Sabine Heinrich liest aus ihrem Roman „Sehnsucht ist ein Notfall“

Von: kf
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Organisator Joachim Starke (links) und die Lit.Eifel-Vorsitzende Margareta Ritter (3.v.l.). Moderiert wurde die Veranstaltung von Claudia Hoffmann (rechts). Im Mittelpunkt stand Autorin Sabine Heinrich. Foto: K. Franke

Roetgen. Radio- und Fernseh-Moderatorin und Neu-Autorin Sabine Heinrich war jetzt im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Eifel im Roetgener Bürgersaal zu Gast. 84 Zuhörer waren gekommen, um der Lesung aus ihrem Erstlingsroman und Besteller „Sehnsucht ist ein Notfall“ beizuwohnen.

Nach einer Einführung von Organisator Joachim Starke und der Vorsitzenden von Lit.Eifel, Margaretha Ritter, begann die 90 minütige Lesung, die von Claudia Hoffmann moderiert wurde.

Zwei Jahre schrieb Sabine Heinrich neben ihrer Arbeit für Hörfunk und Fernsehen an diesem Buch. „Ich genieße meinen Debüt-Roman sehr“, sagte sie. „Sehnsucht ist ein Notfall“, ist laut der Autorin ein Buch über ganz „normale Menschen, oder was man auch unter normal versteht“. Weiter handelt das Buch von „Entscheidungen und wie man da hin kommt“ sowie von dem „Mut zum Wahnsinn“ und der Frage „Wo geht es eigentlich hin?“.

Die beiden Hauptcharaktere des Buches sind die Nutella liebende Eva und ihre 79-jährige Oma. Da die Oma am Silvesterabend ihren Mann plötzlich verlässt und auch Eva sich mitten im Aufbruchsmonat Januar in einem tiefen Gefühlschaos befindet, beschließen beide mit dem Auto eine Reise nach Italien, mit dem Ziel Elba, anzutreten.

„Die komplette erste Seite ist autobiografisch“, sagte Heinrich erläuternd. Ihre Oma verließ tatsächlich am Silvesterabend ihren Mann, und auch die Reise nach Elba erlebte Sabine Heinrich im letzten Januar: „Ich musste die Geschichte einfach nur niederschreiben, ich wusste die Namen, die Orte von Anfang an“, erklärte Heinrich. ,,Die Oma im Buch ist anders als meine, aber die Sozialisierung ist gleich“, sagte die Autorin, die im Ruhrpott aufwuchs.

Ihre eigene Oma fand es „schade“, dass sie nur in abgewandelter Form im Buch auftaucht. Zwischen den einzelnen Passagen die Heinrich las, zeigte sie immer wieder Fotos von ihrer Reise nach Elba. Dem Platz an dem sie schrieb, ihre Unterkunft oder den Blick aufs Meer.

Abgerundet wurde der sehr persönliche Abend mit einem kleinen Film, der nur auf der Lesereise gezeigt wird. In einem Altencafé in ihrer Heimat sprach die Autorin mit alten Menschen über Liebe, Flirten und Sex. Für eine ältere Dame stand fest: „Liebe braucht man um groß und stark zu werden.“ Was das „Bratkartoffelverhältnis“ ist, erfährt der Zuhörer ebenfalls….

Joachim Starke, Organisator der Lit.Eifel, setzt auf ein vielfältiges Angebot bei diesem Literaturfestival. „Sabine Heinrich ist auch Autorin. Man schmunzelt viel bei diesem Buch. Also ist es Literatur und ist deswegen bei uns.“

Regionale Autoren lesen auch dieses Jahr wieder an ungewöhnlichen Orten in der Region und für Starke zählt „die Qualität, und nicht der volle Saal“. Für Joachim Starke ist es wichtig, dass es sich bei Lit.Eifel nicht um eine gewinnorientierte GmbH handelt. Die Philosophie, die hinter dem Festival steht, sei neben den Lesungen, das Erkennen der eigenen Kreativität. Eng arbeitet man mit Jugendwerkstätten zusammen, veranstaltet Schreibwettbewerbe und ganze Schulkassen organisieren einzelne Tage des Festivals. „Die Lesungen sind was Schönes, aber nur eine Linie“, so der Organisator.

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