Saison-Halbzeitbilanz: Kaum Erfolgserlebnisse für Eifeler B-Ligisten

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
6852660.jpg
Nach dem Sieg im Relegationsspiel gegen Münsterbusch hatte die Zweite von Germania Eicherscheid allen Grund zum jubeln. Leider konnte man sich in der dann folgenden Saison nur noch selten freuen. Foto: K. Kaiser

Nordeifel. Die vorletzte Maßnahme des Fußballkreises Aachen zur Reduzierung der Kreisligen war die der B-Ligen nach der vergangenen Spielzeit. Einen sicheren Platz in den neuformierten Ligen blieb nur den Mannschaften, die am Ende der Saison 2012/13 auf Platz zwei bis sieben standen.

Für die vier Tabellenachten blieb dann noch der Umweg über die Relegation, darüber qualifizierte sich Germania Eicherscheid II noch für die beiden neuen B-Ligen.

„Wenn man aus vier Ligen zwei macht, kann die Konsequenz nur sein, dass die beiden Ligen doppelt so stark sind als in den vergangenen Jahren“, hatte der Obmann des SV Kalterherberg, Jürgen Peters, vor Saisonbeginn gemutmaßt. Nach einer fast komplett absolvierten Hinrunde zeigt sich, dass der Kalterherberger Obmann mit seiner Einschätzung richtig lag, denn für die drei Nordeifelteams, den SV Kalterherberg und ieen Zweitvertretungen des FC Roetgen und von Germania Eicherscheid, gab es in der neuen Kreisliga B, Gruppe 2, kaum Erfolgserlebnisse. Insgesamt zählten die drei Nordeifelteams im ersten Saisonabschnitt nur neun Siege in 41 Spielen.

Frank Manthei wieder Trainer

Wie von vielen vorher erwartet, führen die drei Reserveteams der Landesligisten SV Eilendorf, SV Breinig und VfL Vichttal die Tabelle an. Als bestes Eifelteam rangiert der SV Kalterherberg auf dem zehnten Tabellenplatz, die Zweite des FC Roetgen belegt Rang zwölf. Germania Eicherscheid II stand gar auf einem Abstiegsplatz, als es in die Winterpause ging. Nur wenige Tage später trennten die Blau-Weißen sich in beiderseitigem Einvernehmen von Trainer Patrick Drösch. Am vergangenen Samstag gab die Germania dann mit Frank Manthei den neuen Trainer bekannt. So ganz neu ist der Trainer an der Bachstraße aber nicht, denn er saß bis vor zwei Jahren noch auf der Bank der Germania, stand aber dann aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Verständlicherweise kann der Obmann der Zweiten, Dominik Breuer, sich mit der aktuellen Tabellensituation nicht anfreunden. „Sicherlich ist das mit den guten Reservemannschaften der Landesligisten und all den guten ersten Mannschaften eine sehr starke Liga, aber uns hat in einigen Spielen auch das Quäntchen Glück gefehlt“, erinnert er daran, dass sein Team in vier Spielen nur mit einem Tor Unterschied verlor. Deutlicher wurde es in den Spielen bei SV Eilendorf II (2:5), bei der Zweiten des VfL Vichttal (0:6) und bei Rasensport Brand (1:5), wobei die Auswärtsbilanz der Blau-Weißen erschreckend ausfällt, denn in den acht Auswärtsspielen kassierten sie auch acht Niederlagen. Den einzigsten Saisonsieg feierten sie am dritten Spieltag gegen den FC Stolberg II, danach gab es nur noch zwei Punkteteilungen gegen die Sportfreunde Hörn und ASA Atsch. „In den beiden Spielen hat die Mannschaft aber gezeigt, dass sie auch gegen starke erste Mannschaften mithalten kann“, hat Dominik Breuer den Klassenerhalt noch nicht abgehakt, auch wenn man in der zweiten Saisonhälfte fünf Punkte auf das rettende Ufer gut machen muss. „Es wird zwar sehr schwer, aber es ist nicht unrealistisch, dafür müssen wir in der Rückrunde aber noch enger zusammen rücken.“

Abwehrspieler Christoph Salemink steht im zweiten Saisonabschnitt leider nicht mehr zur Verfügung, ihn zog es zurück zu seinem Heimatverein TuS Lammersdorf (Kreisliga C).

