Sägemühle: Aller guten Dinge sind drei

Von: M. S.
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sägemühlebild
Freuen sich über ihr erneut gelungenes Gemeinschaftswerk: Förster Bernd Drevermann (2. v. re.) und seine zwölkfköpfige versierte Helfercrew.

Rohren. Aller guten Dinge sind drei! Auf den Wahrheitsgehalt dieser Spruchweisheit vertrauen die Teilnehmer einer Feierstunde, die sich Samstagvormittag im Kluckbachtal bei Rohren versammelt hatten. Und das aus freudig-optimistischem Anlass.

Galt es doch, ein in frischem Glanz erstrahltes Schmuckstück für Heimathistoriker und Naturfreunde wie Wahrzeichen Nordeifeler Tatkraft und Gemeinsinnes seiner Bestimmung zu übergeben: die legendäre historische Sägemühle. Ihre beiden Vorgängerinnen waren Bränden zum Opfer gefallen.

Pfarrer i. R. Karl Schnitzler gab dem aus massiven Eifelhölzern errichteten Bauwerk seinen priesterlichen Segen. Zu diesem würdevollen Akt weihte der Geistliche den Zeugen 400-jähriger Eifeler Holzverarbeitung stilecht mit Wasser aus dem Kluckbach, immer unter den wachsamen Augen des treuen Mühlenhundes, Setterrüde Glen. Pastor Schnitzler zitierte im Rahmen seiner Handlung aus dem Paulusevangelium: „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn! Wir bitten um seinen Schutz. Alles auf dieser Erde wird heilig durch Gottes Wort. Im Gebet sollen wir darum mit Dank auch dieses neue Werk respektvoll in Gebrauch nehmen. Jesus möge es vor Unheil und Zerstörung bewahren!”

Der SV „Bergwacht” Rohren ist Träger des Projektes Sägemühle. Vereinsvorsitzender Georg Dreuw anerkannte den „unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz einer treuen Helferschar”, die den Wiederaufbau der restlos verkohlten Ruine seit Mitte April bis jetzt vollbrachten.

Rohrens Ortsvorsteherin Waltraud Haake gratulierte im Namen des Monschauer Magistrats dem gut zwölfköpfigen Einsatzteam aus gestandenen Handwerkern und fleißigen Helfern um Förster - a. D. und doch voller Aktivität - Bernd Drevermann: „Ihr wart superschnell!”

Dank an die Versicherung

Haake betonte erfreut, alle rurstädtischen Ratsfraktionen hätten geschlossen zum Projekt Sägemühle gestanden. Und es sei nicht zuletzt ein Verdienst der Allianz mit Wolfang Formen, Nordeifel - Repräsentant einer großen deutschen Versicherung, „dass der Wiederaufbau kulant und in aller Schnelle vollzogen wurde. Schließlich zahlte der Versicherer unter Berücksichtigung beträchtlicher Eigenmanpower mehr als 60.000 Euro Material- und Montagekosten.

Georg Dreuw bescheinigte Drevermann und seinen Freunden, es sei zwar ungewöhnlich für einen Sportverein, Träger einer solchen Kultureinrichtung zu sein, aber: „Die Sägemühle ist unsere liebste Abteilung. Sie fördert unser Image ungemein und macht uns doch keine Arbeit.” Übereinstimmend meinten die zur Feierstunde erschienenen Gäste, die Mühle sei heute „schöner als je zuvor.

„Mühlenmeister” Bernd Drevermann und seine fleißigen Müllersleut„ ließen bei einem Einweihungsprosit die bisherigen Mühlenstationen Revue passieren. 1995 klapperten Sägewerk und Wasserrad am rauschenden Bach zum ersten Mal. Ihre Einrichtung wurde am 4. Mai vorigen Jahres ein Raub der Flammen.

Buchstäblich wie der Phönix aus der Asche wieder erstanden, schlug in der Nacht vom 18. Auf den 19. Dezember 2009 der rote Hahn wieder zu, nur eine Woche nach Einweihung des schmucken Gemeinschaftswerks.

Sensible Sicherheitsvorkehrungen und wachsame Miterbauer der beispielhaften Anlage sollen nun garantieren, dass dieser ein langes Leben zur Erbauung zahlreicher Besucher im idyllischen Tal beschieden sein wird.
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