Monschau - Sängerinnen aus Kiew besuchen Monschau

Sängerinnen aus Kiew besuchen Monschau

Von: mon
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Chorleiterin Galina Gorbatenko kurz vor dem Auftritt des Frauenchors des Glier-Instituts im Monschauer Aukloster mit den 32 talentierten und im Chorbereich äußerst erfolgreichen Studierenden. Foto: V. Monterey

Monschau. Im Rahmen der vierten Internationalen Chorbiennale „Mille Voix“ vom 31. Mai bis 14. Juni in Aachen gastierte am Samstagabend der Frauenchor des Glier-Instituts für Musik Kiew unter der Leitung von Galina Gorbatenko im Monschauer Aukloster.

„Schön, dass der Frauenchor als einer von vier Chören der Satellitenkonzerte auch zu uns nach Monschau gekommen ist“, freute sich Konzertpianisten Birgit Röseler, eine unter den vielen Besuchern, die erwartungsvoll auf den Beginn des Konzerts mit sakralen Werken, zweier Schumann-Kompositionen und Chormusik ukrainischer, meist zeitgenössischer Komponisten warteten.

Mit einem sakralen Werk von Iryna Aleksiychuk, „Slava Otsu i Suny i Svyatomu Duhovi (Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto)“ wurden die Besucher auf den bedächtigen musikalischen Abend eingestimmt. Anschließend richtete Bürgermeisterin Margareta Ritter ihren Willkommensgruß an den Chor, 32 Sängerinnen (Alt und Sopranstimmen je zur Hälfte) zwischen 14 und 22 Jahren, die Chorleiterin sowie die Besucher. Großer Dank ging dabei auch an Angelini Prokofyeva aus Leverkusen, die während der Zeit des Besuchs der ukrainischen Gäste stets dabei ist und simultan übersetzt, so auch bei den vorhergehenden beiden Stadtführungen, um das Monschauer Städtchen kennenzulernen. „Wenn wir auch nicht alles sehen konnten, es ist eine wunderschöne Stadt“, sagte Chorleiterin Gorbatenko.

Dieses Konzert war nunmehr der dritte Auftritt des Frauenchors im Rahmen des Festivals in der Region. Das Eröffnungskonzert mit dem bekannten ukrainischen Chor fand am vergangenen Dienstag gemeinsam mit dem Kammerchor Carmina Mundi in der St. Michael Kirche in Burtscheid statt. Darauf folgte am Donnerstagabend das „Lunchkonzert im Krönungssaal des Aachener Rathauses“, berichtete Thomas Görgen, selbst Sänger im Aachener Chor „Carmina Mundi“, der sich in diesem Jahr gemeinsam mit anderen Mitstreitern um die Chöre und die Organisation kümmert.

Insgesamt würden „1700 Sängerinnen und Sänger“ aus Aachen und Umgebung zu hören sein, sowie Chöre aus Frankreich, den Niederlanden, Lettland, Russland, der USA und eben der Ukrainische Chor. Eben diese Gastchöre würden als Satellitenkonzerte ins Aachener Umland gebracht, so dass auch nun die Monschauer in den Genuss eines exquisiten Konzerts kommen könnten.

Darüber hinaus fände auch „untereinander ein reger Austausch“ statt, so Görgen. Sei es bei den Proben, der abendlichen Chorbi-Lounge oder mit den gastgebenden Chormitgliedern.

Längst etabliert

Unter der Chorleiterin hat sich der Frauenchor längst etabliert. „Seit 30 Jahren leite ich den Chor“, berichtete Gorbatenko, die einst an der Nationalen Tschaikowsky-Musikakademie der Ukraine (vormals das Kiewer Konservatorium) studiert hat und viele Jahre als Chordirektorin an der städtischen Kiewer Akademischen Oper und dem Balletttheater gearbeitet hat. Alle Sängerinnen seien „angehende Chorleiterinnen und haben sich der Gesangspädagogik und dem Dirigat verschrieben“, berichtete sie weiter.

Längst nicht alle Schülerinnen hätten mitkommen können, da intensive Lernphasen und Prüfungen anständen. Nach Auftritten in Frankreich im Rahmen der „Mille Voix“ (Frankreich war Themenschwerpunkt der diesjährigen Internationalen Chorbiennale) gastiere der Chor fünfmal in Deutschland.

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