Unnötige Abschlussniederlage

Bleibt es bei nur zwei Absteigern, dann sieht es für die Zweite des FC Roetgen ziemlich gut aus, den Klassenerhalt zu realisieren. Aber auch bei den Schwarz-Roten weiß Trainer Erich Bonkowski, dass die zweite Saisonhälfte noch aufregend genug wird. Dabei hätten die Roetgener am letzten Spieltag vor der Winterpause schon einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt vollziehen können, leisteten sich aber im Sechspunktespiel beim FC Stolberg II eine unnötige 0:1-Niederlage. „In diesem Spiel hat man gesehen, dass wir in dieser sehr starken Liga zu recht unten stehen. Leider lief es zum Ende der Hinrunde immer schlechter bei uns“, ärgerte der FC Coach sich zuletzt über fünf Niederlagen in Folge. Ganz hart traf ihn die 1:7-Heimpanne gegen Breinig II. „Gegen die hätten wir auch zweistellig verlieren können“, gab er zu.

Dabei starteten die Roetgener besser ihn die Saison als erwartet. Nach einer Niederlage beim Mitfavoriten Rasensport Brand überraschten sie mit einem Auswärtssieg bei VfL 05 Aachen und einem 2:1-Erfolg gegen Mitfavorit VfL Vichttal II. Bis zur Saisonhalbzeit reichte es dann noch zu zwei weiteren Siegen. Das Derby gegen die Zweite der Eicherscheider konnten sie 2:1 gewinnen und landeten beim 4:0-Erfolg gegen FV Haaren II ihren höchsten Saisonsieg.

„Auch wenn uns in einigen Spielen etwas das Glück gefehlt hat wissen wir, dass es noch schwer genug wird die Klasse zu halten“, zählt für den Roetgener Coach, trotz guter Ausgangsposition, nur der Ligaerhalt.

Auch wenn der SV Kalterherberg als bestes Eifelteam in der Tabelle platziert ist, ist Trainer Raimund Scheffen nicht zufrieden, allerdings kennt er die Gründe für das bisher schwache Abschneiden. Schon in der Vorbereitungszeit zogen sich drei Spieler einen Bänderriß zu und fielen für die komplette Hinrunde aus. Im Laufe der Saison wurde die Verletztenliste der Schwarz-Roten aber noch länger.

Verletzungspech

„Dann stand dreimal hintereinander auf den Plätzen, wo wir spielten, der Krankenwagen“, beklagte der Coach die schweren Verletzungen von Michi Theißen, Sebastian Bodden und Trainersohn Nico.

Mit viel Pech verloren die Kalterherberger die Auftaktpartie gegen den VfL Vichttal II knapp mit 0:1.Dann folgten zwei deutliche Niederlagen bei ASA Atsch (1:4) und Germania Freund (2:6), die der Coach so nicht auf der Rechnung hatte. Erst im Derby gegen FC Roetgen II konnte der SVK am vierten Spieltag sein erstes Erfolgserlebnis feiern. Dem folgten aber nur noch drei weitere Siege – gegen den Burtscheider TV und Eicherscheid II und der einzigste Auswärtserfolg bei FC Stolberg II.

„Die Liga ist zwar erheblich stärker geworden, aber wir haben auch viel Pech gehabt. Wir sind ganz schlecht gestartet und mussten mit unserer jungen Mannschaft auch Einiges an Lehrgeld bezahlen“, weiß der Trainer, dass mit etwas mehr Glück und weniger Verletzungssorgen ein paar Punkte mehr möglich waren.

Das Projekt „Jugend forscht“, wird Raimund Scheffen auch in diesem Jahr priorisieren und ab dem 1.April weiteren Spielern aus der Jugend eine Chance in der Ersten geben. „Wir wollen in der Rückrunde zwar besser abschneiden, aber wir sehen diese Saison als Lehrjahr für unsere junge Mannschaft an“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert