Sägemühle erneut ein Raub der Flammen

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
rohrenbild
Außer Eiszapfen ist nichts ist mehr da: Erst am vergangenen Sonntag war an der wiederaufgebauten Rohrener Sägemühle Richtfest gefeiert worden; jetzt wurde sie erneut ein Raub der Flammen. Foto: P. Stollenwerk

Rohren. „Das ist nicht normal”, schüttelt Bernd Drevermann den Kopf. Der frühere Monschauer Revierförster hatte erst am vergangenen Sonntag mit zahlreichen Helfen den Wiederaufbau der Anfang Mai ausgebrannten historischen Sägemühle im Rohrener Kluckbachtal gefeiert.

In der Nacht zum vergangenen Samstag wurde die soeben wieder ihrer Bestimmung übergebene Sägemühle zum zweiten Mal eines Jahres ein Raub der Flammen.

Die einsam gelegene Sägemühle, die in einem rustikalen Holzhaus untergebracht ist, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Was gegenüber dem Feuer im Frühjahr schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass das Feuer diesmal noch schlimmer wütete und auch das Sägegatter zerstörte, das beim ersten Feuer noch gerettet werden konnte.

Der Schaden beläuft sich rund 60.000 Euro. Die Kripo war zwar am Samstag vor Ort, konnte aber noch keine Erkenntnisse über die Brandursache gewinnen. Am Montag werden Brandsachverständige der Kripo die Ermittlungen aufnehmen.

Auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter war am Samstag vor Ort und sagte den schockierten Rohrener Helfern, die gerade erst rund 1000 freiwillige Arbeitsstunden in den Neuaufbau investiert hatten, ihre volle Unterstützung zu.

Noch am Freitag bis gegen 19 Uhr war Bernd Drevermann mit einigen Helfern in der Sägemühle, die ihren Betrieb bereits wieder aufgenommen hatte. „Der Ofen war es diesmal nicht”, schließt er die Brandursache vom Frühjahr (es handelte sich damals um ein Ofenverpuffung) aus. Als man die Hütte verlassen habe, sei der Ofen „maximal noch handwarm” gewesen, wie man sich gewissenhaft versichert habe. Drevermann hat absolut keine Erklärung für das erneute Feuer: „Wir stehen vor einem Rätsel.”

Entdeckt worden war das Feuer am Samstagmorgen von einem Rohrener Bürger, der sich die neu erbaute Anlage einmal aus der Nähe anschauen wollte, aber dann nur noch verkohltes Holz vorfand. Die Feuerwehr wurde in Kenntnis gesetzt, doch ein Einsatz, berichtete Rohrens Löschgruppenführer Peter-Josef Strauch, „machte keinen Sinn mehr.”

Ob die Mühle nun noch ein drittes Mal aufgebaut wird, ist derzeit noch offen. Zunächst einmal sollen die Ermittlungen der Kripo abgewartet werden.

Zu klären ist dabei auch noch, ob die Versicherung ein zweites Mal klaglos die Schadensregulierung übernimmt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert