niederlage im Achtelfinale des Mittelrhein-Pokals, die Begegnung gegen den Regionalligisten Viktoria Köln.

Am letzten Spieltag konnte die Mannschaft sich dann wenigsten noch mit ihrem Torjäger, Avdo Iljazovic, freuen, der in seinem 141. Meisterschaftsspiel für den SV Rott seinen 100sten Treffer erzielte.

Leider fiel die vorzeitige Trennung nach über elf Jahren erfolgreicher Arbeit von Trainer Jürgen Lipka recht unrühmlich aus. Auf Verbandsebene wird die Nordeifel auch in der kommenden Saison nur vom SV Rott, Germania Eicherscheid und dem TuS Schmidt vertreten.

Lange Gesichter gab es nach der Endabrechnung am vergangenen Sonntag auch bei den beiden Eifeler A-Ligisten FC Roetgen und TV Konzen. Tabellenplatz sechs hatte Konzens Trainer Georg Bauer zum Saisonbeginn im Visier. An den letzten Spieltagen war der Trainer nicht mehr dabei, und letztendlich schafften die Schwarz-Gelben nach drei Siegen an den letzten vier Spieltagen noch den Klassenerhalt.

Nach den hochkarätigen Neuzugängen machte man beim FC Roetgen vor Saisonbeginn keinen Hehl daraus über den Aufstieg zu sprechen. Im Endeffekt verlief die Saison aber enttäuschend für die Schwarz-Roten. Schon nach wenigen Spieltagen in der Rückrunde brauchte man nicht mehr auf die Meisterschaft zu schielen, denn die war an den SC Kellersberg vergeben. Drei Spieltage vor Saisonende brauchte man auch keine arithmetischen Überlegungen mehr anzustellen, denn auch über den zweiten Tabellenplatz und die Quotientenregelung war der Aufstieg nicht mehr realisierbar.

In der Kreisliga B belegten die drei Nordeifelteams SV Kalterherberg, TuS Mützenich und FC Roetgen II in der Endabrechnung die Tabellenplätze sieben, acht und neun. Wie eindeutig Meister Rasensport Brand die B2 beherrschte, verrät ein Blick in die Tabelle. Die Rasensportler kamen in der Endabrechnung auf 82 Punkte. Das beste Nordeifelteam, der SV Kalterherberg, erreichte nach 30 Spielen 41 Punkte, das sind nur halb so viel Zähler wie der Ligaprimus holte, diese Zahlen verdeutlichen, aber wie weit die hiesigen Teams von der Meisterschaft entfernt waren.

Die drei Nordeifeler freuen sich in der kommenden Saison auf Neuzugang TuS Lammersdorf und hoffen, nach der Relegation mit der Zweiten des TV Konzen noch einen weiteren Neuzugang in der Liga begrüßen zu können. Fünf Teams in einer Liga würden die Kreisliga B2 durch die Derbys für die Nordeifelteams attraktiver machen.

In der Dürener Kreisliga B3 holte die SG Vossenack-Hürtgen sagenhafte 77 Punkte, wurde aber damit leider hinter Winden nur Tabellenzweiter. Bis zum 4. Juli hofft die Spielgemeinschaft nun, dass eine Mannschaft aus der Dürener Kreisliga A zurückzieht – so wie die Gerüchteküche es momentan meldet – und man nach der Quotientenregelung der B-Ligisten noch aufsteigen kann.

Die Kreisliga C4, die im Aachener Raum auch als „Eifelliga“ bezeichnet wurde, wird diesen Zusatznamen in der kommenden Saison nicht mehr tragen, denn sollte neben dem TuS Lammersdorf auch noch die Zweite des TV Konzen aufsteigen, dann sind nach dem Abstieg des TV Höfen und SV Rott II nur noch die vier etablierten Nordeifelteams von Hertha Strauch, Bergwacht Rohren, SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich, Germania Eicherscheid II und Aufsteiger SG Simmerath/Huppenbroich in der Kreisliga C4 vertreten.

Erfolgreiche Frauen

Erfolgreichstes Team des gesamten Eifelfußballs aber war am Ende dieser Saison eine Frauenmannschaft, nämlich die des TV Konzen. Die schwarz-gelben Girls schafften nur ein Jahr nach dem Aufstieg aus der Kreisliga nun gleich auch den Durchmarsch von der Bezirks- in die Landesliga!

Zuerst ist bei den Kickern aber nun mal Sommerpause angesagt. Am Wochenende 15./16. August starten die Amateurligen dann in die Saison 2015/16.

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